Der kometenhafte Aufstieg des RSV Meinerzhagen begann im Jahr 2015. Wenig später setzte der Klub zum Durchmarsch in die Oberliga Westfalen an. Nun winkt sogar die Regionalliga. Fisnik Zejnullahu war von Anfang an mit dabei.

Oberliga Westfalen

So bewertet Meinerzhagens Zejnullahu die Arbeit seines Kumpels Nuri Sahin

Justus Heinisch
23. März 2020, 12:58 Uhr
Fisnik Zejnullahu beim Eckball. Er spielt für den RSV Meinerzhagen. Foto: RSV Meinerzhagen

Fisnik Zejnullahu beim Eckball. Er spielt für den RSV Meinerzhagen. Foto: RSV Meinerzhagen

Der kometenhafte Aufstieg des RSV Meinerzhagen begann im Jahr 2015. Wenig später setzte der Klub zum Durchmarsch in die Oberliga Westfalen an. Nun winkt sogar die Regionalliga. Fisnik Zejnullahu war von Anfang an mit dabei.

Seit Kindesbeinen ist Zejnullahu mit Nuri Sahin befreundet. Beide spielten zusammen in der Kreisauswahl. Und auch in den späteren Jahren verloren sich Zejnullahu und Sahin nie so wirklich aus den Augen. Auch wenn der eine in der Bundesliga durchstartete. Vor fünf Jahren rief der Profifußballer seinen alten Kumpel an und fragte ihn, ob er nicht nach Meinerzhagen kommen wolle. Zejnullahu wollte.

"Ich hätte nie gedacht, dass das solche Dimensionen annimmt", blickt Zejnullahu heute zurück. Damals, vor fünf Jahren, spielte der RSV Meinerzhagen in der Bezirksliga. Dann folgte der Ritt in die Oberliga. "Ich bin jetzt im fünften Jahr hier. Was Nuri da macht, das kann man mit keinem Geld der Welt ersetzen", sagt Zejnullahu über Macher Sahin und ergänzt: "Das hört sich immer nach einer schönen Geschichte an. Aber da ist eine Menge Arbeit mit verbunden."

Arbeit, die Sahin nicht alleine geleistet hat. Im Gegenteil. "Wir haben eine super Trainingsbeteilung und eine hohe Qualität. Das, was wir hier für einen Staff und eine Mannschaft haben, ist eine geile Sache", verteilt Zejnullahu ein Pauschallob an das Team um das Team.

"Jeder von uns hat seine Opfer gebracht"

Der 32-Jährige merkt an: "Jeder von uns hat seine Opfer gebracht." Von der Mannschaft, die in der Bezirksliga spielte, sind nur noch eine handvoll Spieler im Verein. Der RSV ist kein normaler Oberligist. Zejnullahu weiß das.


Er selbst ging in der Jugend nach Bochum, erzielte für den VfL in der A-Jugend in einer Saison 21 Tore. Dann zog er weiter zur Reserve von Borussia Dortmund. Es folgten Westfalia Herne, Germania Gladbeck, Westfalen- und Landesliga. Zejnullahu hatte mit dem höherklassigen Fußball abgeschlossen. Dann kam Sahins Anruf. Wo Zejnullahus Reise aufhörte, begann die des RSV.

Das nächste gemeinsame Reiseziel könnte die Regionalliga West sein. Ein weiterer Aufstieg winkt: Aufsteiger Meinerzhagen ist Zweiter. "Wenn es so kommt, dann nehmen wir das gerne mit. Wir haben schon hohe Ziele, sind aber demütig", erklärt Zejnullahu, dessen Klub sich während der Spielpause allerdings in einer verzwickten Was-wäre-wenn-Konstellation befindet. Der Dritte, Rot Weiss Ahlen, hat zwei Nachholspiele. Gewinnt RWA beide, dann stünde der Klub auf Platz eins - und Meinerzhagen nur noch auf dem dritten Rang.

Folgt der vierte Aufstieg in Folge?

"Wir bereiten uns gerade auf alle Szenarien vor und hoffen einfach, dass es weitergeht", so Zejnullahu, der in dieser Saison mit einer Knieverletzung zu kämpfen hatte. Jetzt ist er wieder gesund. Und hat noch etwas vor. "Jeder, der mal an die Tür nach oben geklopft hat, der hofft natürlich, dass man es packt. Das ist jetzt länger bei mir her", sagt der Mittelfeldspieler. "Umso schöner ist es, jetzt mit Meinerzhagen noch einmal angreifen zu können."

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