11.08.2018

1:4!

Schalke verdirbt Herne den Auftakt

Foto: Rainer Raffalski

Wegen einer schwachen zweiten Halbzeit musste Westfalia Herne zum Auftakt der Oberliga Westfalen eine herbe 1:4 (1:2)-Niederlage gegen Schalke II hinnehmen. Das Fest zur Rückkehr ins eigene Stadion blieb aus.



Westfalia Herne kehrte mit einer 1:4-Niederlage gegen die U23 von Schalke 04 in das renovierte Stadion am Schloss Strünkede zurück. SCW-Trainer Christian Knappmann war nach dem ersten Oberliga-Spieltag der Saison 2018/19 Abpfiff bedient. „Es war eine ordentliche Leistung mit einem beschissenen Ergebnis“, so das Fazit des Westfalia-Trainers. 1540 Zuschauer sahen ein attraktives Fußballspiel, bei dem sich beide Mannschaften nicht versteckten. 


Knappmann muss auf die Tribüne – Wright verletzt

Von Beginn an zeigten sowohl Herne als auch Schalke, welche Ansprüche sie in der neuen Spielzeit stellen. Die U23 der Schalker erwischte den besseren Start in die Partie und ging früh durch Haji Wright mit 1:0 in Führung (4.). Die Führung hatte aber nicht lange Bestand. Kurz danach glich Nazzareno Ciccarelli aus kurzer Distanz aus (10.). „Es war unglaublich lehrreich, dass die Führung keine Sicherheit gegeben hat“, so Schalkes Trainer Torsten Fröhling. 

Die Königsblauen brachten die Verteidigung der Gastgeber immer wieder durch Konter in Verlegenheit. Nassim Boujellab sorgte noch vor der Pause für die 2:1-Führung der Schalker (35.). „Ein 1:1 oder 2:2 zur Pause wäre gerecht gewesen. Die erste Halbzeit war wirklich gut“, analysierte Knappmann. Westfalias Trainer konnte seiner Mannschaft jedoch nicht mehr von der Seitenlinie helfen. Er wurde nach einem heftigen Wortgefecht mit der Schalker Bank vom Schiedsrichtergespann auf die Tribüne geschickt (20.).

Für Haji Wright, den Torschützen zum Schalker 1:0, war die Partie ebenfalls früh beendet. Er musste aufgrund einer Zerrung im Oberschenkel vom Platz (17.). Für ihn kam Benedikt Zahn ins Spiel. „Haji hat sich die Zerrung bei einem langen Sprint auf der linken Seite zugezogen. So möchte ich ihn aber sehen. Als ein sprintstarker Spielertyp muss er sich jetzt schonen, damit er zügig wieder fit wird und uns helfen kann“, beschrieb sein Trainer nach Abpfiff.

Qualität schlägt Mentalität

Den Verlauf der zweiten Hälfte mit den Gegentoren durch Boujellab (62.) und Philip Fontein erklärte Knappmann mit der Qualität der Königsblauen. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld köpfte Nassim Boujellab den Ball zu seinem zweiten Treffer in diesem Spiel ins lange Eck. Hernes Torwart Niklas Lübcke – gleichzeitig auch Westfalias bester Spieler auf dem neuen Kunstrasen – war beim letzten Tor durch Fontein machtlos. Den ersten Schuss wehrte er noch mit einem Reflex ab, konnte den Nachschuss aber nicht verhindern. 

„Wir haben Glück, dass es nicht noch 1:7 ausgeht“, resümierte Knappmann und spielte damit auf das Abwehrverhalten seiner Mannschaft an. Die Stürmer der Königsblauen hatten keine Mühe, sich mehrmals durch den SCW-Strafraum zu kombinieren. „Wir haben das im zweiten Durchgang ordentlich gemacht, wobei auch viele einfache Chancen verballert wurden. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen“, resümierte S04 Trainer Fröhling. 

Autor: Julian Preuß

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