Landesliga

SV Burgaltendorf über Saisonabbruch: „Als Letzter lässt sich das leicht sagen"

22. April 2021, 17:52 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Die laufende Saison im Amateurfußball wurde abgebrochen. Der beim SV Burgaltendorf scheidende Trainer Julian Engelmeyer spricht über die aktuelle Situation im Verein, seinen Abschied und seinen Nachfolger.

Seit November letzten Jahres herrscht Stillstand auf den Plätzen der Amateurvereine. Erst kürzlich wurde vom Verband bekanntgegeben, dass es auch für den Rest der Saison so bleibt und die laufende Spielzeit mit sofortiger Wirkung abgebrochen wird. Das hilft auch dem SV Burgaltendorf, der in der Landesliga Niederrhein 3 zum Zeitpunkt des Abbruchs Tabellenletzter mit sechs Punkten aus acht Spielen war. Der bisherige Trainer Julian Engelmeyer äußert sich darüber wie folgt:

„Wir sind grundsätzlich schon seit längerem dafür. Als Tabellenletzter lässt sich sowas natürlich leicht sagen, aber wenn man bedenkt, dass die Spieler seit über fünf Monaten keinen Ball am Fuß hatten, ist das die einzig logische Konsequenz. Für viele Vereine, die in der Tabelle oben stehen, ist das natürlich ärgerlich. Dennoch haben wir als Verein die Meldung durchweg positiv aufgenommen.“

Mit Blick auf die nun abgebrochene Spielzeit und Tabellenplatz 14 sei das Team „unter den Erwartungen geblieben“. Er selbst sehe in der Mannschaft großes Potenzial, welches das Team zuletzt viel zu selten abgerufen habe.

Andreas Krippel wird neuer Chef an der Seitenlinie

Für Engelmeyer ist nun Schluss in Burgaltendorf. Nachfolger und neuer Chef an der Seitenlinie wird der bisherige Co-Trainer Andreas Krippel. Alt-Trainer Engelmeyer über den neuen Mann: „Ich kenne Andreas schon lange. Er ist ein absoluter Fußballfachmann und jemand, der den Sport richtig lebt. Andreas beschäftigt sich schon sein ganzes Leben mit Fußball, er ist ein guter Mann mit vielen guten Beziehungen. Ich kann also ruhigen Gewissens gehen.“

Engelmeyer, der schon als Spieler bei der SV Burgaltendorf aktiv war und erst zum Co-, dann zum Cheftrainer ernannt wurde, räumt seinen Posten auf eigenen Wunsch mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Ich bin natürlich traurig darüber, kein aktiver Part des Vereins mehr zu sein. Es ist schade, dass ich aufgrund der Pandemie kein Punkt- oder Pokalspiel mehr von der Seitenlinie erleben konnte. Andererseits fühle ich mich gut, es gab gute Gespräche mit dem Präsidium und ich bin mir sicher, dass wir mit meinem Nachfolger einen geeigneten und kompetenten Ersatz gefunden haben“. 


Autor: Lennard Becker

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