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Sterkrade 06/07-Coach: "Fußball mit Wurst und Bier ist Stück Kultur"

Leon Peters
01. Januar 2021, 17:00 Uhr
Will mit der SpVgg Sterkrade 06/07 im nächsten Jahr angreifen: Trainer Lars Mühlbauer. Foto: Oliver Müller

Will mit der SpVgg Sterkrade 06/07 im nächsten Jahr angreifen: Trainer Lars Mühlbauer. Foto: Oliver Müller

Dicht hinter dem Bottroper Spitzentrio VfB, Fortuna und Rhenania folgt in der Bezirksliga Niederrhein 8 die SpVgg Sterkrade 06/07 auf dem vierten Platz. RevierSport hat mit Coach Lars Mühlbauer über die laufende Saison und die Ziele für das Jahr 2021 gesprochen.

Lars Mühlbauer, die Saison wurde Anfang November erneut unterbrochen. Was war bisher Ihr Moment der Hinrunde?

Am fünften Spieltag haben wir beim SC 20 Oberhausen in Unterzahl mit 3:1 gewonnen. Das hat gezeigt, dass wir mit dem nötigen Willen immer bestehen können, auch mit einem Mann weniger. Das besonders Emotionale waren unsere beiden Tore in den Schlussminuten, durch die wir die Partie dann im Endeffekt für uns entschieden haben.

Was wünschen Sie sich für das Fußballjahr 2021?
Wir führen gerade mit den Spielern Gespräche über ihren Verbleib. Viele sind mir schon gefolgt, ich habe auch schon verlängert. Ich bin ja noch relativ neu im Verein. Man sieht auf jeden Fall, dass die Mannschaft sich weiterentwickelt. Wir wollen im neuen Jahr definitiv angreifen. Wie die Saison genau weitergeht, weiß man ja nicht, ich rechne damit, dass wir diesmal nur die Hinrunde über die Bühne bekommen.

Auch Sie als Amateurtrainer und Ihre Spieler sind fußballverrückt. Wie erleben Sie diese unfreiwillige, lange Pause?

Das tut natürlich weh. Das Training und allgemein das Beisammensein, der Austausch untereinander fehlt uns allen enorm. Wir haben einmal in der Woche ein gemeinsames Zoom-Training, sodass die Jungs fit bleiben. Wichtig ist, mit jedem der Spieler den Kontakt aufrecht zu erhalten.

Glauben Sie, dass nach der Pause die Begeisterung für den Fußball noch überall vorhanden ist? Oder schadet die Krise dem Sport allgemein?
Das ist zugegebenermaßen eine schwierige Frage. Ich gehe aber davon aus, dass die Freude am Fußball ungebrochen sein wird. Das Interesse an diesem Sport ist immer da. Man vermisst, wenn man Fernsehen guckt schon die Stimmung, wobei mich auch das Gecoache am Seitenrand interessiert, dass jetzt durch die fehlenden Zuschauer besser zu hören ist. Aber wenn irgendwann die Stimmung in die Stadien zurückkehrt, wird auch das Interesse automatisch wieder kommen. Und im Amateursport ist der Sonntag mit Fußball, Wurst und Bier einfach ein Stück Kultur. Ich bin optimistisch, zumindest für den Zuschauerandrang auf unserer Anlage, denn ich kann mich noch an das erste Spiel nach dem Restart im Frühjahr erinnern, wo es sehr voll bei uns war.

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