Die SG Finnentrop/Bamenohl steht nach dem Aufstieg in die Oberliga Westfalen vor dem größten Abenteuer der Vereinsgeschichte. Trainer Ralf Behle zieht einen Vergleich mit einem ehemaligen Bundesligisten und kündigt Spektakel an.

Westfalen

SG Finnentrop/Bamenohl: So tickt der Oberliga-Aufsteiger aus der Provinz

Julian Preuß
18. Juli 2020, 12:00 Uhr
Die SG Finnentrop/Bamenohl (grüne Trikots) spielt in der kommenden Saison in der Oberliga Westfalen. Foto: Biene Hagel

Die SG Finnentrop/Bamenohl (grüne Trikots) spielt in der kommenden Saison in der Oberliga Westfalen. Foto: Biene Hagel

Die SG Finnentrop/Bamenohl steht nach dem Aufstieg in die Oberliga Westfalen vor dem größten Abenteuer der Vereinsgeschichte. Trainer Ralf Behle zieht einen Vergleich mit einem ehemaligen Bundesligisten und kündigt Spektakel an.

Als die Spieler des 1. FC Kaiserslautern am Ende der Saison 1997/98 die Meisterschale in den Himmel recken durften, glich das einem Wunder. Noch nie zuvor war es einer Mannschaft gelungen, direkt nach dem Aufstieg Deutscher Meister zu werden. Es ist eine nahezu märchenhafte Geschichte, der sich auch Ralf Behle bedient. Mit versucht der Trainer der SG Finnentrop/Bamenohl zu beschreiben, welche Gefühlslage im Verein nach dem Aufstieg in die Oberliga Westfalen herrscht. 

Mit einem Schnitt von 2,48 Punkten beendeten die Sauerländer aus dem Kreis Olpe die Saison vor dem DSC Wanne-Eickel auf dem ersten Platz der Westfalenliga 2. Von Tag zu Tag steigt die Vorfreude bei Behle und seiner Truppe auf den Start in Westfalens Oberhaus. Doch wie tickt der Aufsteiger aus der sauerländischen Fußballprovinz?

Behle will auch in der Oberliga Offensiv-Fußball bieten

„In den vergangenen Jahren standen wir für guten Offensiv-Fußball und auch das ein oder andere Spektakel“, erinnert sich Behle und kündigt an: „Diesen Kurs werden wir beibehalten.“ Die Zahlen der SG sprechen für sich. Bis zum Abbruch absolvierten die Finnentroper 21 Partien, in denen sie satte 62 Tore erzielten. Das torreichste Spiel entschied die Behle-Elf mit 7:4 gegen den TuS Nordvesta Sinsen für sich. „Zuletzt haben wir es auch geschafft, an der Balance zwischen Defensive und Offensive zu arbeiten. In der letzten Spielzeit hatten wir die zweitbeste Abwehr“, erinnert sich der Finnentroper Trainer, der die Oberliga als Bonus für die harte Arbeit der vergangenen Jahre sieht. 

„Schon die Westfalenliga war für uns ein Bonus. Wir definieren uns über unsere Entwicklung. Deshalb formulieren wir auch keine Ziele“, meint Behle und ergänzt: „Man kann viel über Platzierungen sprechen. Den Klassenerhalt hat aber noch kein Verein durch Reden geschafft.“ Behle möchte seine Mannschaft lieber auf dem Rasen die Antwort auf die Frage geben lassen, in welche Richtung sich die Premierensaison in der Oberliga entwickelt. 

Behle: „Durch Corona fangen wir gefühlt bei -40 an“

Verzichten muss Behle dabei auf Tim und Mike Schrage. Der achtfache Torschütze Tim Schrage wechselt zu Ligakonkurrent TuS Erndtebrück. Die neue Station von Mike Schrage ist noch unbekannt. Mit neun Neuzugängen fallen die Veränderungen im Kader der SG Finnentrop/Bamenohl vergleichsweise groß aus. „Das ist schon etwas ungewöhnlich für uns“, erklärt Behle, der die achteinhalb Wochen lange Vorbereitung dafür nutzen möchte, um Defizite aufzuarbeiten. „Durch Corona fangen wir nicht bei 0, sondern bei gefühlt -40 an.“ Trotzdem zeigt er sich zuversichtlich, dass sein Team auch in der neuen Oberliga-Saison wieder das ein oder andere Spektakel abbrennt. 

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