Torhüter Zlatan Alomerovic durchlief die Dortmunder Jugend, kam jedoch nie wirklich im Kasten der Profis an. Mittlerweile hat der Ex-BVB-Keeper sein Glück gefunden - in Polens erster Liga. 

Neuer Vertrag in Polen

So läuft es bei Ex-BVB-Keeper Zlatan Alomerovic

Tizian Canizales
28. Mai 2020, 13:17 Uhr
Zlatan Alomerovic, hier noch im Trikot des Bundesligisten Borussia Dortmund, hat seinen Vertrag bei Lechia Danzig vorzeitig verlängert. Foto: WAZ/Fotopool

Zlatan Alomerovic, hier noch im Trikot des Bundesligisten Borussia Dortmund, hat seinen Vertrag bei Lechia Danzig vorzeitig verlängert. Foto: WAZ/Fotopool

Torhüter Zlatan Alomerovic durchlief die Dortmunder Jugend, kam jedoch nie wirklich im Kasten der Profis an. Mittlerweile hat der Ex-BVB-Keeper sein Glück gefunden - in Polens erster Liga. 

Seit Sommer 2018 steht Ex-BVB-Keeper Zlatan Alomerovic für den polnischen Ostseeklub Lechia Gdansk (Danzig) zwischen den Pfosten. Auch wenn er in dieser Saison in gerade einmal sechs von 26 Ligaspielen auflief, hat er jüngst seinen Vertrag vorzeitig verlängert. „Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, das mir der Trainer und der Verein entgegenbringen. Unsere gemeinsame Zeit begann sehr gut mit dem Gewinn des polnischen Pokals. Ich hoffe, dass es uns gemeinsam mit Lechia gelingen wird, weitere Titel zu gewinnen“, sagte Alomerovic gegenüber dem Internetportal "transfermarkt.de", nachdem er sein neues Arbeitspapier bis zum Sommer 2023 unterschrieben hatte. 

Pokalsieg und Pyro-Attacke

Der 28-Jährige erlebte in Polen bereits einige Höhen und Tiefen. So gelang ihm im Mai 2019 mit Lechia der Gewinn des polnischen Pokals. Ex-Hannoveraner-Stürmer Arthur Sobiech besorgte gegen Jagiellonia Bialystok nach 96 Minuten den Siegtreffer und auch Torhüter Alomerovic überzeugte. "Es war eine schöne Atmosphäre. Der Pokal hat in Polen durch den Final-Ort Warschauer Nationalstadion mehr und mehr an Wert gewonnen. Wir sind froh, dass wir das Ding geholt haben (...)", sagte er damals gegenüber RevierSport. 

Einen negativen Höhepunkt gab es allerdings auch schon. Im September 2019 wurde er während des Derbys von Lechia Danzig gegen Gryf Wejherowo von Chaoten mit Leuchtraketen angegriffen. "Das war absoluter Wahnsinn. Unfassbar! Ich habe gesehen, wie die zwei vorherigen Raketen in die Luft gingen. Die dritte Rakete ging dann in meine Richtung. Man wollte mich treffen. Ich habe das Geschoss im letzten Augenblick gesehen und bin instinktiv zur Seite gesprungen. Das Ding flog vielleicht einen halben Meter an meiner Hüfte vorbei. Ich will mir gar nicht ausmalen, was da hätte passieren können. Ich hatte in diesem Augenblick große Angst", erklärte er da fassungslos. 

In Dortmund und Kaiserslautern nicht durchgesetzt

Ansonsten konnte er sich aber glücklicherweise auf das Sportliche konzentrieren. Aktuell muss er sich hinter seinem Torwartkonkurrenten Dusan Kuciak anstellen. Diese Rolle kennt Alomerovic bereits aus Dortmund. Da stieß er als U-23-Keeper zur ersten Mannschaft, schaffte es dort jedoch nicht, sich als Stammkeeper zu etablieren. Während er in der 3. Liga gesetzt war, blieb ihm bei den Profis nur die Rolle als dritter Torwart. So wechselte er zur Saison 2015/16 zum 1. FC Kaiserslautern, wo er allerdings auch nur auf einen Zweitligaeinsatz kam. 


Erst beim polnischen Erstligisten Korona Kielce, bei dem er die Saison 2017/18 verbachte, sollte er Erstligaerfahrungen sammeln. In 21 Ligaspielen blieb er sieben Mal ohne Gegentor und wechselte nach der Spielzeit zu Ligakonkurrent Lechia Danzig, wo er nun also bis mindestens 2023 bleiben soll. 

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