Starker Einstand als Nummer eins für Nübel

20.01.2019

Schalke-Noten

Starker Einstand als Nummer eins für Nübel

Foto: Firo

Der FC Schalke 04 hat zum Rückrundenauftakt einen wichtigen 2:1-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg gefeiert. Das Torwart-Experiment von Trainer Domenico Tedesco ging gut. Die Einzelkritik.

Die Noten der Schalke-Profis in der Übersicht:


Alexander Nübel (2): Ein starker Einstand als Nummer eins. Riesenparade nach fünf Minuten, als er den Kopfball von Admir Mehmedi über die Latte lenkte. Sofort gab es Nübel-Sprechchöre aus der Kurve. Als Yannick Gerhardt nach 27 Minuten frei vor ihm stand, wartete er lange und wehrte den Ball ab. Nach der Pause nur noch selten gefordert.

Daniel Caligiuri (2): Übernahm nach acht Minuten Verantwortung, als er zum Elfmeter antrat und zum 1:0 traf. Vor dem Gegentor zum 1:1 stand er aber schlecht, als Admir Mehmedi den Pfosten traf. Krönte seine starke Leistung mit dem Tor zum 2:1. Eine Kopie seines Treffers beim legendären 4:4 in Dortmund.

Salif Sané (4): Wurde rechtzeitig fit und gewann in der Defensive viele Kopfbälle. Nach einer halben Stunde allerdings mit einem riskanten Ballverlust im Mittelfeld und auch sonst mit einigen Unkonzentriertheiten.

Matija Nastasic (3-): Rutschte nach 39 Minuten am Ball vorbei, als Daniel Caligiuri einen Freistoß vor das Tor brachte. Der Serbe ist eben kein Torjäger. In der Abwehr stand er größtenteils sicher.

Bastian Oczipka (4): Ein sehr unauffälliges Spiel des Linksverteidigers. Er hatte seine linke Seite meistens im Griff, ohne dabei aber auch nur einen Hauch von Gefahr nach vorne auszustrahlen. Im Gegenteil: Sein misslungenes Anspiel auf Steven Skrzybski nach 68 Minuten war nicht sein einziger Schnitzer.

Benjamin Stambouli (3-): Der Franzose führte Schalke als Kapitän aufs Feld und schaltete beim Gegentor zum 1:1 zu spät. Ansonsten erledigte er seine Aufgaben in der Defensive recht zuverlässig und warf sich in jeden Ball.

Sebastian Rudy (4): Seine auffälligste Aktion hatte er im ersten Durchgang, als er den Ball fair ins Aus spielte, weil Wolfsburgs Admir Mehmedi behandelt werden musste. Nach der Pause traf er per Kopf nach einer Ecke die Latte und kam insgesamt etwas besser in die Partie.

Mark Uth (bis 90., 4): Der Nationalspieler war bemüht, aber setzte kaum Akzente. Hatte nach der Pause zu Beginn der zweiten Hälfte mit einem Kopfball die große Chance zum 2:1, Koen Casteels hielt stark.

Alessandro Schöpf (4): Holte den Elfmeter heraus, den Caligiuri zum 1:0 verwandelte. Er war wie immer pausenlos unterwegs, spielte aber einige Fehlpässe über kurze Distanz. Ein glanzloser Auftritt des Österreichers.

Weston McKennie (bis 90., 3): Viele seiner Pässe kamen nicht an. Die Wolfsburger Verteidiger waren im direkten Duell meistens die klaren Punktsieger. Die Vorarbeit zum 2:1 war aber einfach klasse. Er nahm in der eigenen Hälfte Fahrt auf und spielte im richtigen Moment rechts raus auf Daniel Caligiuri, der zum Sieg traf.

Steven Skrzybski (bis 90., 4): Setzte vor dem Elfmeterpfiff nach provozierte somit das Foul an Alessandro Schöpf. Sein Schuss nach zwölf Minuten war zu unplatziert. Skrzybski bekam nicht die Anspiele, die sich ein Stürmer wünscht.

Autor: Christoph Winkel

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20.01.2019 - 21:51 - GSVB

Also so schlecht wie hier dargestellt war Rudy nicht. Er hat Schwächen, wenn es ums Körperliche geht. Aber wenn er heute den Ball hatte, verlor er auch bei mehreren Gegenspielern oder engen Situationen meist nicht die Nerven, vor allem in der zweiten Hälfte. Da hat er viele Situationen gut gelöst. Ab und an kam auch mal ein guter Pass nach vorne über mehr als fünf Meter an.
Caligiuri hingegen hat zwar zwei Tore gemacht, aber dafür ansonsten oft falsch gestanden und viele Ballverluste gehabt. Ob die beiden Tore nun eine 2 rechtfertigen, sei jetzt mal dahin gestellt.

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