Nach Minister-Gipfel

Pause? Lage in der Regionalliga immer noch unklar

28. Oktober 2020, 16:50 Uhr
Ob die Stadien in der Regionalliga West im November geschlossen werden, steht noch nicht fest. Foto: Gero Helm

Ob die Stadien in der Regionalliga West im November geschlossen werden, steht noch nicht fest. Foto: Gero Helm

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten haben sich auf ein Lockdown-Datum geeinigt: Ab dem kommenden Montag, 2. November, sollen neue Maßnahmen gelten - auch für den Fußball. Die Lage in der Regionalliga West ist weiterhin unklar.

Die Corona-Pandemie verfolgt auch den Fußball. Allen voran den Amateurfußball. Aktuell steht eine Spielpause zur Debatte. Am Mittwoch haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer darauf geeinigt, dass sie angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen den Profisport im November nur noch ohne Zuschauer zulassen. Das gilt auch für die Fußballbundesliga. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den virtuellen Beratungen von der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Was das für den Amateurfußball bedeutet, steht offiziell noch nicht fest. Es ist aber mittlerweile ein offenes Geheimnis, dass die Amateurfußballer im Monat November pausieren werden. Schließlich wollen Bund und Länder alle Freizeiteinrichtungen schließen. Die Regelung betreffe auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb.

Der Fußballverband Niederrhein, in Person des Verbandschef Peter Frymuth, ist seit Montag auf diese neuen Maßnahmen und Auswirkungen vorbereitet. "Wir müssen sensibel sein und bleiben, das Geschehen ist eben dynamisch. Die aktuelle Corona-Verfügungslage in NRW gilt noch bis zum 31. Oktober - eine neue soll in den kommenden Tagen folgen. Wir sollten die neue Lage abwarten und dann mit unseren spielleitenden Stellen beraten", sagte Frymuth.

So äußert sich der Verantwortliche für die Regionalliga West

Heißt nach aktuellem Stand: 1. 2. und 3. Liga spielen ihren Spielplan weiter runter - nur ohne jegliche Zuschauer. Ab der 5. Liga bis zur Kreisliga C wird im Monat November pausiert. Bleibt die Frage: was passiert mit den Regionalligen? Aus unserer Ruhrgebiets-, NRW-Sicht: was bedeuten die neuen Corona-Maßnahmen von Bund und Länder für die Regionalliga West?

RevierSport hat am Mittwoch, 28. Oktober 2020 um 16.30 Uhr mit Manfred Schnieders gesprochen. Der Vorsitzende des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV), der für die Regionalliga West zuständig ist, sagt: "Dass es in den ersten drei Ligen wohl ohne Zuschauer weitergehen wird, scheint beschlossen zu sein. Die Amateure sollen im November pausieren. Was jedoch mit der Regionalliga passiert, ist noch nicht klar. Ich habe heute mit der Staatskanzlei telefoniert und es ist noch keine Entscheidung gefallen. Wir müssen uns da noch ein, zwei Tage gedulden. Mehr kann ich aktuell zu diesem Thema nicht sagen."

Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen und Co. müssen sich weiterhin gedulden.




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29.10.2020 - 08:47 - Micki1805

Herr Schnieders erzählt auch immer - der hat nichts zu bestimmen - wenn das Land und der Bund sagen, dass die Amateure nicht mehr spielen im November, dann ist es so.
Es wurde immer vom Verband gesagt, dass die Regionalliga gleichgestellt ist mit der Kreisliga. Ist eine Frechheit vom Verband - aber da merkt man, dass der Verband wieder überfordert ist. Das Beste wäre, wenn die Regionalliga dem DFB zugehört, dann würden diese Probleme nicht auftreten.
Ich bin mal gespannt, ob der Herr Schnieder sich nicht wieder zu weit aus dem Fenster gelehnt hat.

28.10.2020 - 17:19 - thokau

Dieser Kommentar wurde entfernt.