Was für ein Paukenschlag direkt zum Rückrundenstart: Torwart und Kapitän Ralf Fährmann sitzt im Bundesligaspiel des FC Schalke 04 gegen den VfL Wolfsburg nur auf der Bank - Alexander Nübel rückt zwischen die Pfosten.

Schalke

So begründet Tedesco die Fährmann-Degradierung

Andreas Ernst
20. Januar 2019, 17:43 Uhr

Foto: dpa

Was für ein Paukenschlag direkt zum Rückrundenstart: Torwart und Kapitän Ralf Fährmann sitzt im Bundesligaspiel des FC Schalke 04 gegen den VfL Wolfsburg nur auf der Bank - Alexander Nübel rückt zwischen die Pfosten.

Diese viel diskutierte Entscheidung begründete Trainer Domenico Tedesco vor dem Spiel. "Diese Entscheidung ist uns extrem schwer gefallen", sagte Tedesco im Sky-Gespräch. "Doch in den letzten Spielen waren Unsicherheiten dabei.  Wir hatten das Gefühl, dass Ralle nicht frei im Kopf ist." Fährmann hatte sich in der Hinrunde gleich mehrere Schnitzer geleistet. Am fünften Spieltag unterlagen die Königsblauen beim SC Freiburg mit 0:1 (0:0) - vor dem entscheidenden Gegentor hatte der Torwart gepatzt. Auch in den Spielen beim FC Augsburg (1:1) und dem VfB Stuttgart (3:1) sowie gegen Bayer Leverkusen (1:2) sah Fährmann  in einigen Szenen nicht gut aus.


Sportvorstand Heidel war in Tedesco-Entscheidung eingebunden

U21-Nationaltorwart Nübel hatte in der Hinrunde in sechs Pflichtspielen überzeugt, als Fährmann zwischenzeitlich mit einer Adduktorenverletzung ausfiel. Auch in der Vorbereitung hinterließ er den besseren Eindruck. "Alex hat sich die Chance verdient. Er gibt uns aktuell ein besseres Gefühl - nicht mehr, nicht weniger", sagte Tedesco. Die Entscheidung für Nübel müsse nicht endgültig sein. "Das ist eine Momentaufnahme", beteuerte der S04-Trainer.

Sportvorstand Christian Heidel war in Tedescos Entscheidungsfindung eingebunden, wie er erzählte: "Wir haben während der Woche zum ersten Mal darüber gesprochen. Die endgültige Entscheidung fiel am Mittwoch, am Samstag hat Domenico es Ralle gesagt. Es war seine alleinige Entscheidung, die ich zu 100 Prozent mittrage." Tedesco deutete zudem an, dass er Schalkes Jahrhunderttrainer Huub Stevens in seine Gedanken einbezog. 

Noch vor zwei Monaten hatte Schalkes Bosse einen Torwartwechsel nahezu ausgeschlossen. „Wir sehen Alex schon als Torwart für die Zeit nach Ralf Fährmann“, sagte Sportvorstand Christian Heidel. Und Tedesco erklärte: "Ralle ist unser Kapitän und unsere Nummer eins. Alex ist nominell unsere Nummer zwei. Alles andere überlegen wir nicht."

Doch in einer sportlich schwierigen Situation ist selbst der Kapitän nicht mehr gesetzt.

Autor: Andreas Ernst

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren