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Starke MSV-Aufholjagd - enttäuschende Kulisse

Fabian Kleintges-Topoll
20. April 2019, 14:57 Uhr

Foto: firo

Es sollte das große Abstiegs-Endspiel des 30. Zweitligaspieltags werden. Nach dem 2:2-Unentschieden (0:1) gegen den direkten Konkurrenten SV Sandhausen verpasste der MSV Duisburg den ganz großen Befreiungsschlag. Die Analyse.

Enttäuschung des Spiels: Die Zuschauerzahl. Nur 12.000 Karten wurden im Vorfeld verkauft. Bei herrlichem Frühlingswetter fanden gerade mal 13.295 Fans den Weg in die Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena. Für ein Spiel dieser großen Bedeutung definitiv ausbaufähig. Gegen Köln strömten noch über 26.000 Anhänger ins Stadion. Der Saisondurchschnitt lag vor der Partie übrigens bei 15.729.

Rückhalt des Spiels:
Wie schon beim spektakulären 4:4 gegen Köln läuteten die MSV-Fans den Abstiegskrimi gegen den SVS mit einer Choreografie ein. Der Glaube und das Vertrauen war da. Auch die Gästefans forderten eine klare Botschaft: "Gemeinsam unten raus!" Ein zutreffendes Motto für beide Teams.

Schock des Spiels: Aus Sicht der Zebras schon nach 28 Minuten, als Sandhausen-Knipser Andrew Wooten den Gast aus Baden-Württemberg eiskalt mit 1:0 in Führung schoss. Besonders bitter: Der MSV hatte bis zu diesem Zeitpunkt mehr vom Spiel.

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Rückkehrer des Spiels: Dustin Bomheuer feierte sein Comeback in der Innenverteidigung. Duisburgs Nummer vier fehlte seit dem 24. Februar wegen Oberschenkelproblemen. Am Samstag rückte der Abwehrmann für den zuletzt schwachen Enis Hajri in die erste Elf und erwischte einen rabenschwarzen Tag. Beim 0:1 ließ sich Bomheuer viel zu einfach ausdribbeln. Zudem verschuldete er den von Wooten verwandelten fälligen Elfmeter zum 0:2 (62.). Auch Borys Tashchy stand nach seinem Sehnenriss erstmals seit November (14. Spieltag) wieder im Kader. Nach 72 Minuten feierte der Stürmer ebenfalls seine persönliche Rückkehr.

Manko des Spiels: Die Offensive des MSV. Gegen Köln begeisterten die Zebras noch mit sehenswertem Offensivfußball. In Paderborn und gegen Sandhausen zeigte sich die Lieberknecht-Elf zwar bemüht, im Spiel nach vorne über weite Strecken aber wieder mal viel zu harmlos. Die Fans wurden im Laufe des Spiels immer unruhiger. Verständlich. Trotzdem gab es noch ein Happy End! Den Anschlusstreffer schoss Havard Nielsen (71.). Der eingewechselte Ahmet Engin hatte nach 77 Minuten sogar noch den Ausgleich auf dem Fuß und vergab frei vor dem Tor. Den erzielte dann Kevin Wolze per Handelfmeter.

Kommentar des Spiels
: Christoph Reichwein via Twitter: „Man stelle sich vor, es würde nun auch noch regnen. Dementsprechend ist das Wetter ja immerhin etwas…“

Die Konsequenz:
Nach Kevin Wolzes spätem Ausgleich vom Punkt muss der MSV am Sonntag auf Patzer der Konkurrenz hoffen, um den Drei-Punkte-Abstand auf Platz 16 nicht noch größer werden zu lassen. Die 3. Liga rückt sonst immer näher.

Autor: Fabian Kleintges-Topoll

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21.04.2019 - 07:43 - Alt Zebra

Tja lapofgods bei Lieberknecht Endscheidet nicht die Leistung sondern wie in der Nationalmannschaft die Lieblinge des Trainers.Nur da hat der druck der Medien und Fans geholfen das jetzt Junge Hungrige Spieler mit Super Leistungen wieder Spielen.Deine tolle Abwehr mit Wiegel,Wolze,Bomheuer,und Nauber haben letzte Saison 56 Tore Kassiert und die Saison werden sie die noch übertreffen.Schlechter hätte es Seo,Regäsel,Gembalis auch nicht machen können.Ich glaube du bist kein MSV Fan denn du möchtest garnicht das wir weniger Tore Kassieren,mehr Schießen.Oder bist du einer von den Vollidioten die Pyros Zünden und dem MSV viel Geld Kosten.

20.04.2019 - 22:51 - lapofgods

Aha, über Fehler der Langzeitverletzten Bomheuer (2 Monate) und Baffoe (länger) muss man sich nicht wundern aber mit dem Langzeitverletzten Tashchy (5 Monate) geht es jetzt vielleicht aufwärts. Klingt durchdacht.

Aber wie wenig müssen wohl die Trainingsleistungen Seos versprechen, wenn er an den von Jürgen Scalicky seit 2 Jahren permanent kritisierten Wiegel, Wolze und Co. unter 2 Trainern nicht vorbeikommt? Eine Offenbarung war der nun wirklich nicht. Mal gucken, ob der es nächstes Jahr packt oder weg ist.

Gyau hat heute tatsächlich mal Belebung gebracht. Zum 1.Mal seit jenem Regensburg-Spiel. Danach sind all seine Einsätze sang- und klanglos verpufft. Und seine 1.Aktion heute war auch alles andere als ein Geniestreich.

20.04.2019 - 20:49 - Alt Zebra

Wenn Lieberknecht denn Langzeitverletzten Bomheuer Seo vorzieht muß er sich nicht Wundern wenn der einen Raben Schwarzen Tag hat, bei Baffoe haben wir das ja auch schon erlebt.Das Bomheuer keine 2 Liga Tauglichkeit hat hat er ja schon oft bewiesen.Was Nielsen kann hat er bewiesen,warum der auf der Bank war weiß nur Lieberknecht.Wenn mann Sieht wie Gyau das Spiel belebt hat ,kann man nicht Verstehen warum er auf der Bank versauert.Lieberknecht lässt lieber Wiegel ,Wolze,Schnellhardt Spielen die diese Saison ihre 2 Liga Tauglichkeit noch nicht unter Beweis gestellt haben.Wenn man nach der letzten Saison mit 56 Gegentoren immer noch die gleichen Spieler Spielen lässt der braucht sich nicht über die jetzt schon wieder 56 Tore zu Wundern.Die frage ist doch warum wurden Überhaupt Verteidiger geholt wenn doch keiner Spielt.Vieleicht geht es ja jetzt mit Tashchy aufwärts.Und wenn gegen Bielefeld Seo, Nielsen und Gembalis wenn Fit Spielt sehe ich gute Chancen für eine Sieg.

20.04.2019 - 17:26 - Dramazebra

Noch sind die Zebras nicht weg, auch wenn der Glaube langsam fehlt. Das ist eine typische Sch...Saison, in der alles schiefläuft. Manche Kommentare kommen wahrscheinlich von frustrierten Fans der versunkenen Traditionsvereine ...Vielleicht können wir ja Euren Frust mit der Relegation ein bisschen steigern;-)

20.04.2019 - 16:35 - Julius.Oppermann

@bossparade: Ich bin ganz Ihrer Meinung und Sie haben die richtige Einstellung. Es ist ein Trauerspiel, was aus diesem Club (einst mit Krämer, Bella, Rühl, Manglitz, Gecks, Bregmann etc.) geworden ist, wobei ich es sogar als Wunder empfand, dass der MSV nochmal ein Jahr 2. Liga spielen durfte. Es wird aber auf sehr lange Zeit das letzte Jahr gewesen sein.
Die meisten Bürger in Duisburg dürften ohnehin andere Sorgen haben als Geld für diese Kicks auszugeben.

20.04.2019 - 16:22 - bossprada

#Ömmes
Wo ich besser aufgehoben bin , entscheide ich ganz alleine , dazu brauche ich keinen primitiven Anschub von Ihnen.
Es geht so oder so in die dritte Liga.
Schöne Grüße vom Strand , mit einer guten Tasse Cappuccino in der Hand wünscht .......
Über 40 Jahre MSV sind genug und wie schon angekündigt bleibe ich den Spielen fern , da sich nichts ändert.

20.04.2019 - 15:57 - lapofgods

Die Leidenszeit wäre auch dann nicht vorbei, denn es stehen ja noch 4 Spiele aus, die ziemlich sicher auf einem ähnlich faszinierenden Niveau gespielt werden.

20.04.2019 - 15:46 - 050505

Zum Glück sind die bald weg vom Fenster.

20.04.2019 - 15:30 - Ömmes V.

Genau...trottelprada. Solche Fans brauchen wir. Die den Abstieg herbeisehnen. Geh doch bitte nächste Saison nach D'dorf und guck dir die scheissfortuna oder die High Society aus Uerdingen an. Da biste besser aufgehoben...

20.04.2019 - 15:14 - bossprada

Hoffentlich gewinnt morgen Magdeburg , damit die Leidenszeit vorbei ist. 6 Punkte und das schlechtere Torverhältnis dürften dann wohl nicht mehr aufzuholen sein.