Hermann Tecklenburg, Vorsitzender des SV Straelen, ist trotz des vorzeitigen Klassenerhalts und dem Einzug ins Finale des Niederrheinpokals nicht mit der Saison zufrieden. 

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Straelen-Boss: "Regionalligisten haben bluten müssen"

Damian Ozako
27. Mai 2021, 17:00 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann / FUNKE Foto Services

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Hermann Tecklenburg, Vorsitzender des SV Straelen, ist trotz des vorzeitigen Klassenerhalts und dem Einzug ins Finale des Niederrheinpokals nicht mit der Saison zufrieden. 

Auf der Pressekonferenz vor dem Niederrheinpokalfinale zwischen dem Wuppertaler SV und dem SV Straelen (Samstag, 13.05 Uhr) hat sich Hermann Tecklenburg zur finanziellen Situation des SVS geäußert. “Dass die Regionalligisten in dieser Saison haben bluten müssen, ist ja logisch. Auch der SV Straelen hat dieses Jahr einen Verlust in Höhe von 150.000 bis 200.000 Euro erlitten”, gab sich der Vorsitzende des SV Straelen ziemlich offen. Ein Sieg gegen Wuppertal würde eine finanziell große Hilfe darstellen. Der Klub ist nur einen Sieg von der Teilnahme am DFB-Pokal entfernt. “Wenn wir die Hauptrunde erreichen würden, würde die Summe sicherlich für einen entsprechenden Ausgleich sorgen. Aber dafür müssen wir erstmal am Samstag gewinnen”, erklärte er weiter. Die Teilnahme würde rund 130.000 Euro in die Klubkassen spülen.

Die Pandemie hat auch in Straelen ihre Spuren hinterlassen. Die fehlenden Zuschauereinnahmen haben den Klub getroffen. “Obwohl wir im Schnitt nur 1000 oder maximal 1200 Zuschauer haben”, fügte Tecklenburg an. Doch auch deren Fehlen macht sich bei einer Saison mit 20 Heimspielen bemerkbar. Generell sei es für ihn überraschend, wie viele Fußballfans es dann doch in Straelen gibt. “Ja, die Geschichte des SV Straelen ist schon sehr interessant. Bis vor zwei Jahren hat jeder in Straelen gesagt, dass es mein Verein sei. Nachdem wir aber vor zwei Jahren aufgestiegen sind, war es unser Verein”, gab er an.

Tecklenburg nicht zufrieden

Der SV Straelen kann auf eine ordentliche Saison zurückblicken. In der Regionalliga konnte sich der Klub vom Niederrhein vorzeitig den Klassenerhalt sichern und dank eines Überraschungserfolges gegen den großen Favoriten Rot-Weiss Essen steht die Elf von Benedict Weeks im Pokalfinale. Auf die Frage, ob es die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte sei, antwortete Tecklenburg überraschend.

“Wie immer bin ich nicht zufrieden”, erklärte er und fuhr fort: “Also ich habe mir eine Saison zwischen Platz fünf und zehn ausgerechnet.” Aktuell belegt der Verein Rang 14. “Wenn ich mich an das Spiel gegen RWE erinnere, haben wir alle die Qualität des SV Straelen gesehen. Und die habe ich mir über die gesamte Saison erhofft”, betonte Tecklenburg.

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27.05.2021 - 20:08 - Hildorado

Lieber Herr Tecklenburg- nicht nur die Regionalligisten und der sv Straelen haben bluten müssen. Auch die Oberligisten, , Landesligisten, Bezirksligisten ,Kreisligisten
und die Jugend bluten. Oder meinen Sie denen geht es besser????