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SV Straelen: Großer Kino - So lief das Debüt von Neuzugang Delorge

Niclas Scheidt
10. Januar 2021, 07:30 Uhr
Die neue Nummer 31 des SV Straelen: Kino Delorge. Foto: Thorsten Tillmann

Die neue Nummer 31 des SV Straelen: Kino Delorge. Foto: Thorsten Tillmann

Wintertransfer Kino Delorge absolvierte für den SV Straelen beim 0:0 gegen Alemannia Aachen die vollen 90 Minuten. Der Belgier kann für den Aufsteiger Straelen eine echte Verstärkung sein. 

Es hat ein bisschen gedauert, bis er wirklich im Spiel war. Genauer gesagt 45 Minuten. Die erste Hälfte war gespickt von Fehlpässen, laschen Zweikämpfen und schwammigem Stellungsspiel. So richtig war Kino Delorge, Neuzugang des SV Straelen, noch nicht im Spiel. Das sollte sich jedoch schnell ändern.


Zuletzt hatte der 23-Jährige seine letzten vollen 90 Minuten im Februar 2020 absolviert. Zu dieser Zeit war Corona nicht mehr als ein Bier. „Das hat schon gut geklappt, wobei ich glaube, dass er erstmal wieder in den Rhythmus kommen muss.“ Sein letzter Arbeitgeber war laut transfermarkt.de der KSV Roselare aus der belgischen dritten Liga.

Darauf folgten sechs Monate Vereinslosigkeit, bis dann der SV Straelen zuschlug. Mit Delorge bekommen die Straelener einen rechten Verteidiger mit Qualität, die schon früh erkannt, aber nie wirklich ausgearbeitet wurde. „Er macht seinen Job gut und hat ja auch eine gute Ausbildung genossen, das haben wir sofort gemerkt.“

Delorge ist ehemaliger Nationalspieler

Delorge durchlief sämtliche Juniorenteams des KRC Genk, einer der besten Vereine Belgiens. Allerdings schaffte der robuste und gleichzeitig agile Spieler nicht, sich in den Kader der ersten Mannschaft zu spielen. Gleichzeitig spielte Delorge in mehreren Junioren-Nationalmannschaften Belgiens. Nach einem kurzen Engagement in Rumänien ging es wieder zurück nach Belgien und jetzt an die deutsch-holländische Grenze. 


Innerhalb des Teams schindete der 23-Jährige nach nur einer Woche Eindruck bei seinen Teamkollegen. Adli Lachheb spielt in der Abwehrkette neben Delorge und ist jetzt schon begeistert: „Er kann ein bisschen Deutsch sprechen und spricht wie ich auch Französisch. Wir haben im ersten Training gut harmoniert. Wir sind froh, dass er da ist und wir werden eine Menge Spaß mit ihm haben.“

Steigerung im Spiel gegen Aachen

Zurück zur zweiten Hälfte: Mit jeder Minute gewann der Rechtsverteidiger an Selbstvertrauen, seine Pässe kamen an, er gewann Zweikämpfe und stand bei Konterbemühungen der Aachener meistens richtig. Zur Erinnerung, Delorge machte sein letztes Spiel über die volle Distanz vor beinahe einem Jahr.

Nach ein paar Wochen Eingewöhnung wird der 23-Jährige aus Flandern sicherlich neben Lachheb und Kapitän Ferry de Regt eine Verstärkung für die so wichtige Abwehr des Aufsteigers sein. Die Veranlagungen bringt Kino Delorge definitiv mit. 

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