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SV Lippstadt: "Wir sind eine attraktive Adresse für die Spieler geworden"

03. September 2020, 07:30 Uhr
Manager Dirk Brökelmann und Trainer Felix Bechtold sehen den SV Lippstadt für die neue Saison gut aufgestellt. Foto: Thorsten Tillmann

Manager Dirk Brökelmann und Trainer Felix Bechtold sehen den SV Lippstadt für die neue Saison gut aufgestellt. Foto: Thorsten Tillmann

Am Wochenende kommt es am Rheindeich in Duisburg zum Aufeinandertreffen zwischen dem VfB Homberg und dem SV Lippstadt. RS hat vor dem Regionalliga Start mit SVL-Sportchef Dirk Brökelmann gesprochen.

Der SV Lippstadt 08 geht mit einem klar definierten Ziel in die Saison 2020/2021: Die Mannschaft von Trainer Felix Bechtold will den Klassenerhalt in der Regionalliga West schaffen. RevierSport hat vor dem Auftakt in Homberg am Samstag (14 Uhr) mit SVL-Manager Dirk Brökelmann über den Kader, aber auch die Corona-Folgen für die Lippstädter gesprochen.

Dirk Brökelmann, wie groß ist die Vorfreude, dass es endlich wieder losgeht?
Die ist wirklich riesig. Und mir ist es eigentlich auch egal, ob wir in Homberg vor 300 Zuschauern starten oder in Essen vor 10.000 die Saison einläuten würden. Die Hauptsache ist, dass es wieder losgeht und wir uns über Fußball-Themen unterhalten können. Ein halbes Jahr ohne die Regionalliga West, ohne Punktspiele, das war hart.

Wie gut ist der SV Lippstadt für die Mammut-Saison mit 40 Spieltagen und dem eventuellen Abstiegskampf aufgestellt?
Wir haben uns im Rahmen unserer Möglichkeiten gut verstärkt. Die Mannschaft wurde auch mit Jungs aus der Regionalliga wie Kai-Bastian Evers, Simon Schubert, Cinsar Sansar oder Anton Heinz verstärkt. Das sind wirklich gute Jungs. Ich habe in den vielen Gesprächen auch gemerkt, dass der SV Lippstadt für viele Spieler eine attraktive Adresse geworden ist. Das freut uns alle sehr und motiviert uns nur noch mehr.

Welche Auswirkungen hatte die Corona-Pandemie für den Verein?
Zunächst einmal muss ich sagen, dass die größte Auswirkung die ist, dass viele Menschen am Wochenende nicht mehr das tun können, was sie am liebsten tun: ins Stadion gehen, eine Bratwurst essen, ein Bier trinken, mit Freunden lachen und über Fußball philosophieren und ihre Mannschaft unterstützen. Das ist das Traurigste überhaupt. Finanziell haben wir das Glück, dass wir sehr breit und mit sehr tollen Partnern und Sponsoren aufgestellt sind. Aber natürlich fehlen uns auch die Einnahmen. Wir haben ja auch immer ein paar hundert Menschen bei unseren Heimspielen. Demnächst, und auf absehbare Zeit, kommen aber erst einmal nur 300 Leute ins Stadion.

Wer erhält denn beim SV Lippstadt einen Karte für die Heimspiele? Am 2. Spieltag kommt der Wuppertaler SV.
Das ist bei uns schon klar geregelt. Die Karten sind eigentlich alle an unsere vielen Partner und Sponsoren vergeben. Dazu bleiben natürlich auch einige Karten im internen Vereinsumfeld. Wir arbeiten aktuell auch an einer Lösung, um einigen jahrelang treuen SVL-Fans vielleicht doch noch den Eintritt zu einem Heimspiel in der Corona-Zeit zu gewähren. Ob uns das gelingt, wird man in den nächsten Wochen sehen.

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03.09.2020 - 08:59 - Außenverteidiger

Stimmt. Leider werden solche Vereine durch die DFL Schergen vertrieben und unterdrückt. Homberg trifft ein ähnliches Schicksal. Beide Teams haben zusammen mehr Fans mitgebracht als Düsseldorf, Gladbach, Pascherland zusammen. Scheint vielen nicht aufzufallen. Die Leute in Lippstadt können schließlich nach Dortmund oder Schalke fahren, sie haben keinen Verein verdient aus DFL Sicht.