Die Hammer Spielvereinigung steht auf dem letzten Platz der Oberliga Westfalen - und deshalb in einem Schwebezustand. So reagiert der Klub auf die Corona-Pandemie.

Oberliga Westfalen

So geht die Hammer SpVg mit der Corona-Krise um

Justus Heinisch
24. März 2020, 06:40 Uhr
Chiquinho ist der Sportliche Leiter der Hammer SpVg. Hier ist er im Dress der Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach. Foto: Thorsten Tillmann

Chiquinho ist der Sportliche Leiter der Hammer SpVg. Hier ist er im Dress der Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach. Foto: Thorsten Tillmann

Die Hammer Spielvereinigung steht auf dem letzten Platz der Oberliga Westfalen - und deshalb in einem Schwebezustand. So reagiert der Klub auf die Corona-Pandemie.

Nein, es ist bislang ganz und gar nicht die Saison der Hammer Spielvereinigung. Umbruch, Trainerwechsel und kein Sieg in der gesamten Saison ergeben in der Summe den letzten Tabellenplatz in der Oberliga Westfalen. Lediglich fünf Zähler holte der Klub in 20 Spielen.

Der Ball ruht aufgrund der Corona-Pandemie auf der ganzen Fußballwelt. Dafür werden zahlreiche Gedankenspiele durchdekliniert. Bei einem Saisonabbruch könnten die Ligen beispielsweise aufgestockt werden, die Teams im Keller bleiben drin. Für Chiquinho, Sportlicher Leiter bei der HSV, sind das alles nur "Spekulationen", an denen er sich nicht beteiligen möchte: "Man weiß einfach nicht, wie es weitergeht. Das Wichtigste, nämlich die Gesundheit, geht vor. Man muss jetzt abwarten."

Der Schwebezustand, in dem sich die HSV - wie alle anderen Vereine auch - derzeit befindet, erleichtert die Aufgabe des Sportlichen Leiters nicht wirklich. In welcher Liga geht es weiter? Und vor allem: Wann geht es überhaupt weiter? "Wir sind immer über das Telefon zusammen und sprechen viel untereinander", erklärt Chiquinho. Doch was die Zukunft bringe, das kann im Moment eben keiner sagen.

Mannschaft macht es dem neuen Trainer leicht

Was dagegen klar ist: Die Hammer Mannschaft lebt. Und das, obwohl die Ergebnisse zuletzt noch immer ausblieben. Trotz des Trainerwechsels. Im Winter trennte sich der Verein von René Lewejohann, Steven Degelmann übernahm.

"Die Mannschaft hat schon immer gut mit den Trainern zusammengearbeitet, auch damals mit René", berichtet Chiquinho, der als Profi unter anderem für Borussia Mönchengladbach und Rot-Weiß Oberhausen auflief. "Sie hat den neuen Trainer super aufgenommen. Auch die Stimmung ist nach wie vor gut. Die Jungs sind motiviert und haben im Training immer mitgezogen."

Zwei Pflichtspiele hat die Spielvereinigung unter Degelmann in diesem Jahr absolviert. Es setzte ein 0:2 gegen den TuS Erndtebrück und ein 0:4 gegen Kaan-Marienborn. Chiquinho ist sich sicher: Vieles sei einfach Kopfsache. "Bei den Ergebnissen sind die Spieler teilweise gelähmt", so der 46-Jährige.

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