Im Gespräch mit Sport1 deutet Schalkes Sportchef Jochen Schneider an, dass zukünftig mehr in die Knappenschmiede investiert werden soll. 

S04

Sportchef will mehr in die Knappenschmiede investieren

Stefan Loyda
12. Mai 2020, 11:31 Uhr
Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider will umdenken. Foto: Ingo Otto

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider will umdenken. Foto: Ingo Otto

Im Gespräch mit Sport1 deutet Schalkes Sportchef Jochen Schneider an, dass zukünftig mehr in die Knappenschmiede investiert werden soll. 

Der FC Schalke 04 wurde von der Corona-Krise mit am härtesten getroffen. Sportvorstand Jochen Schneider und Finanzvorstand Alexander Jobst hatten bereits angedeutet, dass die Krise für die Königsblauen sogar existenzgefährdend werden könnte. Nach Informationen der SportBild sollen dabei sogar TV-Gelder bereits verpfändet worden sein. 16 Millionen Euro der noch ausstehenden TV-Einnahmen sollen demnach bereits auf andere Konten fließen.

Mit Vorerkrankungen in die Krise geraten

„Es ist klar, dass wir mit gewissen Vorerkrankungen in diese Krise geraten sind", erklärt Schneider gegenüber Sport1: "Sie trifft uns daher einen Tick härter als alle anderen Klubs. Das ist eine wirtschaftlich schwierige Situation.“ Von daher werde es auch bei Schalke ein Umdenken geben. Eine Verpflichtung des ausgeliehenen Todibo für die vereinbarte Kaufoption in Höhe von 25 Millionen Euro gilt mittlerweile als ausgeschlossen. In Zukunft wolle man sich noch mehr auf Knappenschmiede konzentrieren und dort weiter investieren. Schneider: „Eine Konsequenz der Krise wird sein, noch mehr auf den Nachwuchs zu setzen.“

Die Chance einer Krise sei es, die richtigen Schlüsse zu ziehen, um nicht so weiterzumachen, sagte er mit Blick auf die Zukunft: „ Wir sind ein Stück weit auf Kante genäht. Es macht Sinn, sich in einer Task Force, wie es Christian Seifert gefordert hat, zusammenzusetzen. Wir müssen uns darüber Gedanken machen, ob wir den Wettbewerb immer auf die Spitze treiben müssen. In dem einen oder anderen Bereich muss man vielleicht auch mal wieder einen Schritt zurückgehen.“

Schneider lobt den Zusammenhalt bei Schalke 04

Zudem lobt Schneider den Zusammenhalt, wie auf Schalke mit der Corona-Krise umgegangen wurde. Von daher befürchtet der Sportchef auch nicht, dass es rund um das Derby am kommenden Wochen zu Fan-Ansammlungen vor dem Stadion oder in der Dortmunder Innenstadt kommen könnte. Dies liege außerhalb seiner Vorstellungskraft. 

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13.05.2020 - 23:23 - KB1904

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13.05.2020 - 10:47 - Schalker1965

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12.05.2020 - 19:08 - Nathan

Xxxxxxxx1965.

Die A Junioren von Schalke gehören seit 20 Jahren zu dem besten was diese Altersgruppe in Deutschland zu bieten hat.
Elgerts Job ist es, möglichst viele Spieler aus der Knappenschmiede in den Profifußball zu bringen. Es geht nicht immer um den Tabellen Platz.

Nenne mir einen Verein der mehr Spieler aus der Jugend in den Profi Fussball gebracht hat.
Manuel Neuer, Mesut Özil, Julian Draxler, Leroy Sané oder Joel Matip - sie alle schafften den Sprung zu den S04-Profis und wurden anschließend Weltstars.
Von McKennie,Meier usw , soll ich noch mehr aufzählen weil das in deinem kleinen Köpfchen nicht reingeht.

Du bist ein Schwätzer vor dem Herrn
auch zu Corona Zeiten solltest Du deine Medikamente regelmäßig einnehmen.

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12.05.2020 - 18:38 - vomFlankengott

@ hoelwil

Die guten Eigengewächse werden deswegen nie rechtzeitig verlängert, weil man sich die dann natürlich deutlich höheren Gehälter sparen will. Dieses eingesparte Geld wird dann in die teuren Einkäufe wie Konopljanka und Bentaleb investiert. Das ist das Schalker "Geschäftsmodel" schon seit Jahren.

Zu diesem "Geschäftsmodel" gehört noch eine besondere Vorliebe für Söldner: Das sind Spieler mittleren Alters, bei denen ihr Berater auf einen auslaufenden Vertrag hingearbeitet hat. Die kann dann Schalke ohne eine Ablöse (janz wichtich!!!) zahlen zu müssen verpflichten. Im Ergebnis kriegen diese Söldner dann entsprechend höhere Jahresgehälter. Plus ein bisschen Handgeld. Wenn diese Spieler dann hinter den Erwartungen bleiben werden sie auf dem Markt wie Sauerbier angeboten. Niemand hat Bock sich diese Söldner mit den hohen Jahresgehältern reinzuholen, es sei denn Schalke ist bereit auf einem Teil der Jahresgehälter sitzen zu bleiben. Was Schalke aus der Not heraus (auf Kante nähen ist ja auch Teil des "Geschäftsmodells") dann natürlich auch immer macht. Diese Not ist bei der Konkurrenz schon so bekannt, dass man dort natürlich weiß, dass man bei Schalke immer noch einen schönen Discount oben drauf kriegen kann.

Und dieses "Geschäftsmodell" nennt man dann "Vorerkrankung". "Vorerkrankung" ist ja schließlich schicksalhaft. Für dieses Schalker Schicksal kann auf Schalke auch niemand die Verantwortung tragen. Logo.

GLÜCKAUF

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12.05.2020 - 17:00 - hoelwil

Schalke kauft immer teuer ein wie bei u.a. Konoplyanka, Bentaleb und verkauft mit Vollbrand. Das kostet jedesmal zweistellige Millionenbeträge .die guten Eigengewächse werden nie rechtzeitig verlängert und gehen fast alle für Null. Wenn Schalke eine AG wäre ginge es viel härter zur Sache und das schlechte Management würde viel schneller abberufen bzw. neu berufen. Selbst die halbe Mio Leihgebühr für Gregoritsch ist nicht sinnvoll gewesen ,wenn ich einen Kutucu habe der 20 Jahre ist und Längen wie Breitenwachstum noch gar nicht hinter sich hat. Ab Kaderplatz 15 muss in Zukunft alles aus dem eigenen Stall kommen.Elgert warnt sicher zu Recht und der Verein spart am falschen Ort.

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12.05.2020 - 16:39 - vomFlankengott

@ schacht 7

Du hast noch die 7 deutschen Meisterschaften vergessen vor der Zeit der Knappenschmiede. Schon da waren die Jungens dermaßen gut, dass sie direkt in der 1. Mannschaft gespielt haben.

Zur Info für alle die "Managersprech" nicht können: Hier die Übersetzung ins Deutsche.

Vorerkrankung = Mißmanagement
Jahresfehlbetrag = Verlust
u.s.w.

Das einzig Gute an Corona ist, dass dadurch etwas frischer Wind in die Oberstübchen aller Verantwortlichen einzieht. Ob er aber auch im Aufsichtsrat ankommt? Fraglich...

Und ob die Saison überhaupt zu Ende gespielt werden kann, steht in den Sternen. Die örtlichen Gesundheitsämter werden das entscheiden. Nicht der von der DFL "gemietete" Professor bei dem das "Hygienekonzept" eingekauft wurde. Im Fall eines (vor allem frühen) Saisonbruchs würden die "Vorerkrankungen" eventuell die Existenz des Dauerpatienten (seit 5 Jahren) bedrohen.

GLÜCKAUF

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12.05.2020 - 16:15 - Schalker1965

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12.05.2020 - 14:36 - Gladbeck04

Gute Idee. Dafür die richtigen Experten holen, dann wird’s auch wieder klappen!!

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12.05.2020 - 13:29 - Schacht 7

Spako1965 der einzige der den Anschluss verloren hast bist Du und nicht die Knappen Schmiede.

18/19 A-Junioren Bundesliga West Meister
17/18 A-Junioren Bundesliga West Meister
14/15 A-Junioren Meisterschaft Endrunde Deutscher A-Jugend-Meister
14/15 A-Junioren Bundesliga West Meister
13/14 A-Jgd. BL West Meister A-Junioren Bundesliga West
12/13 A-Jgd. BL West Meister A-Junioren Bundesliga West
11/12 A-Junioren Meisterschaft Endrunde Deutscher A-Jugend-Meister
11/12 A-Jgd. BL West Meister A-Junioren Bundesliga West
Der Verein hat seine Arena selbst finanziert 200 Millionen Euro und abbezahlt desweiteren 100 Millionen in die Infrastruktur investiert.

Ein ehrgeiziges Projekt, davon sind 14 Millionen Euro Eigenkapital.

"Andere Vereine kaufen für dieses Geld einen Spieler. Wir investieren hier in unsere Zukunft und eine nachhaltige Veränderung unserer Infrastruktur. Dieses tolle Projekt erinnert an die Zeit vor 20 Jahren mit der Planung unserer Arena", sagte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies am Rande einer Feierstunde am Montag. "Mit diesen Investitionen werden wir Schalke noch weiter im oberen Bereich des europäischen Fußballs etablieren."

In den vergangenen drei Jahren hatten die Königsblauen bereits rund 25 Millionen Euro für den Ausbau und die Modernisierung des Geländes ausgegeben.

Unter anderem entsteht bis 2023 mit dem "Tor auf Schalke" ein Anlaufpunkt für Fans mit Gastronomie, "eine Begegnungsstätte für Menschen, die unseren Klub lieben", wie Finanzvorstand Peter Peters erläuterte.

Zudem sollen ein neues Sportzentrum für Profis und Nachwuchs und weitere Trainingsplätze entstehen. Darüber hinaus wird das alte Parkstadion zur Heimspielstätte für die Nachwuchsteams umgebaut. Es entsteht ein neuer Haupttribünen-Komplex, zudem wird die alte Gegengerade renoviert.

Das mit Corona konnte keiner Ahnen aber davon sind alle Bundesligisten betroffen ausser Bayern München.
Der Verein kann notfalls an die Börse gehen oder ein Investor steigt ein wenn es um die Existenz geht ist alles möglich.

Bleib in deinem Keller da biste am besten aufgehoben 1965

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12.05.2020 - 12:39 - Schalker1965

Corona ist nicht die Ursache für die desolate wirtschaftliche Lage. Corona hat das fragile und unseriöse Finanzkonstrukt auf Schalke gnadenlos aufgedeckt. Auf die Knappenschmiede zu setzen war und ist richtig. Elgert hat schon vor Jahren beanstandet, dass in den Nachwuchs zu wenig investiert wird. Schaut man sich die Entwicklung in Schalkes Juniorenmannschaften an, muss man feststellen, dass man auch dort - insbesondere bei der U-17 und der U-19 - inzwischen den Anschluss verloren hat. Auch damit hat Corona nichts zu tun. Neben der Knappenschmiede muss insbesondere das Scouting-System auf Schalke durchgreifend reformiert und durch geeignetes Personal verstärkt werden. Es kann doch nicht sein, dass sich Clubs wie Leverkusen, Leipzig, Hoffenheim oder Dortmund jedes Jahr TOP-Talente an Land ziehen und insbesondere hieraus später auch Transfer-Erlöse erzielen, um ihren Kader systematisch aufzurüsten. Knappenschmiede und Scouting sind jedoch nur zwei Mosaiksteine. Man benötigt zudem ein Gerüst gestandener Spieler, die mit Herzblut das blaue Trikot tragen und in der Lage sind, die jungen "Wilden" zu führen. Nur so kann Schalke künftig "gelebt" werden. Ich befürchte jedoch, dass ein solcher Selbstreinigungsprozess nicht durch die bisherigen Protagonisten erfolgen kann, vielmehr benötigt man dazu kompetentes Personal insbesondere in den Führungsetagen von außen. Mit einem Tönnies an der Spitze wird das jedenfalls nix. Dessen katastrophale Bilanz der letzten 20 Jahre als "Boss" spricht für sich. Und wer darauf hofft, dass der "milliardenschwere" Fleischkönig aus Rheda-Wiedenbrück im Ernstfall seine Geldbörse öffnet, wird gerade jetzt bitter enttäuscht. Wo ist das klare Bekenntnis, Schalke zu stützen, sollte es eng werden? Fehlanzeige! Stattdessen werden die Dauerkartenbesitzer und Angestellten angebettelt, auf ihre Ansprüche zumindest teilweise zu verzichten. Ich kann nur dringend warnen, auf Tönnies zu bauen. Tönnies trägt als Mitglied des AR und als dessen Vorsitzender mit Inkompetenz und Größenwahn maßgeblich die Verantwortung für die Misswirtschaft der vergangenen Jahre. Ein Neuanfang nach Corona ist mit ihm an der Spitze nicht darstellbar. Daher gilt als Symbol eines Neuanfangs: AR und TÖNNIES RAUS!!!

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12.05.2020 - 12:15 - hoelwil

Irgendwann ist D-Day für die 200 Mio die offen sind. Die verschwinden ja nicht. Trotzdem ist das der erste sinnvolle Gedanke den man aus Schalke hört. Und das Publikum wird das auch akzeptieren. Also zieht das mit der Jugend durch. Jedes Jahr 4-5 der Junioren in den Kader, die sind gut genug ausgebildet.Und dann wirds auch irgendwann wieder aufwärts gehen. Vielleicht versucht man es ja mal wieder nur mit Maloche anstatt der Kohle. Atletic Bilbao macht das schon seit Jahrzehnten so und fährt damit richtig gut.

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