OL NR

SF Niederwenigern: Kraushaar trotz Abstiegsplatz zufrieden

Stefan Loyda
29. Dezember 2020, 07:00 Uhr
Marcel Kraushaar, Trainer der Sportfreunde Niederwenigern. Foto: Walter Fischer

Marcel Kraushaar, Trainer der Sportfreunde Niederwenigern. Foto: Walter Fischer

Im zweiten Jahr sind die Sportfreunde Niederwenigern in der Oberliga Niederrhein angekommen. Auch wenn die Hattinger auf einem Abstiegsplatz stehen, läuft es einiges besser als die Hinrunde im vergangenen Jahr, die mit einem Punkt endete. Wir haben mit Trainer Marcel Kraushaar gesprochen.

Marcel Kraushaar, die Saison wurde erneut unterbrochen. Wie lautet Ihr Fazit für die Hinrunde?
Wir haben vor der Saison schon gesagt, dass wir sehr dankbar in diese Saison gehen, dass wir überhaupt noch ein Jahr Oberliga spielen dürfen, trotz der eindeutigen Tabelle in der vergangenen Saison. Wir konnten schon mit einem Gefühl in die Weihnachtsferien gehen, dass es deutlich offener ist als letztes Jahr. Wir hatten einige richtig gute Spiele, leider aber auch den einen oder anderen gebrauchten Tag dabei gehabt. Wir können mit der Entwicklung zufrieden sein, sind auf einem guten Weg, aber wir brauchen eine kleine Anstrengung, um in der Liga zu bleiben.

Was wünschen Sie sich für das Fußballjahr 2021?

Erst einmal hoffe ich, dass alle gesund bleiben, aber auch insbesondere, dass wieder Fußball gespielt werden kann. Aus sportlicher Sicht, hoffe ich, dass wir uns in der Oberliga halten können. Wenn man noch zwölf Spiele macht, sind noch viele Punkte drin.

Wie soll die Saison beendet werden?

Ich würde mir wünschen, wie es auch mal vorgesehen war, dass die 50 Prozent gespielt werden können. Am besten, dass jede Mannschaft auch 50 Prozent gespielt hat. Sprich: Einmal jeder gegen jeden. Dann gibt es ein faires Ergebnis und es könnte eine Wertung stattfinden.

Wie erleben Sie diese unfreiwillige lange Fußballpause?
Wir haben zunächst versucht durch regelmäßiges Training, uns weiter vorzubereiten. Die Umstände sind aber einfach so, dass wir umgestiegen sind, das eigenverantwortlich zu übernehmen. So wie es alle Menschen geht, geht es uns auch. Wir wollen unheimlich gerne auf den Platz zurück, Normalität haben. Fußballerisch und im Alltag. Den Kontakt zueinander versuchen wir auch, aufrecht zu erhalten.

Glauben Sie, dass nach der Pause die Begeisterung für den Fußball noch überall vorhanden ist. Oder schadet die Krise dem Fußball allgemein?
Ich glaube schon, dass der Fußball weiter begeistern wird. Das Zusammenkommen auf dem Sportplatz wird allen guttun. Ich glaube auch nicht, dass die Krise dafür sorgt, dass das eingeschränkt wird, sondern eher intensiver wird. Jeder möchte die Normalität wiederhaben, unabhängig vom Fußball. Der Sportplatz ist eine Begegnungsstätte, die das fördern wird, gerade im Sommer, wenn es möglich ist, noch länger draußen zu bleiben. Im Sommer haben wir bemerkt, dass nach dem ersten Lockdown die Begeisterung recht hoch war. Viele haben sich auch gefreut, wieder ein Fußballspiel zu sehen. Bei uns im Dorf ist das nochmal anders. Bei uns ist der Anhang für unsere Verhältnisse sehr hoch. Ich glaube, dass sich das vielleicht noch verbessern wird und hoffe es auch für den gesamten Fußball. Es ist schön, im TV Ablenkung zu haben, aber das ist nicht das Gleiche.

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren