Stambouli ist Schalkes Monsieur „100 Prozent“

06.11.2018

S04

Stambouli ist Schalkes Monsieur „100 Prozent“

Foto: Getty Images

Benjamin Stambouli spielte schon für vier Klubs im Europapokal – bei Schalke ist er richtig angekommen. Gegen Galatasaray ist er wieder Kapitän.

Der Mann mit den meisten Europapokal-Einsätzen für Schalke 04 im aktuellen Kader ist Ralf Fährmann (36 Spiele). Wenn es aber um die vielfältigste internationale Erfahrung geht, dann kommt man an Benjamin Stambouli nicht vorbei.

Der 28 Jahre alte Franzose hat bereits mit vier verschiedenen Vereinen im Europapokal gespielt: Mit HSC Montpellier (Saison 2012/13), Paris Saint-Germain (2015/16) und jetzt Schalke 04 sogar in der Champions League, mit Tottenham Hotspur (2014/15) immerhin in der Europa League.


Wenn Stambouli die Schalker Mannschaft an diesem Dienstag (21 Uhr/ Sky) in der ausverkauften Arena gegen Galatasaray Istanbul wie erwartet als Kapitän aufs Spielfeld führt, dann wird das bereits das 26. Europapokal-Spiel für den weit gereisten Franzosen, der in der Champions League 2012/13 mit Montpellier sogar auch einmal gegen Schalke spielte (2:2/ 1:1).

Damals mit Stambouli in einem Team: Younes Belhanda, der heute bei Galatasaray spielt und mit dem es jetzt ein Wiedersehen in der Arena gibt. „Wir kennen uns, seit wir beide 14 waren“, sagt Stambouli über Belhanda, der ja zwischenzeitlich auch mal auf Schalke war.

Schalke-Trainer Tedesco macht auch an Stambouli den Aufschwung fest

Stambouli schätzt bei Galatasaray aber nicht nur Belhanda. „Sie haben viele gute Spieler. Besonders Rodrigues ist ein super Spieler, von dem ich mir viele Videos angesehen habe.“ Aber Stambouli ist sicher: „Mit unserer Qualität können wir ein gutes Spiel machen.“ Und Galatasaray schlagen – das wäre für Schalke ein Riesenschritt auf dem Weg ins Achtelfinale.

Dass es bei Schalke mittlerweile wieder etwas besser läuft,macht Trainer Domenico Tedesco auch an der Rückkehr von Stambouli fest, der vor zwei Wochen beim Hinspiel in Istanbul (0:0) sein Comeback nach einer schweren Syndesmose-Verletzung gab. „Es war ein großes Unglück, dass er uns am Anfang der Saison ausgefallen ist“, sagt Tedesco: „Wir haben es wenig angesprochen, wie sehr er uns gefehlt hat.“ Das sieht man jetzt: In den drei Spielen, in denen Stambouli nun wieder mitgewirkt hat, gab es lediglich ein Gegentor. Schalkes Trainer nennt den 28-Jährigen „einen Leader“ und hält ein großes Loblied, als er von der WAZ gebeten wird, Stamboulis Vorzüge aufzuzählen. Die reichen von „super in der Spieleröffnung“ bis „wichtig für die Kontersicherung“.

Darum lief es am Anfang für ihn nicht rund auf Schalke

Dabei war Stambouli, der 2016 für 8,5 Millionen Euro aus Paris nach Schalke kam, zunächst eher ein Mitläufer – in seiner ersten Saison war er mit sich selbst auch nicht zufrieden. Heute sagt er: „Die Bundesliga ist anders als das, was ich vorher kannte. Ich muss ein bisschen Zeit haben und brauche eine gute Beziehung zu dem, was ich habe. Wenn ich mich gut fühle, ist mein Spiel auch besser.“

Das alles hat der Franzose mittlerweile auf Schalke gefunden: Trainer Tedesco und Manager Heidel waren die größten Fürsprecher von Stambouli, der für sich nach zweieinhalb Jahren in Königsblau nun feststellt: „Jetzt fühle ich mich mit 100 Prozent auf Schalke.“

Autor: Manfred Hendriock

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