Nach nur elf Punkten aus 23 Spielen in der Spielzeit 2019/20 blieben die SF Niederwenigern nur aufgrund der Corona-Regelung in der Oberliga Niederrhein. Neu-Coach Marcel Kraushaar sieht nach den ersten beiden Spielen der aktuellen Saison jedoch eine Verbesserung in seinem Team.

OL Niederrhein

SF Niederwenigern: Aufwärtstrend trotz Elferflut

15. September 2020, 15:01 Uhr
Foto: Bastian Haumann

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Nach nur elf Punkten aus 23 Spielen in der Spielzeit 2019/20 blieben die SF Niederwenigern nur aufgrund der Corona-Regelung in der Oberliga Niederrhein. Neu-Coach Marcel Kraushaar sieht nach den ersten beiden Spielen der aktuellen Saison jedoch eine Verbesserung in seinem Team.

„Natürlich fährt man nicht zum 1. FC Bocholt und plant drei Punkte fest ein“, kommentiert der SF-Trainer das allerdings unglückliche 2:3 am ersten Spieltag beim Vorjahresvierten – erst in der 96. Minute verursachte man einen von drei Elfmetern, den Bocholt zum entscheidenden Tor verwandelte. „Generell scheint bei uns in Sachen Elfern zurzeit der Wurm drin zu sein“, beobachtet Kraushaar. Tatsache ist, dass in den ersten beiden Partien der Sportfreunde insgesamt sechs Elfmeter gepfiffen wurden, davon vier gegen die Gelb-Schwarzen. „Das hängt sicherlich mit unserer teilweise fehlenden Cleverness zusammen, die wir noch aus der letzten Saison mit uns herumschleppen“, glaubt der Coach einen möglichen Grund für die Elferflut ausgemacht zu haben.

Verglichen mit der Spielweise der letzten Runde sieht Kraushaar, der zuvor drei Spielzeiten als Co-Trainer an der Seitenlinie stand, jedoch eine deutliche Steigerung bei den Sportfreunden: „Alle Tore, die wir jetzt bekommen haben, sind durch Standardsituationen gefallen. Der Knackpunkt ist, dass wir unser Defensivverhalten deutlich steigern konnten. Insbesondere hier galt es sich nach den vielen Gegentoren aus der Vorsaison natürlich, sich zu stabilisieren. Das ist uns bisher gelungen.“ Beim 1:1 im Heimspiel gegen ETB Schwarz-Weiß Essen am vergangenen Sonntag war der Sieg lange zum Greifen nah – erst in der 82. Minute gelang den Essenern der Ausgleich. „Wir wollten Schwarz-Weiß unter Druck setzen, das haben wir über viele Phasen des Spiels auch gut hinbekommen. Am Ende hat es jedoch nicht gereicht, um das Ding über die Zeit zu bringen“, konstatiert Kraushaar. 

Nächster Gegner ist ohne Punkte gestartet

Am kommenden Sonntag steht dem SF Niederwenigern eine Reise zum 1. FC Mönchengladbach bevor. „Mönchengladbach ist mit null Punkten aus zwei Spielen noch etwas schlechter gestartet als wir. Der Tabellensituation nach zu urteilen ist das schon ein Aufeinandertreffen zweier direkter Konkurrenten. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe“, schätzt der Trainer den Gegner ein. Beim Aufsteiger wird Kraushaar weiterhin auf Angreifer Florian Machtemes verzichten müssen. Hinzu kommt Ersatztorwart Dario Roberto, den muskuläre Probleme an einem möglichen Einsatz hindern. „Außerdem fehlt unser Kapitän Steffen Köfler, der rotgesperrt ist“, gibt Kraushaar zu Protokoll.


Autor: Leon Peters 

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