Bei der SpVgg Steele ist einiges anders als in der verkorksten letzten Saison – vor dem Spiel gegen den hochgehandelten VfB Frohnhausen steht der Vorjahres-Sechzehnte auf Platz drei der Landesliga Niederrhein 3. Trainer Dirk Möllensiep warnt nun vor möglicher Arroganz in seinem Team. 

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SpVgg Steele vor Duell mit Frohnhausen: „Elf Punkte reichen nicht für den Klassenerhalt“

RevierSport
15. Oktober 2020, 12:31 Uhr
Foto: Michael Gohl

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Bei der SpVgg Steele ist einiges anders als in der verkorksten letzten Saison – vor dem Spiel gegen den hochgehandelten VfB Frohnhausen steht der Vorjahres-Sechzehnte auf Platz drei der Landesliga Niederrhein 3. Trainer Dirk Möllensiep warnt nun vor möglicher Arroganz in seinem Team. 

Diesen Saisonstart hätte Dirk Möllensiep, langjähriger Trainer der SpVgg Steele, wohl vor dem Auftakt ohne Weiteres unterschrieben: Nach einer von Verletzungspech geplagten Vorsaison, in der der damalige Aufsteiger Platz 16 belegte und ohne den coronabedingten Saisonabbruch zurück in die Bezirksliga abgestiegen wäre, steht die Mannschaft aus dem Essener Osten nach sechs Spielen mit elf Punkten – das sind elf mehr als letztes Jahr zu diesem Zeitpunkt – auf dem dritten Tabellenplatz der Landesliga Niederrhein 3. 


Dazu ist die Möllensiep-Elf seit vier Spielen ungeschlagen und egalisierte am vergangenen Wochenende bei Ex-Tabellenführer Arminia Klosterhardt einen 0:2-Rückstand – Endergebnis 2:2. Der Trainer sieht in dieser Spielzeit vor allem in der Kaderbesetzung den entscheidenden Vorteil gegenüber der letzten Saison. „Wir sind in der Breite deutlich besser aufgestellt und können etwaige Ausfälle auch eher kompensieren als vor einem Jahr“, berichtet der 50-Jährige. Doch auch die Leistungen und Trainingseinheiten sagen dem Übungsgleiter derzeit zu. „Die Jungs zeigen eine hohe Trainingsbeteiligung und reißen sich, auf gut Deutsch gesagt, den Arsch auf“, lobt Möllensiep.

Klar ist: Wer einmal einen Lauf hat, der schöpft Selbstvertrauen. So geht es auch der SpVgg Steele, die in dieser Saison erst eine Niederlage hinnehmen musste, die letzten vier Partien aber allesamt nicht verloren hat. Vor dem 2:2 in Klosterhardt holte der letztjährige Abstiegskandidat gar drei Siege. „Das ist natürlich logisch, dass wenn man einmal so eine Serie hinlegt, die Brust breiter wird. Doch wir müssen aufpassen, jetzt nicht in die Arroganz hineinzurutschen. Elf Punkte haben noch niemandem zum Klassenerhalt gereicht, der nach wie vor unser priorisiertes Ziel ist“, stellt Möllensiep klar. 

Wichtig sei es zudem, auch in den Schwächephasen, „die definitiv noch kommen werden“, so der Coach, der Mannschaft Mut zuzusprechen. „Wenn es läuft, loben dich alle, das ist ja auch einfach. Aber wir als Trainerteam müssen auch da sein, wenn wir stolpern. Erst das zeichnet ein gutes Trainerteam aus“, weiß der Trainer.

Möllensiep rechnet gegen den VfB mit Spiel auf Augenhöhe

Stolpern will die SpVgg Steele jedoch am besten erst einmal nicht – auch nicht im Spiel am Sonntag (15:30 Uhr) im eigenen Sportpark gegen den vor der Saison hochgehandelten VfB Frohnhausen. Möllensiep, der in der Saison 2011/12 die A-Jugend des VfB trainierte, hat noch engen Kontakt zu seinem Ex-Verein. „Die Verbindung zu Frohnhausen ist nie abgebrochen. Die beiden Vereine unterstützen sich auch in vielen Fällen, zum Beispiel in dieser schwierigen Corona-Zeit. Ich würde schon sagen, dass das auch ein Prestige-Duell ist“, urteilt der SpVgg-Coach vor dem Stadtduell mit dem Tabellenvorletzten. 


Beim Team von Trainer Issam Said läuft es bisher noch nicht so richtig: Aus sechs Spielen konnten nur sechs Punkte mitgenommen werden. „Der VfB hat natürlich mit dem erfahrenen Issa Issa, der auch stark über die Mentalität kommt, einen großen Ausfall zu kompensieren. Ich denke, ihnen fehlt aktuell vielleicht ein Taktgeber auf dem Platz“, vermutet Möllensiep, der trotz der Tabellensituation ein Spiel auf Augenhöhe erwartet: „Das wird ein enges Spiel in einer engen Liga.“

Fehlen wird bei der Spielvereinigung neben ein paar angeschlagenen Stammspielern Stürmer Jonas Lippeck, der aus dem Klosterhardt-Spiel eine Knieprellung davontrug. 

Autor: Leon Peters

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