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Straelener Abstieg? Für Inka Grings kein Thema

Krystian Wozniak
10. April 2019, 10:38 Uhr

Foto: Fabian Strauch

Seit dem 1. April ist die frühere Fußball-Nationalspielerin Inka Grings Trainerin beim Männer-Regionalligisten SV Straelen. Wir haben uns mit der ersten Frau in der Fußball-Regionalliga unterhalten.

Das Grings-Debüt ging in die Hose. Straelen verlor am vergangenen Wochenende mit 0:2 gegen Verl. Am Samstag (14) geht es in die ehemalige Bundeshauptstadt zum Bonner SC. 

Für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen absolvierte Grings zwischen 1996 und 2012 insgesamt 96 Spiele, erzielte dabei 64 Tore. Nach ihrer aktiven Karriere wurde die gebürtige Düsseldorferin Trainerin der Frauen-Bundesliga-Mannschaft des MSV Duisburg. Im Jahr 2017 wechselte sie zu den männlichen B-Junioren von Viktoria Köln. Am Saisonende stieg ihre Mannschaft ab und sie kehrte dem Verein nach nur einem Jahr den Rücken. Nun ist Grings Trainerin des SV Straelen

Sind Sie eigentlich nach Ihrem ersten Spiel gegen Verl nackten Männern in der Kabine begegnet?
(lacht) Leider nur traurigen Männern, weil wir 0:2 verloren haben. Im Ernst: Wir sind Sportler und machen uns über solche Banalitäten keine Gedanken. Mal davon abgesehen bin ich vierzig Jahre jung, ich hab schon mal einen Nackten Mann gesehen (lacht).

Ihre Mannschaft ist seit dem 8. Dezember 2018 ohne Sieg. Spüren Sie das in den Einheiten?
Klar. Die Verunsicherung ist da. Aber die Jungs machen hervorragend mit. Sie tun, machen und wollen. Ich sehe in jeder Einheit den Ehrgeiz und die Bereitschaft. Wir wollen uns schon am Samstag in Bonn belohnen. Leider stehen uns mit Adli Lachheb und Kai Schwertfeger zwei wichtige Spieler nicht zur Verfügung.

Straelen liegt nur zwei Punkte vor dem Abstiegsplatz. Wäre ein Abstieg auch eine persönliche Niederlage für Sie?

Mit so etwas beschäftige ich mich nicht. Wir haben noch sechs Spiele und alles in der eigenen Hand. Wir werden jetzt noch einmal härter arbeiten und auch zwei Einheiten am Tag einlegen. Wir sind für den Abstiegskampf gerüstet und wollen am Ende über dem Strich stehen.

Würden Sie denn auch im Falle eines Abstiegs in Straelen weitermachen?

Wie gesagt: Das sind Fragen, die ich nach dem 18. Mai, unserem letzten Ligaspiel in Wattenscheid, beantworten kann.

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