Westfalenliga 2

SpVg. Hagen hat schnell in höhere Spielklasse eingefunden

16. November 2020, 17:10 Uhr
Ex-Profi Gaetano Manno schnürt für den Westfalenligisten immer noch seine Schuhe. Symbolfoto: Markus Weissenfels

Ex-Profi Gaetano Manno schnürt für den Westfalenligisten immer noch seine Schuhe. Symbolfoto: Markus Weissenfels

Die SpVg. Hagen steht als Aufsteiger in die Westalenliga 2 auf einem Platz im Tabellenmittelfeld. Trainer Stefan Mroß merkt jedoch auch, dass in der höheren Spielklasse jedoch ein anderer Wind weht.

Nachdem die SpVg. Hagen 1911 den Durchmarsch von der Bezirksliga in die Westfalenliga 2 geschafft hat, verweilt das Team während der Saisonpause nun auf einem soliden neunten Tabellenplatz. Die Mannschaft von Trainer Stefan Mroß hat sich als Aufsteiger schnell eingewöhnt in der höheren Spielklasse: „Wir wollten in der Liga erst einmal ankommen, insofern sind wir vom Saisonverlauf bislang völlig zufrieden. Deshalb hoffen wir, dass die Saison zeitnah weitergeht.“

Nach acht Spielen gab es für die Hagener bereits vier Siege, jedoch folgte nach einem 5:0 Auswärtserfolg beim SV Rot-Weiß Deuten zuletzt ein bitterer 2:7-Dämpfer gegen den Spitzenreiter TuS Bövinghausen. „In diesem Spiel war ein Klassenunterschied zu erkennen, das muss man so klar sagen“, meint Mroß.

Obwohl die bisherigen Ergebnisse in dieser frühen Saisonphase bislang gut für die Hagener waren, spürt das Team von Trainer Mroß den Ligaunterschied: „Für viele Spieler ist das ein Lerneffekt. Da merkt man schon, dass der Eine oder Andere bereits an seine Grenzen kommt.“ Der Hagen-Trainer weiß, dass die Erwartungen des Vereins nicht unrealistisch in die Höhe geschraubt werden, auch wenn mit Berkant Canbulut und vor allem Ex-Profi Gaetano Manno zwei Spieler im Kader sind, die höherklassig erfahren sind: „Es wäre natürlich schön, wenn wir unter die ersten Acht oder die ersten Zehn kommen, aber wir denken auch von Spiel zu Spiel.“

In jedem dieser Spiele lautet die Devise der Hagener: Alles oder nichts. „Wir gehen in jedes Spiel so rein, dass wir gewinnen wollen“, sagt Mroß. Dementsprechend endete für die SpVg. Hagen bisher kein Spiel mit einem Unentschieden.

Damit die Fitness der Spieler während der Corona-Pause nicht nachlässt, wird nun viermal die Woche trainiert: Zwei Laufeinheiten und zwei Athletikeinheiten per Videokonferenz stehen für die Mroß-Truppe auf dem Programm. Der Trainer kontrolliert den Stand der Dinge online mithilfe eines Polarsensors, den die Spieler beim Laufen an einem Oberarmgurt tragen: „Wir verlassen uns dabei aber auch darauf, dass die Jungs gemerkt haben, wir sind nicht mehr in der Landesliga und dass sie dementsprechend auch an sich arbeiten wollen.“

Zwar trainiert das Team im Augenblick sehr intensiv, jedoch erwartet Mroß keine Saisonfortsetzung im Dezember. „Ich glaube am schlausten wäre es, erst im Februar weiterzumachen“, sagt er. „Dann sollte es ohne viel Stress gehen, nur die Hinrunde auszuspielen.“ Der Hagen-Trainer zweifelt ohnehin an einen bedeutungsvollen Unterschied zwischen Heim- und Auswärtsspiel, da es keine Zuschauer gibt. Somit fände er es ausreichend, nur die Hinrunde auszutragen hinsichtlich der Pandemie-Situation.

Mehr Kulanz seitens des Verbandes erhofft sich Mroß jedoch bezüglich der Spielabsagen bei Corona-Verdachtsfällen: „Wenn ein Spieler ausfällt, weil er in Quarantäne ist, trainiert die Mannschaft ja trotzdem weiter. Dann könnte man auch spielen oder man sagt die Saison komplett ab, weil man sich denkt, es sei zu gefährlich.“


Autor: Kai Fedrau

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