Die Coronakrise macht den deutschen Profiklubs schwer zu schaffen. Eine Forschungsgruppe hat sich mit der Zukunftsfähigkeit der 36 Bundes- und Zweitligisten beschäftigt. Sechs Klubs sind demnach als

Bundesliga

Studie: FC Schalke 04 in seiner Existenz bedroht

Justus Heinisch
12. Mai 2020, 18:43 Uhr
Das Vereinsgelände des FC Schalke 04. Foto: firo

Das Vereinsgelände des FC Schalke 04. Foto: firo

Die Coronakrise macht den deutschen Profiklubs schwer zu schaffen. Eine Forschungsgruppe hat sich mit der Zukunftsfähigkeit der 36 Bundes- und Zweitligisten beschäftigt. Sechs Klubs sind demnach als "existenzbedroht" einzustufen.

Es sind Ergebnisse, die einigen Bundesligisten nicht wirklich schmecken dürften. Die Leipzig Graduate School of Management hat gemeinsam mit der Unternehmensberatung Odgers Berndtson die finanzielle Situation der deutschen Bundesligisten und Zweitliga-Klubs unter die Lupe genommen. Dabei haben die Forscher auf Daten zugegriffen, die am Markt frei verfügbar sind sowie weitere Indikatoren untersucht. Beispielsweise die Management-Qualitäten und die Nachwuchsarbeit der Vereine. 

Das ernüchternde Fazit: Sechs Klubs sind in ihrer Existenz bedroht - so auch der FC Schalke 04. Bereits in der Vergangenheit hatte der Klub immer wieder betont, wie sehr er unter der Coronakrise finanziell leide. Weitere Klubs sind Union Berlin und der SC Paderborn. Sieben weitere Zweitligisten seien gefährdet. Die Defizite sind konkret auf bedenkliche Kennzahlen in den Bereichen der Liquidität und der Finanzierung zurückzuführen. "Die Profiklubs lassen in den Bereichen Finanzen, Management und Nachwuchsarbeit Professionalisierungsbedarf erkennen", heißt es von der Forschungsgruppe.

Bundesliga schneidet gut ab

Die Bundesliga und ihre Klubs sollten sich verändern und anpassen, so der Tenor. Geisterspiele seien zudem alternativlos. Ansonsten ließen sich finanzielle Zusammenbrüche der Vereine kaum vermeiden. Gut also, dass am Wochenende die Saison weitergeführt wird.

Interessant: Im europäischen Vergleich schneidet die Bundesliga erstaunlich gut ab - so gut wie keine zweite Spielklasse. Sie ist die solideste Liga in Europa. Ein Grund dafür ist die Abhängigkeit von TV-Geldern, die in der Bundesliga nicht so stark ausgeprägt ist wie in anderen Top-Ligen.

"Künftig ist die Glaubwürdigkeit der Liga durch erhöhte Transparenz zu steigern. Die deutsche Bundesliga kann aufgrund ihrer institutionellen Voraussetzungen und ihrer Eckdaten bei entsprechenden Reformmaßnahmen gestärkt aus der Krise hervorgehen", empfehlen die Studienmacher. "Das künftige Handeln der Klubs sollte effektiv, innovativ, transparent und verantwortungsvoll sein und einem klar definierten Klubzweck folgen."

Ein "Weiter so" sei nicht vermittelbar. Der Fußball müsse wieder näher an seine Basis herangeführt werden. "Die Nachwuchsarbeit wird überdies ein Kernelement des künftigen Erfolgs eines jeden Klubs sein", heißt es weiter. 

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15.05.2020 - 02:39 - vomFlankengott

@ Alles für Schalke

Erstmal herzlichen Dank für diesen engagierten ausführlichen Kommentar, den ich mehrmals gelesen habe. Man merkt, dass da ein Schalker Herz brennt. Schon beim dem ersten Satz war klar, dass es ein respektvoller und auch konstruktiver Kommentar werden würde.

Nun will ich aber auch darrauf eingehen:
Die Mitbestimmungsrechte der Schalker Mitglieder sind nicht deshalb als undemokratisch anzusehen, weil nur kleiner Teil der Mitglieder an der HV und ein nochmals kleinerer Teil der gesamten Anhängerschar daran teilnimmt. Grundsätzlich ist jede Wahl, auch in der Politik, auch ein Intelligenztest der Wählenden. Jeder kann klug wählen oder auch "saudumm." Saudumm wählt man dann, wenn so wählt, dass durch die eigene Wahl mutmaßlich das Gegenteil geschieht von dem was man für richtig erachtet. Wieso diese von Dir genannten sozialen Schichten gerade Tönnies unterstützen ist mir schleierhaft. Das "Ausbeutungssystem" über Sub-Sub-Unternehmer u.s.w. passt so gar nicht zu unserem Bergarbeiter/ Malocherclub. Damals konnten diese Urväter unseres Vereins sich durch ihre knallharte Arbeit wenigstens noch einen bescheidenen Wohlstand erarbeiten. Die Beschäftigen bei den Sub-Subunternehmen von Tönnies hausen in "Rattenlöchern" und werden (weil sie Ihre Rechte nicht kennen) und werden von den Sub-Subunternehmen sogar noch betrogen. Dieser Aufsichtsratvorsitzende passt so gar nicht zu Schalke auch wenn er sich volksnah in der Kurve anbiedert. Das ist ungefähr so, wenn die Mitglieder eines Tierschutzvereins Tönnies zum Vorsitzenden wählen würden. Durch Tönnies als best Buddie von Putin wirkt Schalke auch nicht unbedingt sympathischer als Werbeträger.

Das Image unseres Vereins war auch schon mal deutlicher besser. In den Medien sind einfach viel zu viele Negativmeldungen über Schalke zu finden. Die Rassismusdebatte, die Tönnies (und sonst niemand) verursacht hatte, war auch überflüssig wie ein Kropf. Ist doch schei...egal wie man zu den Äusserungen von Tönnies steht, es ist doch Fakt, dass der ganze Schei... Schalke nur geschadet hat. Verheerend war das Medienecho!! Und von diesem unserem Aufsichtsratsvorsitzenden und weltmännischen Geschäftsmann kann ich doch wohl noch erwarten, dass er sich so weit im Griff hat, dass so etwas NICHT passiert. Ich denke ich erwarte da nicht zuviel.

Warum schreibe ich das? Wenn ein Großinvestor auf Schalke einsteigt, müssen die Anhänger ZWANGSLÄUFIG jeden noch so windigen "Geschäftsmann" hinnehmen. So wie z.B. bei Lüdenscheid-Nord der ehrenwerte Florian Homm. Dieser Geschäftsmann (bitte mal bei Wikipedia nachlesen, bitte.. bitte..mach's wirklich) hat sich dort Aktien eingekauft in der Absicht sie alsbald an einen russischen Oligarchen zu verhökern. Die Fans konnten diesem Treiben damals nur hilflos zuschauen. Dass es dann doch nicht so kam war PURES Glück. Der Blick nach 1860 , Uerdingen oder Kaiserslautern stimmt mich auch nicht hoffnungsfroher. Auch der nicht zum AC Mailand. Oder der nach West Ham United.

Natürlich gibt es positive Beispiele, wie der rote Brause Club. Aber diese positiven Beispiele sind vor allem deswegen positiv, weil das Management dort um Klassen besser ist/war als bei uns.

Die Ausgliederung bringt schnell richtig viel Kohle. Keine Frage! Wie damit dann umgegangen wird ist aber eine ganz andere Frage. Die Wahrscheinlichkeit, dass damit besser umgegangen wird als bisher auf Schalke ist sogar groß. Weil erstens schlechter als bisher man die Kohle ja kaum verbrennen kann (Rudy!) und weil ein Großinvestor dann seine EIGENE Kohle mutmaßlich auch intelligent investiert sehen will. Wenn es breit gestreutes Aktienkapital ist, wäre es eher ungünstiger. Weil die Verantwortlichen dann eher wieder auf Kante genäht zocken würden, so wie jetzt. Nur halt im größeren Geldrad gedreht. Sie müssten keinem einzelnen Großinvestor gegenüber direkt Rechenschaft ablegen. Da ist die anonyme Masse von Aktionären deutlich bequemer.

Also zusammenfassed will ich sagen: Die Ausgliederung bringt einmalig (und nur einmalig!) sofort viel Kohle. Viel Kohle hatte Schalke aber in der Vergangenheit schon oft. Bei schlechtem Management bringt viel Kohle aber trotzdem nix. Ich sage nicht dass die Ausgliederung in jedem Fall schlecht ist. Sie aber auch nicht in jedem Fall gut.

Ich sage NUR das Wohl und Wehe von Schalke hängt AUSSCHLIEßLICH von der Qualität des Managements ab. Und das war hier jedenfalls ab Herbst 2014 sehr schlecht. Ab diesem Zeitpunkt sind wir überall schlechter geworden: sportlich, das Image in der Öffentlichkeit und finanziell sogar existenzbedroht. Die 5 Jahre davor waren super, die 5 Jahre danach gruselig. Da ändert die Eintagsfliege im ersten Tedescojahr auch nix daran als die gesamte Konkurrenz sportlich geschwächelt hat.

Hoffnungsfroh stimmen mich jetzt - endlich mal!!! - die neuen Äußerungen von Schneider im "Kicker." Endlich mal Realismus in den Äußerungen. Wenn auch erst erzwungen durch Corona. Corona ist nicht nur ein Intelligenztest für die Bevölkerung eines Landes sondern auch für die Verantwortlichen in unserem Verein. Hoffentlich hat die Zockerei "auf Kante" (Zitat: Schneider) jetzt ein Ende. Es müssen endlich finanziell nur Brötchen in der Größe gebacken werden die das sportliche Ergebnis auch tatsächlich zulassen. Und ich habe das Gefühl, dass die größten Befürworter der Ausgliederung auch genau diejenigen sind, die sofort die ganz großen Brötchen backen wollen, die das sportliche Ergebnis so gar nicht zulassen. Und das wäre von A nach B gedacht. Aber nicht zu Ende.

GLÜCKAUF

14.05.2020 - 00:16 - Alles für Schalke

@flankengott: Hier sind wir nicht einer Meinung, was ja auch völlig in Ordnung ist. Du schreibst, dass wir Fans nichts mitbestimmen dürfen, wenn wir ausgliedern. Wo bestimmen wir denn jetzt mit? Die paar Abstimmungen auf der HV? Da sind von den 160.000 Mitgliedern nur die stimmberechtigt, die auch anwesend sind. Allein das zeigt doch, dass so eine HV von regionalen Aspekten bestimmt wird, und die Region um Schalke ist nun keine erfolgsverwöhnte Region. Und ohne die Zahlen konkret zu kennnen behaupte ich mal, dass Schalke in einer Region wie kaum ein anderer Verein liegt, eine Region mit einen hohen Anteil an Arbeitslosen und Hartz IV Empfängern. Ich bin Schalker durch und durch, ich meine das wirklich ohne Wertung, nur beschreibend, ich denke, das weiß hier auch jeder.

Nun ja, wenn nun also diejenigen, die "umme Ecke" wohnen, also die zu einem deutlich höheren Anteil aus Hartz IV Empfängern bestehen als bei anderen Vereinen, die Politik des Vereins mitbestimmen, dann ist das kein Standortvorteil des Vereins Schalke 04, sondern ein enormer Nachteil und zudem höchst undemokratisch. Stell Dir mal vor, Du dürftest keine Briefwahl machen, sondern musst zig Kilometer fahren, um Deine Stimme abgeben zu können? Genauso geht es den meisten Schalke Fans.

Es geht aber noch weiter. Die wenigstens Schalke Fans sind auch Mitglieder. Aber gehen wir mal nur von den Mitgliedern aus. 160.000 Mitlgieder, davon maximal 10.000 auf der HV. Das sind 6,25%! Die Zahl wird wie gesagt geringer, wenn man auch die Fans hinzuzieht, die keine Mitglieder sind. 6,25% der Mitglieder (nicht der Fans) haben die Möglichkeit aktiv die Politik auf Schalke mitzubestimmen! Ist das ein Verlust, wenn das weg fällt?

Und weißt Du was? Diese Mitbestimmung fällt gar nicht weg! Wenn Du mal zu einer HV einer AG gehst wirst Du wissen, dass man auch da mitbestimmen kann. Verlöre man also diese eh kaum vorhandene Mitbestimmung beim e.V. wäre das egal. Und wenn das eh nicht so relevant ist, dann kann man sich auch mit der Mitbestimmung als Aktionär zufrieden geben.

Und dass ein Großinvestor die Politik auf Schalke bestimmen könnte, kann ja auch jetzt sein mit den Sponsoren, die schon vorhanden sind. Eine schlimmere Mitbestimmung als durch einen Tönnies kann es kaum geben. Das ist kein Argument gegen eine AG, ganz im Gegenteil. WIR Fans können Miteigentümer des FC Schalke werden, indem wir Aktien kaufen! Der wesentliche Vorteil ist die deutlich höhere, gesetzlich festgelegte Transparenz von Dingen, die der FC Schalke so macht. Das macht es für Investoren und Sponsoren interessanter, Geld zu investieren. Und DAS wird Geld in die Kassen spülen!

Wir müssen dann keine Kredite aufnehmen, die wir für teuer Geld zurückzahlen müssen, sondern wir (Schalke) verkaufen Aktien, zahlen keine Zinsen. Wir bekommen so Geld in die Kassen gespült.

Wo Du Recht haben könntest mit dem Szenario, dass ein Großinvestor die Politik auf Schalke stark beeinflusst, das wäre wenn die 50+1 Regel fallen würde. Das sehe ich zwar auch sehr differenziert, auch da gbt es ein Für und Wider, aber um das Thema geht es nicht, wenn wir über die Ausgliederung debattieren.

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Seit 2007 (Stuttgart) hat es keinen Verein in der BL gegeben, der Meister wurde. Und alle Vereine vor uns sind oder Kandidaten um die internatiionalen Plätze sind, sind KG oder AG. Haben dadurch BXB, BMG oder Bayern Tradition verloren? Mitnichten.

Ich halte eine Ausgliederung für alternativlos. Wie schlecht es uns geht sieht man in dieser Krise. Alles Spitz auf Knopf. Gute Leute können wir nicht halten und die letzten Guten hat Magath geschafft zu uns zu holen. Ein Huntelaar oder Raul würde im Leben nicht mehr zum FC Schalke kommen. Ein e.V. hat einfach keine Perspektive, das wissen Spielerberater, Spieler und Sponsoren.

Dass wir als 2. größer Verein in Deutschland so erfolglos sind, kann man doch niemanden erklären. Wir spielen völlig unter Wert und werden erst Deutschland und Europa dominieren, wenn wir eine Aktiengesellschaft sind. Und da freue ich mich sehr, meine Kohle zu investieren!

Glückauf!

13.05.2020 - 23:28 - roadrunner74

@flankengott 100% zustimmung.

vielleicht muss noch eine Sache beigefügt werden:

CT arbeitet und leitet den Verein bewusst von Kante zu Kante um so ganz unterschwellig die Abhängigkeit der Schalker Familie von ihm (dem breitbeinigen Cowboy) ins blau-weisse Unterbewusstsein zu induzieren.

Das Doofe ist...der Großteil der Fans glauben wirklich, dass wir von CT abhängig sind!

AUFWACHEN JUNGS, AUFWACHEN!!

13.05.2020 - 15:48 - vomFlankengott

@ Schalker1965

Ebenso 100% Zustimmung zum letzten Kommentar!

Nur zur Klarstellung: Ich habe im übrigen nicht behauptet, dass wenn ein Großinvestor käme, der dann "seine" Leute im Aufsichtsrat platzieren würde, dass es dann besser würde. Sicher wäre nur, dass einige Schnarchnasen sofort verschwinden müssten.

Im Ergebnis wäre es aus heutiger Sicht völlig offen wohin dann die Reise ginge. Ein sehr gutes Indiz (aber nur Indiz!) bei einem Großinvestor wäre es, wenn man ihn als Person in Zusammenhang mit Schalke praktisch nie vor dem Mikrophon sähe. So ist's mit Mateschitz und RB Leipzig. Der ist in Leipzig eher nur als Geist zu spüren als real existierende Person. Die Negativbeispiele Hannover und Hamburg, bei denen sich Kind und Kühne von Zeit zu Zeit vor der Öffentlichkeit präsentieren müssen, nützen den jeweiligen Vereinen Nullkommanull. (Hannover taugt als Beispiel eigentlich nicht wirklich, da Kind dort bisher nicht als Großinvestor aufgetreten ist; er wollte ja welche reinholen, was bisher nicht funktioniert hat)
Kühnes Kommentare (speziell die im "Spiegel" damals) zeigen nur dass er das Geschäft nicht kapiert hat. Das trifft leider auch auf unseren "Boss" Tönnies zu.

Tönnies gab mal vor längerer Zeit ein ausführliches Interview im "Kicker." Dort nahm er eine Anleihe wie er mit seinen Führungspersönlichkeiten in seiner Firma umgeht. So würde er es auch auf Schalke handhaben. Ich dachte mir damals: Auweia. Auweia. Die Logik dahinter war im Prinzip: Try and Error. Also Versuch und Irrtum. Er lässt ihnen sehr freie Hand und misst sie dann am Ergebnis. Das funktioniert im Fußballgeschäft so aber garantiert nicht!

Wie es wirklich funktioniert steht in der Studie auch drin: Es gibt zwei 2 potentielle Geldquellen: Großinvestoren reinholen oder im Jugendbereich eigene Spieler "entwickeln." Es ist definitiv ein Irrtum, es käme auf DEN EINEN sportlichen Vorstand als Führungsperson an. Also auf eine Person die es "wuppt." Vielmehr braucht es ein Konzept (ausgeführt von einem grossen Team) wie Jugendspieler optimal gescoutet werden, dann im Jugendbereich "entwickelt" werden, dann möglichst (!) durchlässig in die 1. Mannschaft rutschen und dann erfolgreich vermarktet werden. Die Schalker müssten es als Erfolg verbuchen, wenn Spieler wie Leroy Sane oder Goretzka zu den Top Ten Europas wechseln. Ein Misserfolg ist es dann, wenn nicht die maximale (!) Kohle dabei rausspringt. Das ist dann das Totalversagen (Leroy Sane wurde vor dem Zeitpunkt der maximal möglichen Ablöse verhökert) des Managements. Was nützt dann die gute (nicht sehr gute, auch hier gibt's noch Verbesserungsbedarf wie Elgert zu Recht anmahnt) Jugendarbeit.

Man muss sich klarmachen: Wenn man e.V. ohne Großinvestor bleiben will, muss man im Jugendbereich auf das Niveau von Freiburg und Leipzig kommen. Drunter geht's nicht. Es geht weniger um den sportlichen Erfolg im Sinne des Tabellenplatzes sondern um den sportlichen Erfolg im Sinne vom "Entwickeln von Jugendspielern." Um so mehr Jugendspieler erfolgreich vermarktet werden um so eher schließt man wieder zur Spitze auf. Dazu braucht es ein ganzes Team von Fußball"Lehrern" nicht Fußballtrainern. Am besten macht das in der Bundesliga Freiburg unter dem Fußballlehrer Streich! Das ist nämlich gar kein Trainer. Nur deswegen ist Freiburg immer noch in der Liga. Und der Streich wird dort auch bei einem Mißerfolg garantiert nicht gefeuert. Also wenn in der Tönnies' Logik das Ergebnis nicht stimmen würde.

Auf Schalke ist viel zu viel Kurzfristdenken im Spiel! So etwa wie das Quartalsdenken in der Wirtschaft. So kann man allenfalls Produkte und Dienstleistungen erfolgreich vermarkten, wenn überhaupt. Aber wenn man Jugendspieler "entwickeln" will, also MENSCHEN, dann braucht es Lehrpersonal und keine Führungspersönlichkeiten. Lehrpersonal denkt ganz ganz langfristig. Führungspersönlichkeiten denken ganz kurzfristig. Vor allem wenn Sie vom Boss "freie Hand bekommen" und am Erfolg gemessen werden.

Dieses Kurzfristdenken, also von Kante zu Kante nähen, dafür steht für mich Tönnies incl. dem Aufsichtsrat par excellence. Und die Schalker, zumindest in der Mehrheit, springen darauf an. Leider! Man glaubte immer in sehr naher Zukunft wird's gut. Diesen Glauben nährte Tönnies unterschwellig ständig sehr erfolgreich. Er ist nicht der einzige sehr erfolgreiche Geschäftsmann, der außerhalb seines ureigenen Geschäftsfelds (Fleischindustrie) nix gebacken kriegt. Speziell in der Politik gibt's dafür jede Menge Beispiele. Aber das Publikum glaubt immer, wer so erfolgteich in der Wirtschaft unterwegs ist, der kann doch nicht schlecht für unsere Sache sein. Und wenn's dann mal brenzlig werden sollte, dann packt unser Heilsbringer das Vitamin B (Beziehungen in die Wirtschaft genannt Networking) als Medikament aus. Und wenn, das auch nicht mehr helfen sollte, kommt die Privatschatulle. So zu sagen als "Lender of last resort." Die Bazooka der EZB. Wat soll da passieren?

AUFWACHEN liebe Schalker!!! Unser Laden wird nicht von klugen weit voraus denkenden Geschäftsleuten geführt, sondern es wird ständig eher mit Hütchenspielertricks von A nach B gehangelt. Weil das Fakt ist, ist unser Verein einer der wenigen der jetzt unmittelbar existenzbedroht ist. Nach Aussage von UNSEREM Führungspersonal!! Daran ist keine "Vorerkrankung" schuld, sondern das ist eine Bankrotterkärung von diesem Führungspersonal. Corona deckt nur die Schei... auf, ist nicht die Ursache. Klar wat soll'n uns diese Führungsfiguren auch anderes verklickern.

GLÜCKAUF

13.05.2020 - 10:21 - Schalker1965

@vomFlankengott

100% Zustimmung in allen Punkten!

Vielleicht noch eine Ergänzung:

Ob durch den Einstieg eines Investors tatsächlich "hellere" Köpfe das operative Geschäft führen würden, steht nicht zwangsläufig fest. Ein Blick Richtung Hamburg oder Hannover stimmt mich da eher skeptisch. Gleiches gilt für den Fall, dass die bisherigen Protagonisten die durch eine Ausgliederung in die klammen Schalker Kassen gespülten Millionen in die Finger bekämen. Denn dass diese Leute Schalke nicht nach vorne bringen, haben sie in den letzten Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

13.05.2020 - 10:05 - Schalker1965

13.05.2020 - 08:04 - Nathan

In ein paar Monaten haben wir eine Rezession mit Massen Arbeitslosigkeit wenn die Staats Kassen leer sind hat der Bürger auch kein Geld mehr um seine geliebten Profi Fussball Clubs zu unterstützen.
Anscheinend haben hier einige den Ernst der Lage noch nicht erkannt und diskutieren lieber über ungelegte Eier.
Euren Verein in Gelsenkirchen wird es Weitergeben aber was ist mit euch?

Was will uns dieser Kommentar sagen?

13.05.2020 - 08:04 - Nathan

Dieser Kommentar wurde entfernt.

13.05.2020 - 01:21 - vomFlankengott

@ Alles für Schalke

Ich kein Anhänger der Ausgliederung, also der Aufgabe des e.V.

Was alle Schalker wissen müssen: Die Ausgliederung, alao das Ausrollen des roten Teppichs für Großinvestoren bedeutet ZWANGSLÄUFIG die Abdankung des Mitbestimmungsrechts der Mitglieder des e.V. Und zwar für alle Zeiten!!!
Ende Gelände. Finito.
AUS AUS AUS Das Spiel ist aus.

Also für alle Träumer. Bitte aufwachen! Schaut euch mal gerade jetzt den Karlsruher SC an. Dort wird gerade vom potentiellen (sogar unbekannten) Großinvestor als Vorbedingung gefordert, dass der momentane Präsident Ingo Wellenreuter (Vater von unserem ehemaligen Schalker Torhütertalent Timo Wellenreuter) abdankt. Macht es euch klar: Ab dem Zeitpunkt des Einstiegs des Großinvestors wird dieser bestimmen wo es lang geht. Nicht mehr die große Schalker Familie der Vereinsmitglieder. Ich habe schon genügend Komnentare gelesen, die behaupten, weil der Großinvestor weniger als die Hälfte der Anteile hält, dass die Schalker Mitglieder nach wie vor die Macht hätten. Das ist glatter Blödsinn!! Formal korrekt, in der Realität komplett anders.

Und jetzt das WICHTIGSTE: Die Schalker bestimmen nur genau EINMAL wer dieser Großinvestor sein wird. ENDE. Dann nie mehr. Dieser Großinvestor kann danach seine Anteile verkaufen an wen auch immer er will. Kein Schalker wird da dann noch mitreden. Das kann ein Scheich sein oder ein Oligarch oder ein windiger chinesischer Geschäftsmann. Schaut mal einfach nur ein paar Kilometer weiter nach Lüdenscheid-Nord. Und schaut dort in deren Vergangenheit. Da hatte auch mal ein ganz windiger Geschäftsmann (Homm) das Sagen. Erinnert Ihr Euch noch??

Das einzig Gute an der eventuellen Aufgabe des e.V. ist für mich folgender Umstand: Der Großinvestor wird im Aufsichtsrat SEINE Leute platzieren und die ganzen unfähigen Schnarchnasen im Aufsichtsrat werden über Nacht verschwinden. Also genau diejenigen, die schon immer ALLES durchgewunken haben, was Schalke überhaupt in diese existenzbedrohende Krise gebracht hat. Aber genau diejenigen Leute an die frische Luft zu setzen, dazu sollte doch auch die Schalker Familie selbst im Stande sein. Ohne Großinvestor.

Letzlich ist doch der Wunsch nach der Ausgliederung nur davon getrieben händeringend in großer Not an die schnelle Kohle zu kommen. Weil gerade jetzt die neue Kante fehlt an den man die alte (marode) Kante noch annähen könnte. So ist's auf Schalke schon lange. Die Verantwortlichen vertuschen das geschickt in der Intransparenz der Bilanz. Das ist genau die Art des unseriösen Wirtschaftens, welche in der genannten Studie bei diversen Vereinen kritisiert wird.

Die Studie kritisiert auch allgemein die Aufsichtsräte der Bundesligaclubs mit den intransparenten Bilanzen.

Die tiefere grundsätzliche Frage, der sich die Schalker Familie eigentlich stellen muss, ist Folgende: Wollen wir dass Schalke an einem HÖHER, WEITER, SCHNELLER Wettrennen im nur kommerziellen Sinn teilnimmt? Wenn man das will, wird es nicht mehr das bisherige Schalke sein. Es wird zu einer Entfremdung zumindest bestimmter Schalker Fans mit IHREM Verein kommen.

So wie es jetzt schon allgemein zu einer Entfremdung großer Teile eingeschworener Fußballfans gekommen ist. Durch die Coronakrise wird die ganze Verlogenheit dieser Unterhaltungsindustrie gnadenlos aufgedeckt. The show must go on. Damit der Rubel rollt. In den Durchlauferhitzer muss OBEN SOFORT TV-Kohle rein, damit sie UNTEN SOFORT an Großverdiener ausgeschüttet werden kann. Echte Fans im Stadion braucht's nicht unbedingt. Wir werden jetzt steriles emotionsloses Gekicke erleben. Noch nicht mal gemeinsamer Torjubel der Spieler! Häh?

(1) Und man wird uns erzählen, dass das alles notwendig ist, dass die vielen einfachen Jobs, die am Fußball hängen nicht verloren gehen. Aha!

(2) Und man wird uns erzählen, dass das alles notwendig ist, dass die vielen einfache Fans draußen, die so an ihrem Fußball hängen, in diesen schweren Zeiten eine freudvolle Abwechslung bekommen. Aha!

(3) Und man wird uns nicht erzählen, dass OBWOHL Jahr für Jahr mehr Kohle in den Durchlauferhitzer gelangen (auch unser existenzbrdrohtes Schalke feiert immer Umsatztekorde) NIE auch nur geringste Reserven angelegt wurden und dass NUR deshalb die Geisterspiele notwendig sind.

(4) Und um so mehr uns die breitbeinigen Cowboys wie Watzke, Rumenigge u.s.w. verarschen, weil sie nicht offen sagen, dass der einzige Zweck dieser Unterhaltungsindustrie die sofortige ultimative Umverteilung von unten (Millionen einfacher Fußballfans, die bereit sind aus blinder Liebe zu IHREM Verein das letzte Hemd zu geben) nach oben (Fußballmillionäre, Sportmanager, Berater u.s.w.) ist.

Um so mehr Fans merken, dass Argument 1,2 und 4 zutrifft um Argument 3 zu vertuschen, um so mehr Fans werden sich entfremden von diesem kommerziellen immer noch "Höher, weiter, schneller", das doch nur einigen Wenigen nützt. Vor allem wenn sie jetzt bei den Geisterspielen merken, dass sie als reale Fans gar nicht unbedingt gebraucht werden, sondern nur als virtuelles Bezahlsubjekt. Dafür verschickt unser Schalke Bettelbriefe an die Fans. Dass die Fans dann auf Rückerstattung für NICHT GESEHENE Spiele verzichten. Im Endeffekt für's Millionengehalt des wiederkehrenden Rudy. Dort wandert die Kohle nämlich wirklich hin.

GLÜCKAUF

Hoffentlich muss ich auf Schalke nie einen breitbeinigen Cowboytypen erleben, der mir irgendeinen verlogenen Müll an die Backe labert. Hoffentlich! Wirklich hoffentlich!

12.05.2020 - 23:05 - Alles für Schalke

@vonFlankengott: Ein hervorragender Beitrag, den ich nur unterstreichen kann. Wir sind doch alles gebildete und erwachsene Menschen und wie sollten mit anderen so umgehen, wie wir es uns gegenüber auch erwarten.

Zum Thema: Ich bin auch davon überzeugt, dass unserer Misere mit einem Namen zusammen hängt: Dem Würstchenverkäufer Clemens Tönnies!

Lösung: Tönnies darf weiter Sponsor bleiben, sollte aber in der zweiten Reihe verschwinden. Und zusätzlich sollten wir endlich ausgliedern! Wir als Aktiengesellschaft wären die neue Macht in Deutschland und Europa!

Alles für Schalke!

12.05.2020 - 22:49 - roadrunner74

Also Fakt ist dass nach Assauers Management der Verein finanziell stetig nach unten fährt. Verkäufe von Talenten oder Leistungsträgern konnten das noch eine Zeit lang kaschieren, aber Krisen befeuern Missstände enorm und führen sie ans Tageslicht.
Wie Rudi damals schon sagte: Wenn der Schnee schmilzt, sieht man wo die Scheisse liegt.
Dieser Tag scheint nicht mehr weit zu sein...

und dann muss dieser Vorstand das Handtuch nehmen!

Glück Auf!

12.05.2020 - 22:38 - vomFlankengott

@ Schacht 7

Die Abwertung anderer (eventuell missliebiger) Teilnehmer im eigenen Kommentar ist wenig sinnvoll, da sie nicht geeignet ist Dritte, wie z.B. mich, zu überzeugen.

Daher meine gut gemeinte Bitte: Auf abwertende Bezeichnungen wie "Spako" oder "Leuchten" besser verzichten und besser versuchen mit klugen Argumenten zu überzeugen. Dafür im voraus herzlichen Dank!

Nur das Ringen um den besseren Weg bringt uns Schalker wirklich weiter.

Die Schalker Familie ist sehr groß und es gelang ihr offenbar nicht eine Führung zu installieren, die wenigstens so gut gearbeitet hat, dass der Verein nun nicht in einer existenzbedrohenden Krise (nach Bekundungen von Verantwortlichen) ist. Offenbar stehen andere Vereine solider da, lieber @Schacht 7. Nicht nach Aussage der Studie, sondern nach Ausdage unserer Schalker Verantwortlichen. Das gibt mir zu denken. Und es sollte ALLEN Schalkern zu denken geben.

GLÜCKAUF

12.05.2020 - 20:24 - Schacht 7

Spako1965 was bestätigt die Studie
und wo sind die Bilanzen? Nichts wird ausgesagt nur Vermutungen, damit so "Leuchten" wie deine Wenigkeit darauf anspringen 1965

12.05.2020 - 19:27 - Schalker1965

Die Studie bestätigt die desolate Finanzlage auf Schalke infolge jahrelangen Missmanagements. Es ist überhaupt nicht mehr vermittelbar, dass diejenigen Verantwortlichen, die für dieses Desaster verantwortlich sind, auch weiterhin über das Wohl und Wehe des FC Schalke 04 die Entscheidungsgewalt tragen sollen. Ein Blick Richtung München, Leipzig oder auch Dortmund lassen erahnen, was auch bei einem Verein wie Schalke mit kompetenten Führungspersönlichkeiten möglich wäre. Dazu benötigt man auch keine Ausgliederung, wenn man bedenkt, was der BVB allein durch sein herausragendes Scouting und durch die sich daran anschließende Transferpolitik für Einnahmen generiert hat. Davon kann man auf Schalke nur träumen oder besser den einerseits verbrannten und andererseits nicht vereinnahmten Millionen nachweinen. Ein Neubeginn nach Corona kann nur mit einer neuen kompetenten Führungsmannschaft möglichst mit Stallgeruch gelingen.

12.05.2020 - 19:04 - jso59

für diesen finanziellen Zustand ist nur ein Mann auf Schalke verantwortlich "CT"