DFB-Pokal

Stolz überwiegt bei Schweinfurt nach Pleite auf Schalke

Justus Heinisch
04. November 2020, 08:00 Uhr
Tobias Strobl ist der Trainer des 1. FC Schweinfurt. Foto: dpa

Tobias Strobl ist der Trainer des 1. FC Schweinfurt. Foto: dpa

Der 1. FC Schweinfurt 05 verlor in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 1:4 gegen Schalke 04 - bekam nach dem Spiel allerdings viel Lob für den Auftritt. So bewertete der Trainer das Pokalaus.

Auch wenn sich das Endergebnis (4:1) deutlich las, war es alles andere als eine klare Angelegenheit zwischen dem Bundesligisten Schalke 04 und dem Regionalligisten 1. FC Schweinfurt. "Genau das haben wir uns vorgenommen - dass wir mutig auftreten wollen und dann schauen, wo unsere Grenzen sind", sagte Trainer Tobias Strobl nach der Partie am "Sky"-Mikrofon.

Besagte Grenzen bekam Schweinfurt erst spät aufgezeigt. Zu Beginn hatte der Underdog mehr von der Partie und ging verdient in Führung (37.). Die mutige Gangart wurde belohnt. Die krisengeplagten Knappen kamen mit ihr nicht zurecht. "Wir wussten schon, dass so eine Negativspirale beim Gegner schon etwas ausmacht und dass eine gewisse Verunsicherung da ist. Wir wollten ihnen keine Sicherheit geben", erklärte Strobl die Marschrichtung der "Schnüdel".

Doch mit der Führung kam der Gedanke, dass es nun etwas zu verlieren gebe. Der Kopf setzte ein. Schalke glich zwei Minuten später aus und legte kurz darauf sogar das 2:1 nach. "Das hat schon ein bisschen weh getan in der Halbzeit", berichtete Strobl.

Trotzdem glaubte Schweinfurt an die Sensation. In der 69. hatte der 1. FC die große Chance auf den Ausgleich. Amar Suljic scheiterte mit seinem Elfmeter jedoch an Ralf Fährmann. "Es hat sich der Torwart verdient, dass er diesen Ball hält", so Strobl fair. Respekt zollte er vor allem Suljic. Es lastete schließlich großer Druck auf dem Schützen. Die Begegnung wurde live übertragen. Das ist sonst nicht der Alltag von Schweinfurt 05.

"Es war schade, aber das ist ein Lernfaktor für die Zukunft", ergänzte Strobl. Stichwort Zukunft: Wann er das nächste Mal mit seiner Mannschaft auf dem Rasen stehen darf, steht noch nicht fest. Am Montag verkündete der Bayerische Fußball-Verband, die Winterpause vorzuziehen.

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04.11.2020 - 09:20 - easybyter

Wenn ein 4.1 keine klare Angelegenheit ist, was denn dann? Gut,Schweinfurt hat Schalke in den ersten 30 Minuten Probleme bereitet und auch noch das Führungstor erzielt. Aber dann kam doch außer diesem fragwürdigen Elfmeter nicht mehr viel. Ich habe jedenfalls keine nennenswerte Torchance gesehen. Schalke hingegen hatte neben den 4 Toren noch mindestens 2 hochkarätige Chancen, hätte das Spiel also noch klarer gewinnen können. Der Schiedsrichter war auch sehr sparsam mit den gelben Karten. Wenn jemand den Gegner von hinten in die Beine tritt und keine Chance hat, das Spiegerät noch zu erreichen, dann ist das Gelb. Das sollte man dem Herrn einmal in einer Nachschulung beibringen.

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