Landesliga

Spvgg. Sterkrade-Nord ist nach der Hinserie voll im Soll

16. Januar 2019, 07:00 Uhr

Foto: Christoph Wojtyczka

Der Landesligist hat nach einem schwierigen Saisonstart wieder in die Erfolgsspur gefunden. Trainer Markus Kowalczyk: „Wir sind sehr gut dabei.“

 Markus Kowalczyk ist zufrieden. „Unser Ziel war es oben mitzuspielen - unter den ersten Fünf. Das haben wir geschafft“, zieht der Trainer des Fußball-Landesligisten Spvgg. Sterkrade-Nord zur Winterpause Bilanz. Die Schmachtendorfer liegen zur Halbserie mit 34 Punkten auf Rang vier und damit voll im Soll. „Wir sind sehr gut dabei“, kann er optimistisch in die bevorstehende Rückrunde gehen.

Mit dabei ist dann auch ein altbekanntes Gesicht: Stefan Jagalski kehrt bekanntlich an die Lütticher Straße zurück (wir berichteten). Der Mittelfeldspieler hat sich beim Oberligisten TV Jahn Hiesfeld nicht durchsetzen können und möchte bei der Spvgg. an seine vergangene erfolgreiche Zeit anknüpfen. Für Nord definitiv eine Bereicherung.


Gesprächsbedarf nach dem 0:5 gegen den SV Sonsbeck

Dabei sah es zu Beginn noch nicht so gut aus. Am 3. Spieltag verlor Sterkrade-Nord zu Hause überraschend mit 0:3 gegen Aufsteiger Genc Osman und nach dem 0:5 auf eigenem Geläuf gegen den SV Sonsbeck herrschte Gesprächsbedarf.

Das war am 7. Spieltag und zu dem Zeitpunkt schienen die Schmachtendorfer eher in Abstiegsgefahr zu geraten. Doch eine Serie von sieben ungeschlagenen Spielen hievte die Kowalczyk-Elf in der Tabelle ins obere Drittel. Selbst der unangefochtene Spitzenreiter FC Kray konnte die Spvgg. nicht stoppen und verlor am 10. Spieltag in der Kray-Arena mit 0:1.

Nicht nur in diesem Spiel, sondern in diesen Wochen entpuppte sich einer als ein extrem zuverlässiger Rückhalt: Torwart Marcel Dietz befand sich in überragender Form und ließ die gegnerischen Stürmer ein ums andere Mal verzweifeln. Torjäger Oguzhan Cuhaci hatte mit elf Treffern ebenfalls großen Anteil der erfolgreichen Hinserie.

Klare Schlappe im Topspiel

Am letzten Spieltag vor der Winterpause empfingen die Schmachtendorfer im Topspiel die Sportfreunde Niederwenigern. Hier traf der Tabellendritte auf den Vierten. Zwar verloren die Nordler klar mit 2:7, aber das trübte nicht die Stimmungslage. Kowalczyk zeigte Verständnis und nahm seine Akteure in Schutz. „Bei uns war der Akku leer. Viele Spieler sind einfach auf dem Zahnfleisch gegangen“, sagte er damals.

In den letzten beiden Begegnungen war Hilal Ali Khan wieder mit von der Partie. Der Spielmacher hatte sich im Sommer den Mittelfuß gebrochen und fehlte seiner Mannschaft deshalb lange. Marcel Vogel hat die Spvgg. indes zwischenzeitlich verlassen. Nach einer Meinungsverschiedenheit mit Kowalczyk zog es ihn zum Liga-Konkurrenten Duisburg 1900.

Prognose: Platz vier spiegelt genau die Möglichkeiten des Vereins wider

Im Vergleich zu Arminia Klosterhardt und Königshardt muss man sich um die Nordler sportlich keine Sorgen machen. Die Mannschaft zählt zu den spielstärksten der Liga. Für den ganz großen Coup fehlt allerdings die Qualität in der Breite. Da sind die Mannschaften wie Liga-Primus Kray, der SV Sonsbeck oder auch eben Niederwenigern der Spvgg. Sterkrade-Nord voraus. Deswegen spiegelt der aktuelle Tabellenplatz vier genau die Möglichkeiten des Vereins wider. Das vor der Saison ausgegebene Ziel, unter den ersten Fünf mitzumischen, war realistisch und vernünftig. Die Schmachtendorfer werden auch am Ende der Saison einen Platz im oberen Tabellendrittel einnehmen.


Autor: Marc Guntermann

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