14.10.2018

Frauen

SGS Essen überzeugt beim 3:2-Sieg gegen Turbine Potsdam

Foto: Michael Gohl

Die SGS Essen überzeugt beim 3:2-Sieg gegen Turbine Potsdam. Dallmann trifft nach dem Länderspiel-Heimauftritt auch in der Liga.

Im zweiten Heimspiel der noch jungen Saison gelang der SGS Essen mit dem 3:2 der erste Sieg im Stadion Essen. Und das gegen Traditionsklub Turbine Potsdam. Durch den Erfolg kletterten die Essenerinnen auf Rang drei.

Trainer Daniel Kraus strahlte nach dem Spiel dann auch mit der Sonne um die Wette. „Ich wusste, dass heute Kleinigkeiten entscheiden würden. Wir haben aber gut die Räume gefunden und in Halbzeit zwei überzeugt“, lobte er.
Seine Schützlinge legten auch gleich los wie die Feuerwehr. Schon nach zwei Minuten hatten die ersten der 1187 Zuschauer den Torschrei auf den Lippen, als Turid Knaak nach gutem Anspiel von Nina Brüggemann vor der gegnerischen Torfrau auftauchte. Die allerdings fing den Ball sicher ab. Und die Dominanz der Essenerinnen blieb auch in den folgenden Minuten sichtbar.

Nach nur elf Minuten brachte Schüller ihre Mannschaft mit 1:0 in Front. Dallmann hatte den Ball in der eigenen Hälfte abgefangen, schickte die Sturmkollegin mit einem Zuckerpass, und die vollendete nach einem Sprint über das halbe Spielfeld unhaltbar für Keeperin Vanessa Fischer ins rechte untere Eck.

Folgenschwerer Fehler im Mittelfeld

Im sicheren Gefühl der Führung folgte aber nur Minuten später ein folgenschwerer Fehler im Mittelfeld. Potsdams Wibke Meister erkämpfte sich den Ball und flankte vors Schönebecker Tor. Der Abwehrversuch von Marina Hegering landete unglücklich im eigenen Kasten, doch die Mittelfeldspielerin hatte Glück im Unglück, da die oftmals unsichere Schiedsrichterin Sina Diekmann in der Situation auf der Höhe des Geschehens war und kurz zuvor auf Abseits erkannt hatte.

Diese Situation brachte allerdings Unruhe ins Schönebecker Spiel, was im Ausgleich nach einer halben Stunde gipfelte. Potsdams Svenja Huth hatte gleich drei Gegnerinnen ins Leere laufen lassen.

Die Antwort der Gastgeberinnen folgte nur drei Minuten nach Wiederanpfiff. „Wir hatten gesagt, dass wir im zweiten Durchgang den Ball weiter gut laufen lassen wollten, und das ist uns auch gut gelungen“, hatte Kraus die Marschrichtung festgelegt. Für den erneuten Führungstreffer benötigte die SGS allerdings keine Ballstafette, Schüller stand goldrichtig und platzierte ihren Fernschuss unhaltbar im Potsdamer Kasten. Und nur zwei Minuten später hätte Dallmann alles klar machen können, doch ihr Kopfball landete diesmal sicher in den Händen der Keeperin.

Doch der Gegentreffer hatte die Gäste sichtlich aufgerüttelt. Chance auf Chance folgte, doch die Hintermannschaft der Gastgeberinnen war gut postiert. Am neuerlichen Ausgleich der Turbinen waren dann aber Abwehr und Torfrau machtlos. Einen Freistoß aus rund 20 Metern hämmerte Rauch nach einer knappen Stunde in die rechte Torecke. Das wiederum brachte die SGS erneut auf den Plan. Ioannidou fing einen Ball im eigenen Strafraum ab, passte auf Dallmann, die ohne große Gegenwehr in den Strafraum gelangte und zum Siegtreffer abzog. „Für die Zuschauer war das ein wunderbares Spiel, in dem es immer hin und her ging. Wir haben einfach zu gravierende Fehler gemacht und daher auch verdient verloren“, erkannte Potsdams Coach Matthias Rudolph am Ende die Niederlage an.

Autor: Petra Köster

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15.10.2018 - 16:02 - Tommy80Dbg

Wie traurig ist das hier. Gibt es nur die SGS in der Bundesliga, oder wieso erwähnt man nicht auch den anderen Revierverein.

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