04.12.2018

Traditionsmasters

Stefan Lorenz hat ein Rot-Weisses Herz

Foto: Thorsten Tillmann

Stefan Lorenz, der ehemalige Spieler und Co-Trainer von RW Essen, freut sich darauf, für seinen ehemaligen Verein beim NRW-Traditionsmasters aufzulaufen.

94 Spiele für RW Essen, zwischenzeitlich Co-Trainer der Rot-Weissen und heute angestellt bei der Essener Stauder. Bei solch einer Vita schlägt das Herz eines jeden Essener Fans höher. Sie gehört Stefan Lorenz. Noch heute läuft der 37-Jährige für den Verein an der Hafenstraße auf, in der Traditionself. Eine Veranstaltung, die fest in Lorenz‘ Terminkalender eingeplant ist, ist das NRWTraditionsmasters.


Und das habe mehrere Gründe, sagt Lorenz. „Zum einen ist es jedes Mal aufs Neue ein Höhepunkt mit den Ikonen von RWE zusammenzuspielen“, erklärt er. Die vielen Geschichten, die sich die alten Stars von der Hafenstraße zu erzählen haben, bringen immer wieder neue Anekdoten hervor. „Und unsere Kameradschaft ist riesig. Egal, ob wir damals schon zusammengespielt haben oder erst jetzt in der Traditionself: Wir verstehen uns alle sehr gut.“

Zum anderen ist es das Turnier selbst, sagt Lorenz. „Die Halle ist toll, die Atmosphäre überragend. Es ist immer wieder schön, so nah bei den Fans zu sein“, sagt er lachend. Auch sportlich habe das NRW-Traditionsmasters einen enormen Reiz. „Beim Traditionsmasters wollen immer alle aus unserem Kader dabei sein“, erklärt der ehemalige Abwehrspieler. „Wir treffen da auch auf alte Rivalen, das macht immer wieder Spaß.“

Sportlich weniger Spaß mache dagegen derzeit die Regionalliga-Elf der Rot-Weissen, das muss auch Lorenz zugeben. Zwischen 2015 und 2016 war der 37-Jährige noch Co-Trainer an der Hafenstraße. Mittlerweile verfolgt er die Spiele des Regionalligisten als Fan. „Das tut definitiv weh, dass wir da im Regionalliga-Mittelfeld rumdümpeln“, gibt Lorenz zu. „Das ist einfach schade. Wir sehnen uns alle nach Profifußball.“

Der Anspruch solle in Essen eigentlich höher sein, sagt er. Als Kritik an der Vereinsführung will Lorenz das aber nicht verstehen. „Die leistet gute Arbeit.“ Es sei einfach schwierig, sportlich den Schritt „aus dieser Schweineliga“ zu realisieren. Lorenz selber wird daran in naher Zukunft aber nicht wieder mitwirken. Er ist glücklich bei seinem derzeitigen Arbeitgeber.

Lorenz ist gebürtiger Berliner, im Herzen aber mittlerweile ein wahrer Essener. „Mir haben schon viele gesagt, dass sie neidisch darauf sind, was ich alles in Essen mache“, sagt er und lacht dabei. „Ich bin sehr nah an RWE dabei, auch durch meinen jetzigen Arbeitgeber. Essen ist einfach eine sympathische Stadt.“ RS

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