0:1 in Berlin

"Scheiß Afghane": Bayer-Profi soll rassistisch beleidigt worden sein

16. Januar 2021, 09:54 Uhr
Nadiem Amiri erhebt Rassismus-Vorwürfe gegen Union Berlin. Foto: dpa

Nadiem Amiri erhebt Rassismus-Vorwürfe gegen Union Berlin. Foto: dpa

Trainer Urs Fischer von Union Berlin hat nach der Aufregung um mögliche rassistische Beleidigungen zum Ende des Bundesliga-Spiels gegen Bayer Leverkusen (1:0) am Freitagabend Aufklärung versprochen. 

"Ich werde das ansprechen. Wir werden versuchen, das zu klären“, sagte Union-Berlin-Trainer Urs Fischer und fügte an: „Wenn das der Fall sein sollte, entschuldige ich mich dafür.“

Auch Union Berlins Sprecher Christian Arbeit fand deutliche Worte. Nach Spielschluss und vielleicht auch schon in der Endphase des Spiels seien „viele unschöne Worte auf dem Platz gefallen, die da absolut nichts zu suchen haben“, sagte Arbeit und machte die Position des Vereins klar: „Rassismus hat auf dem Fußballplatz und auch sonst in der Gesellschaft nichts zu suchen.“

Jonathan Tah: "Nadiem Amiris Herkunft wurde beleidigt"

Leverkusens Nationalspieler Jonathan Tah hatte Union zuvor Rassismus vorgeworfen. „Nadiem Amiris Herkunft wurde beleidigt. Das gehört hier nicht auf den Platz. Das ist das Traurigste am gesamten Abend“, hatte der Innenverteidiger bei DAZN gesagt.

Während einer Diskussion unmittelbar nach dem Schlusspfiff sei von Unioner Seite gegenüber dem deutschen Nationalspieler Amiri „der Begriff Scheiß-Afghane“ gefallen, sagte Tah: „Ich hoffe, dass das Konsequenzen hat. Das geht natürlich nicht.“

Auch Leverkusens Trainer Peter Bosz bezog klar Stellung. „So etwas darf auf einem Fußballplatz nie, nie passieren“, sagte Bosz, der den Grund für die Aufregung zunächst nicht mitbekommen hatte, sich dann aber später noch mit Amiri unterhielt.

Amiris Mitspieler Kerem Demirbay wollte sich zu den verbalen Attacken auf dem Platz direkt nicht äußern. „Was auf dem Platz ist, bleibt auf dem Platz“, sagte der Mittelfeldspieler. Bosz fand die Reaktion von Demirbay ok. „Das ist natürlich seine persönliche Entscheidung.“ sid

Mittlerweile hat Bayer Leverkusen via Twitter mitgeteilt, dass Amiri schon nach dem Spiel die Entschuldigung des Unioner Spielers angenommen hat.

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Personen

Rubriken

Kommentieren

17.01.2021 - 03:14 - Alles für Schalke

Was ist denn bitte an "Sch... Afghane" rassistisch? Wäre "Sch.... Deutscher" oder "Sch.... Bayer" auch rassitistisch?

Ich stelle folgendes fest:

1. Amiri hat Hübner mit den Worten "M i s s g e b u r t" und "H u r e n s o h n" beleidigt. Das ist genauso wenig rassitisch wie die Beleidigung "Sch... Afghane"! Es ist einfach nur eine Beleidigung. Sonst nix. Dass hier die Rassismuskeule gezogen wird, ist ein inländerfeindlicher Akt und damit rassistisch!

2. In den Fernsehbildern hat Amiri in das Gesicht von Hübner gegriffen. Das ist eine Tätlichkeit und muss normalerweise geahndet werden. Wird es aber vermutlich nicht, WEIL es ein Afghane gemacht hat. Umgekehrt würde es mit Sicherheit geahndet werden. DAS ist rassistisch!

3. Wer nun sagt, Amairi ist doch Deutscher, der übersieht, dass sich Amiri und sein Bruder, der sich in den sozialen Medien gemeldet hat, als Afghane sieht und NICHT als Deutscher. Das wiederum läßt an der Integrationsbereitschaft von Amiri zweifeln!

Unglaublich, was da wieder ein Fass aufgemacht wird.......

16.01.2021 - 16:45 - Außenverteidiger

Für den Lappi ist alles "rechts". Aber schaut euch mal an, welches Geld die Linken verteilen wollen. Alle Strategien fußen auf kapitalistischen Geldern. Zudem wird die Minderheit "die Reichen" drangsaliert.

16.01.2021 - 16:21 - Scott

Wahrscheinlich hat der Berliner nur die Angstfürze seines Gegenspielers gerochen und ihn dann im Imperativ aufgefordert, endlich sein großes Geschäft zu verrichten.

16.01.2021 - 15:46 - Kleeblättersammler

Bei uns am Kiosk direkt vor der Sportanlage wurde vor einiger Zeit mit der Spraydose verewigt......... Scheiß Deutsche !
Dann frage ich ; was wollen diese Schmierfinken dann in Deutschland ?!
Also laßt die Kirche im Dorf scheiß Afghane, scheiß Deutscher ........ ist doch alles Scheißegal !!!!!!

16.01.2021 - 14:46 - lapofgods

"heute im Express jammert ein Friseur das Fußballer rechte haarschnitte tragen."

Zurecht. Ich habe mich schon lange gewundert, dass die Wehrmachtsoptik (Kreis-Bauern-Schnitt mit Entenbürzel oben drauf) unserer Glitzerbubis nicht schon früher thematisiert wurde.

16.01.2021 - 13:07 - Wolves1963

Die Medien machen aus jeden Furz einen Elefanten...heute im Express jammert ein Friseur das Fußballer rechte haarschnitte tragen....die Zeiten sind total kaputt, was hätte damals der arme Oli Kahn jammern können......Und auch der Reviersport schließt sich Zensur und Spaltung an

16.01.2021 - 12:51 - dr. breitner

"Sche---s Afghane" ist nicht zu tolerieren und es muss eine Entschuldigung und/ oder eine Strafe erfolgen.<br/>Es ist aber mitnichten so, dass diese Beleidigung rassistisch gemeint sein muss.<br/>Wenn ein Deutscher als "N..zi" beleidigt wird in einer emotional hochgekochten Situation muss es nicht so sein, dass das tatsächlich so gemeint ist.<br/>Deshalb ist der beste Weg, dass sich derjenige nach dem Spiel entschuldigt und gut ist.<br/>Ein übertriebener und falscher Weg ist, dass sich in solchen Situationen ganze Mannschaften weigern ein Spiel fortzusetzen.<br/>Nehmt dem Fussball nicht die letzten Emotionen, das macht ihn weiter kaputt. <br/>Aus der Emotion heraus passieren Fehler, da schubsen Trainer Spieler, da wird beleidigt, alles nicht ok, aber menschlich.<br/>Im Nachgang kann man das bestrafen aber innerhalb der Situation sollte man sich zurückhalten.<br/>Die angeblich rassistischen Beleidigungen nehmen momentan ein zu grossen Stellenwert ein. Wenn man die Geschehnisse rund um Basaksehir, Amiri, Reif, Freund usw.<br/>betrachtet, ist jedes Mass verloren gegangen. <br/>Und nochmal: Jede Form von Rassismus ist zu bestrafen und zu verabscheuen. <br/>Es ist nur mittlerweile leider so, das Situationen und Geschehnisse als Rassismus bewertet werden, die es nicht verdienen.<br/>Es werden in dem Zusammenhang Menschen fälschlicherweise diskreditiert.<br/>

16.01.2021 - 12:44 - Außenverteidiger

Diese naive Denkweise im Rahmen des H*mo Oeconomicus/Rationalität, wir sind alle so weit entwickelt, Bildung hilft gegen Armut, kritisch, rational, weltoffen usw geht einem auf den Sack und passt nicht zur Realität.<br/>Ja, wir handeln global und sind deshalb lieb zu unseren Kunden. Ja, die Leute sind nett zu uns, wenn wir für ihre Dienstleistungen bezahlen. Bildung und harte Arbeit (Bürger in der dritten Welt arbeiten, länger und härter als viele von uns.) bringen weder Wohlstand, noch Reichtum. Manchmal reicht ein Produkt aus, womit man Preissetzer auf dem Weltmarkt wird und kann die Gewinne sogar bis zur Kultur weiterleiten. (Autos, Smartphone usw...) Natürlich muss man anschließend um den Wohlstand kämpfen. Andere Länder wollen ebenfalls nach oben und schenken einem nichts.

16.01.2021 - 12:43 - krayerbengel

Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Eine Beleidigung ist eine Beleidigung und es ist Unsinn, in jeder den tieferen Sinn zu suchen. Menschen sind nunmal so und Fußball ist ein emotionaler Sport!
Wer schon mal selber Fussball gespielt weiss,daß es es auf dem Fussballplatz schon mal ,,volkstümlicher" zu geht und die Sprache oftmals grenzwertig ist.
Das sind regelmäßig emotionale Momentaufnahmen aus der speziellen Situation heraus, nichts Grundsätzliches.
Ob man daß nun gut oder schlecht findet muss jeder für sich selber entscheiden.
Für mich spielt das keine Rolle, ob er "Fettes Schwein", "Dummes Ar*chloch" oder "Schei** Afghane" gesagt hat, Beleidigungen kann man nicht qualitativ bewerten, da sie unterschiedliche Menschen ganz unterschiedlich tangieren.
Leider gehört es mittlerweile zum guten Ton, sich über derlei Banalitäten zu brüskieren und die Rassismuskeule zu schwingen,die Presse macht es ja vor.

16.01.2021 - 12:30 - faselhase07

@C-Bra nehm Dich in Acht! Sonst kommt der Aussenverteidiger gleich aus seinem Schützengraben.

16.01.2021 - 12:23 - Außenverteidiger

CBra: Bildung ist nicht der Schlüssel, wenn du die Vergangenheit einbeziehst. Im dritten Reich waren hoch gebildete Personen am Werk. Diese Art der Logistik ist nichts für ungebildete gewesen.
Ausschließlich Wohlstand sorgt für eine friedliche Gesellschaft. Parallel müssen die Gesetze eingehalten werden, ansonsten erodiert die Gesellschaft. Entstehen No Go Areas und weniger Arbeitsplätze sieht man die Entwicklung. No Go Areas sind sowieso wahnsinnige Gegenden. Man muss sich das mal vorstellen. Dort gilt das staatliche Recht nicht mehr. Das heißt Missbrauchsgesetze oder Kinderschutzgesetze unserer Nation zählen dort nichts. Wie kann man solche Leute agieren lassen?

16.01.2021 - 12:19 - Außenverteidiger

Dieser Kommentar wurde entfernt.

16.01.2021 - 12:16 - C-bra

Meinungsfreiheit bedeutet ja auch, dass hier jeder Schiffschaukelbremser seinen verblendeten Dreck absondern darf.
Aber klar, wenn Rassismus auf Schulhöfen an der Tagesordnung ist, dann wird das schon ok sein. Der Pöbel hat halt immer recht, weil er am lautesten brüllt.
Die Wahrheit ist eine andere: Bildung, auch soziale, ist mal wieder der Schlüssel. Traurig bis verheerend, wie ahnungs-, weil geschichtslos hier viele User unterwegs sind. Wenn dann auch noch Herz und Empathie fehlen, kommt man zu komischen Ergebnissen.
In den eigenen vier Wänden besteht keine Maskenpflicht - einfach mal abnehmen und frische Luft atmen.

16.01.2021 - 12:16 - Außenverteidiger

Unter aller Sau, jemanden so zu titulieren. Ist er nicht deutscher Nationalspieler? Seine Eltern, haben das Land nicht verlassen, weil es irgendwelche positiven Eigenschaften besitzt und ihrem Kind eine neue, bessere Nationalität verschafft. (So sieht die Handlung von außen aus.) Denke deutlicher kann man sich nicht von einem Land abkehren/distanzieren. Wenn jetzt die Gegner meinen, ihn mit diesem Land, welches seine Eltern vertrieben hat, in Verbindung zu bringen, muss man ausrasten.

Fakt ist, wenn man der geilsten Nation der Welt angehört, muss man diese Position nicht unbedingt ausnutzen. Man sieht doch, wie viele Menschen nach Deutschland wollen, obwohl wir eine gewisse Vergangenheit haben und bis heute im selben Wirtschaftssystem agieren. Ein wahnsinnige Umstand oder? Fragt mal bei euren Kumpels nach, warum sich viele Gäste für Deutschland entschieden haben, obwohl wir wenige Jahre Demokraten sind und eine andere Geschichte besitzen. Also die Geschichtsbücher sind offen.

16.01.2021 - 12:06 - Schimmel07

Dieser Kommentar wurde entfernt.

16.01.2021 - 11:30 - Majo2008

Dieser Kommentar wurde entfernt.

16.01.2021 - 11:30 - RWE...RWE

Dieser Kommentar wurde entfernt.

16.01.2021 - 11:24 - C-bra

ps: Ich möchte Faselhase bitten, sich in Stammtischhase umzubenennen.

16.01.2021 - 11:22 - C-bra

Niemandem entfährt ein solcher Spruch, wenn das entsprechende Denken nicht in ihm (ihr) steckt. Fragt mal alex1904.

16.01.2021 - 11:20 - lapofgods

The times they are a-changin'

Wenn man im gestern lebt ("scheiß Italiener", Iller), bekommt man das halt nicht mit

16.01.2021 - 11:19 - faselhase07

Für Amiri ist die Sache schon längst vom Tisch. Entsprechender Spieler hat sich gleich in der Kabine entschuldigt.

Es ist und bleibt Fußball. Sachen werden gesagt, Sachen werden geklärt und Punkt.

Der Rest liegt in der Berichterstattung.

16.01.2021 - 10:45 - mazeppa

Ich empfehle jedem, der hier ach so "political coreect" ist, als Beamter von der Landesverwaltung Bayern in jene von Baden-Württemberg (Grenzfluss Iller) zu gehen. Es gab Zeiten, da bekam man jenseits der Iller allein deshalb dort eine Ohrfeige.
Ich hoffe, dass diese Zeiten vorbei sind.

16.01.2021 - 10:35 - alex1904

Also Freunde, jetzt hört der Spaß aber auf! Seit wann ist "Scheiß Afghane" rassistisch?! Ticken die noch richtig? Ich sage auch schon mal "scheiß Holländer" oder "scheiß Ostfriese" bzw. "scheiß Italiener" - und?! Müssen wir jetzt aus vermeintlicher PC umgangssprachlich alle etwas stärker pigmentierten oder Spieler arabischer Herkunft unter "Naturschutz" stellen, als wären das alles Vorbilder für überragendes soziales Verhalten...?! Ne, da geht mir inzwischen echt die Kappe hoch!