Nach dieser Saison beendet Patrick Fabian seine bemerkenswerte Karriere. Der Innenverteidiger des VfL Bochum absolvierte beim 2:2 gegen die SpVgg Greuther Fürth sein letztes Heimspiel für den Fußball-Zweitligisten. Ein emotionales Ereignis, wie er nach dem Spiel zugab.

Bochum

So emotional war das letzte Heimspiel für VfL-Legende Patrick Fabian

Dominik Hamers
21. Juni 2020, 18:47 Uhr
Patrick Fabian umarmt VfL-Torhüter Manuel Riemann. Foto: dpa

Patrick Fabian umarmt VfL-Torhüter Manuel Riemann. Foto: dpa

Nach dieser Saison beendet Patrick Fabian seine bemerkenswerte Karriere. Der Innenverteidiger des VfL Bochum absolvierte beim 2:2 gegen die SpVgg Greuther Fürth sein letztes Heimspiel für den Fußball-Zweitligisten. Ein emotionales Ereignis, wie er nach dem Spiel zugab.

Um Patrick Fabian wurde es in dem Moment ganz still. Der 32-Jährige sollte den Moment, als der Schlusspfiff ertönte und damit sein letztes Heimspiel für den VfL Bochum beendet war, später als „bewegend“ beschreiben. Dabei war die trostlose Kulisse eine unwürdige angesichts der Größe der Karriere, deren wichtigstes Kapitel in diesem Moment beendet war. „Das war mein letztes Heimspiel in meinem Wohnzimmer“, presste Fabian im Gespräch mit der Sportschau hervor.

Deutlich höher soll der Geräuschpegel in den vergangenen Tagen gewesen sein. Zum einen hatten die Social-Media-Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten sich im Netz mit einem emotionalen Video von dem langjährigen Profi verabschiedet und dessen Karriere gewürdigt. Zum anderen hatten VfL-Fans ein Spruchband für den Innenverteidiger, der zukünftig Assistent der Geschäftsführung sein wird, am Trainingsplatz aufgehängt. „Was in den letzten Tagen an Resonanz kam, war überwältigend. Das hat mir gezeigt, dass ich etwas hinterlassen habe als Mensch“, sagte Fabian.

Fabian erlitt vier Kreuzbandrisse

Fabian galt als Publikumsliebling. Auch dann, wenn er mal Fehler machte. In Bochum schätzte man den treuen VfL-Fußballer, der dem Klub rund 20 Jahre die Treue hielt. Umgekehrt hielt der Verein auch zu ihm: Trotz physischer und mentaler Rückschläge (Fabian kämpfte sich viermal nach Kreuzbandrissen zurück auf den Platz) hielt die Verbindung zwischen Spieler und Klub.

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„Das macht mich natürlich stolz, weil das heutzutage nicht selbstverständlich ist“, so Fabian nach dem 2:2 gegen Fürth. Er schloss an: „Ich kann mit viel Stolz auf die ganze Zeit zurückblicken und sagen, dass es sich gelohnt hat, immer wieder zu kämpfen.“ Freilich: Er hätte sich gewünscht, dass es bei seinem Abschied lauter gewesen wäre. „Ich hätte mir gewünscht, dass das Stadion voll ist“, gab er zu, ehe er ein Versprechen nachschob: „Ich hätte mich gern von den Fans verabschiedet. Aber das holen wir nach.“

dh/gp

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