Nicht nur die Seniorenteams warten auf eine Entscheidung des FVN, auch in der Jugend gibt es noch viele offene Fragen. So zum Beispiel die nach Auf- und Abstieg.

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So plant der FVN bei einem Saisonabbruch in der Jugend

Stefan Loyda
13. Mai 2020, 12:58 Uhr
Bei einem Saison-Abbruch dürfte sich die U19 von Rot-Weiss Essen über den Aufstieg in die Bundesliga freuen. Foto: Michael Gohl

Bei einem Saison-Abbruch dürfte sich die U19 von Rot-Weiss Essen über den Aufstieg in die Bundesliga freuen. Foto: Michael Gohl

Nicht nur die Seniorenteams warten auf eine Entscheidung des FVN, auch in der Jugend gibt es noch viele offene Fragen. So zum Beispiel die nach Auf- und Abstieg.

Am Dienstag hat der Fußballverband Niederrhein den Vereinen aus seinem Gebiet zwei mögliche Szenarien zur Abstimmung gegeben. Möglichkeit A beinhaltet einen Saisonabbruch, bei dem es Auf-, aber keine Absteiger gibt. Bei der anderen Alternative würde die Saison beendet, wenn es weitergehen kann, allerdings würde die Saison 20/21 verkürzt. Bis kommenden Freitag haben die Vereine des FVN nun Zeit, über das weitere Vorgehen abzustimmen.

Absteiger gehen nun in die Quali

Ein wenig missverständlich ist jedoch der Zusatz im Jugendfußball formuliert. „Sind in den Durchführungsbestimmungen der jeweiligen Jugendspielklasse Qualifikationsspiele vorgesehen, bleibt der direkte Aufstieg und der direkte Abstieg unberücksichtigt“, heißt es dort. Damit ist jedoch nicht gemeint, dass es keine Auf- und Absteiger im Juniorenbereich gibt. Doch was heißt es genau?

Nehmen wir als Beispiel die A-Jugend Niederrheinliga. Dort steht Rot-Weiss Essen mit neun Punkten auf dem ersten Platz. Würde die Saison abgebrochen, wären die Bergeborbecker in jedem Fall Erster. Beim Aufstieg in die U19-Bundesliga sind keine Qualifikationsspiele vorgesehen, also würden die Essener direkt aufsteigen. Die Plätze sieben bis zehn gehen mit den in den Leistungsklassen qualifizierten Teams in die Qualifkationsspiele um die verbleibenden Niederrheinliga-Startplätze. Normalerweise wären die Plätze elf bis 14 direkte Absteiger. Da der direkte Absteiger nicht mehr berücksichtigt wird gehen nun auch diese Teams in die Qualifikationsspiele für die Niederrheinliga. Profiteur in der A-Jugend wäre da beispielsweise der ASV Einigkeit Süchteln, der mit drei Punkten aus 18 Spielen auf dem letzten Platz steht, aber immer noch die Klasse halten kann.

Qualifikationsspiele vor der neuen Saison

Ähnlich ist es in den Leistungs- und Kreisklassen, bei denen es keine direkten Auf- und Absteiger gibt. Die dort platzierten Teams nehmen an der Qualifikation für die Leistungsklasse teil. Wie das genau aussieht, also in wie vielen Gruppen mit wie vielen Mannschaften, werden die Kreise in ihren Durchführungsbestimmungen festlegen. Die Qualifikationsspiele werden, wenn es nach der Corona-Krise wieder geht, vor der neuen Saison ausgetragen.

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