Ein

1:1 im ersten Heimspiel

SG Wattenscheid 09 hadert mit dem Unentschieden

Stefan Stobbe
13. September 2020, 18:36 Uhr
Die SG Wattenscheid 09 spielte 1:1 gegen Kaan-Marienborn. Foto: Olaf Ziegler

Die SG Wattenscheid 09 spielte 1:1 gegen Kaan-Marienborn. Foto: Olaf Ziegler

Ein "wildes Spiel" in der Oberliga Westfalen zwischen der SG Wattenscheid 09 und dem 1. FC Kaan-Marienborn hätte einen Sieger verdient gehabt - am Ende stand es 1:1.

"Es ist schon wahnsinnig, wie unterschiedlich die Gefühlslage nach einem Unentschieden sein kann", waren die ersten Worte, die Wattenscheids Trainer Christian Britscho nach dem 1:1 (1:0) gegen den 1. FC Kaan-Marienborn einfielen.

Im Gegensatz zu dem 2:2-Remis in der Vorwoche gegen Westfalia Rhynern - das sich für die Schwarz-Weißen "noch wie ein gewonnener Punkt angefühlt hatte", so Torschütze Felix Casalino - hatte die SG Wattenscheid 09 gegen Kaan-Marienborn eher zwei Punkte verloren.

"Die Jungs sind absolut willens gewesen, den Sieg einzufahren", stimmte ihm Britscho zu. Gerade da er ab dem Gegentor (49.) nur noch seine Mannschaft am Drücker gesehen hatte.

Doch wieder blieb es bei der Punkteteilung, mit der beide Trainer im Endeffekt dann doch gut leben konnten. "Wir haben ein gutes Oberliga-Spiel gesehen", sagte FC-Trainer Tobias Wurm. "Beide hätten den Dreier verdient gehabt. Aber wir nehmen den Punkt gerne mit. Das Tor hat uns leider unsere ordentliche erste Halbzeit kaputt gemacht."

Wattenscheid 09 hat das nächste schwere Spiel vor der Brust

Auf das nächste Spiel wollte Britscho noch nicht schauen. "In welcher Einheit misst man eigentlich Adrenalin? Ich bin auf jeden Fall voll davon und will noch gar nicht so weit denken", sagte er mit einem Grinsen.

Dennoch hofft er, dass beim Gastspiel beim FC Gütersloh der erste Dreier der Saison eingefahren werden kann. "Das wird allerdings das nächste schwere Spiel", blickte Britscho dann doch noch vorsichtig voraus.

Auch wenn Britscho mit weiten Teilen des Spiels und dem Einsatz seiner Mannschaft zufrieden war, zeigte er dennoch ein Manko auf. "Mit zunehmender Spieldauer haben uns die letzten Pässe vorne gefehlt. Wir hatten zwar drei, vier gute Situationen, haben sie aber nicht mehr so gut ausgespielt, wie wir es in der ersten Halbzeit gemacht haben", erklärte er.

Ein Sonderlob vergab der SG-Trainer wieder an die Zuschauer, die das erste Mal seit 330 Tagen wieder ein Spiel in der Lorheide verfolgen duften. "Die 300 Leute haben echt alles gegeben. Wir würden uns auch über mehr Zuschauer freuen", meinte er mit Blick auf die mögliche Erhöhung der Einlass-Kapazitäten im Laufe der Woche.

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15.09.2020 - 18:04 - Ballaballa52

Kann man alles so sehen DDE und lohrheide,
Allerdings hat 09 doch zumindest eine erfahrene Innenverteidigung, die sich so schnell nicht verunsichern lassen sollte! Da der Staudt Und der Isik noch länger verletzt sind, muss man wohl auf der TW-Position doch experimentieren. Ansonsten scheint in der neuen Mannschaft fast alles gut abgestimmt, sieht man mal über die noch zum Teil überhastet vergebenen Torchancen hinweg...
Aller Neuanfang ist eben schwer und es wird einem von Anfang an nix geschenkt...

15.09.2020 - 11:40 - DEE DEE EMM

Leider haben die wackeren 09er hier zwei Punkte verschenkt. Eine ansonsten gute Mannschaftsleistung wurde durch einen katastrophalen Torwartfehler geschmälert. Auch sonst strahlte unsere Nr 44 im Tor wenig Ruhe aus. Leider wurde er aber auch oft durch Rückpässe der Mannschaftskollegen in Bedrängnis gebracht. Ich will dem Jungen wirklich nichts Böses, aber ein unsicherer Torhüter stabilisiert die Hintermannschaft kaum. Da ist noch großer Lernbedarf, vielleicht sollte am Sonntag auf der Torwartposition rotiert werden. Da sitzt ein sehr erfahrenen "Schnapper".

13.09.2020 - 21:12 - Lohrheide

Auch wenn sich's ein bisschen lustig anhört: Ich glaube, wir haben dem leichten Favoriten einen Punkt abgenommen. "Oliver" Kaan hat eine eingespielte und erfahrene Oberliga-Truppe, da tun sich unsere uneingespielten Jungspunde noch ein wenig schwer. Aber sieht schon ordentlich aus bei unseren 09ern. Hinten wirkt es nicht immer sicher, der Spielaufbau ist manchmal fehlerhaft und vorne mangelt es ein wenig an Durchsetzungskraft. Aber mit genügend Geduld wird das schon. Und mal im Ernst: wir spielen gegen den Abstieg; da zählt jeder Punkt. Und nun hoffe ich wie viele andere, dass nächste Woche in Gütersloh mehr Zuschauer zugelassen werden. Dann heißt es: 90 Minuten Dauersupport für unsere neue, sympathische und engagierte Truppe!