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Schalke: Uth schießt gegen Ex-Trainer Tedesco

Andreas Ernst
29. März 2019, 09:52 Uhr

Foto: Firo

Stürmer Mark Uth vom FC Schalke 04 hat sich bei "Bild" gegen Ex-Trainer Domenico Tedesco gewehrt. Charakterlosigkeit sei ein "krasser Vorwurf."

Ein Spieler profitiert momentan ganz besonders vom Trainerwechsel auf Schalke: Mark Uth. Hatte Ex-Trainer Domenico Tedesco den Stürmer noch für die Spiele in Bremen (2:4) und Manchester (0:7) aussortiert, ist Uth bei Tedescos Nachfolger Huub Stevens nun wieder eine feste Größe.

Tedesco vor seinem Schalke-Aus: "Charakter ist jetzt wichtiger denn je"


Zwei Wochen nach Stevens' Amtsantritt nutzte Uth ein "Bild"-Interview zum Frontalangriff gegen seinen Ex-Trainer. Direkt verurteilt hatte Tedesco Uth nicht. Indirekt schon. Er sagte: "Wir haben letztes Jahr und dieses Jahr Spiele über Charakter gewonnen. Er ist jetzt wichtiger denn je." Und eben diesen Charakter sah er in Uth nicht mehr. Nach dem Düsseldorf-Spiel sagte Tedesco, dass er sich diesmal eben für 18 andere Leute entschieden habe.

Uth entgegnet nun: "Es war schon ein krasser Vorwurf. Ich habe mir in meiner ganzen Karriere nie Charakterlosigkeit vorwerfen lassen müssen. Entsprechend enttäuscht war ich, und das hat unser Verhältnis sehr belastet. Bis auf die letzten zwei Wochen hatte ich kein Problem mit dem Trainer. Ich habe viele Anrufe von ehemaligen Mitspielern und Trainern bekommen. Alle haben gefragt, was los ist, weil sie mich so gar nicht kennen und vom Vorwurf genauso überrascht waren wie ich." Dass er hinter Tedescos Rücken schlecht über den Trainer geredet habe, wies Uth energisch zurück: "Hinter seinem Rücken etwas zu erzählen, das habe ich nicht gemacht. Ich bin Kölner, offen und ehrlich."

Einen Tag nach dem Spiel in Bremen schwänzte Uth ein Training - ein Verhalten, das er im "Bild"-Interview bereut: "Dass es ein Fehler gewesen ist, darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren. Ich kann mit sportlicher Kritik umgehen, aber meinen Charakter in Frage zu stellen, war brutal für mich. Trotzdem bleibt meine Flucht ein Fehler." Für dieses Vergehen fing er sich einen deutlichen Rüffel vom neuen Sportvorstand Jochen Schneider ein, der während der Reise nach Manchester darüber sagte: „Ich habe mit Mark unter vier Augen gesprochen, weil die letzte Woche nicht optimal lief. Das Thema ist ausgeräumt. Mark ist Spieler von Schalke 04, damit ist es dann auch gut.“

Uths Schalke-Vertrag gilt auch für die 2. Bundesliga

Selbst bei einem Abstieg würde der frühere Hoffenheimer, sagt er, Schalker bleiben, denn sein Vertrag ist auch für die 2. Bundesliga gültig: "Ich bin kein Söldner, sondern sehe meine Zukunft selbstverständlich hier." Dass er etwas kann, muss er Schalkes Fans noch zeigen. In 27 Pflichtspielen gelangen ihm bisher erst vier Tore.

Autor: Andreas Ernst

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31.03.2019 - 11:42 - Noah1

Habe schon immer gesagt, dass du nur ein kleiner Trittbrettfahrer in Sachen Fussballsachverstand bist; dass musst du nicht täglich wieder zu Schau stelllen. Ich kriitsiere in erster Linie so Leute wie dich, die pauschal hier Trainer und Manager für alles verantwortlich machen; eine Folge deiner stark eingeschränkten Urteilskraft.

30.03.2019 - 20:34 - JMS

Wenn man sich diesen Schuh anzieht, weil das aufgeblasene Ego gekränkt ist scheint aber auch ansonsten nicht allzu viel Charakter vorhanden zu sein. Hoffentlich schießt er noch ein paar Tore, das man ihn für ein paar Euro verkaufen kann.
Solche braucht man nicht!

30.03.2019 - 20:29 - JMS

Da hat der Uth ja selbst gezeigt welch Geistes Kind er ist. Das große Ego gekränkt, ... keinen Charakter. Den hat er ja auch nicht, wie man jetzt sieht. Der Trainer hat nicht von Charakter oder Charakterlos gesprochen. Er hat vom richtigen Charakter für die aktuelle Situation gesprochen. Das manche besser mit der gegebenen Situation umgehen können als andere, heißt nicht das die anderen keinen Charakter haben...

30.03.2019 - 19:09 - Juan1

Noah1 !!!
Ganz ein Kluger. Der Spassmacher hat immerhin die meisten Tore für für den Vizemeister erzielt.
Bevor er verkauft wurde vom Möchtegernmanager, mit vermutlicher Einwilligung des Supertrainers, hat er noch den Vertrag verlängert, weil er weg wollte`????????
Du hast wirklich null Ahnung vom Profifussball aber die Leute hier kritisieren.
Verschone dise Leute, die von Fußball etwas verstehen, mit deinem Gelabere. Danke !!!!!
Glück auf

30.03.2019 - 18:24 - Noah1

@ali-_hb:woher wissen Sie, dass Naldo aussortiert wurde; offiziell und nur daran können Sie sich doch in ihrer Meinungsbildung halten, wurde ihm - genauso wie jetzt bei Fährmann geschehen-, kein Stammplatz durch den Trainer garantiert. Hat man ihn dadurch aussortiert?, was macht den Huub Stevens in letzter Konsequenz, er entscheidet nach Leistung.
Nichts anderes war es beim damals formschwachen Naldo, keiner auch Sie wissen nicht, ob er schon längst seine Chance wieder bekommen hätte. Naldo hat mir in erster Linie als rundweg positive Leitfigur gefehlt, ein Spassmacher wie unser Asamoah,, und schon deshalb hätte man ihn nicht gehen lassen sollen.

30.03.2019 - 18:05 - ali_hb

Schalker1965 bringt es weitgehend auf den Punkt. Letzte Saison kam es trotz fehlendem offensiven Spielkonzepts zu Platz 2. In dieser Saison wirkten TDs taktische Ideen zumeist überambitioniert und praktisch nicht umsetzbar. Naldo als Führungsfigur ganz auszusortieren war trotz Sanes Qualitäten sicher ein Fehler. Die Mannschaft konnte ihm nicht mehr folgen. Das zeigt such der Umgang mit Mark Uth.

30.03.2019 - 18:01 - Noah1

Juan1.: Wie kann man nur so einen Schwachsinn schreiben.

30.03.2019 - 16:55 - Juan1

An Schalker1965
Der beste Kommentar von Dir bis dato. Gratuliere !!!
Das Foto auf dieser Seite belegt was dieser Trainerlehrling mit Mark Uth gemacht hat.
"Mit abwesenden Blick, hängenden Schultern nach Auswechslung am Trainer vorbei". Nach dieser Szene hätte man Tedesco sofort vom Hof jagen müssen.
Glück auf

30.03.2019 - 13:45 - Schalker1965

Grundsätzlich halte ich es für wenig zielführend, sich öffentlich über Missstände in einem Verein zu äußern. Differenzen innerhalb der Mannschaft oder mit dem Trainer sind ausschließlich in der Kabine zu klären. Dort hat jeder Gelegenheit, seine Argumente zu äußern und seine Sicht der Dinge zum Ausdruck zu bringen.
Im vorliegenden Fall war es jedoch DT, der sich völlig unprofessionell und wenig vorbildlich in äußerst unsachlicher Weise über den Spieler Marc Uth öffentlich geäußert hat. Und die Kritik war nicht etwa form- oder leistungsbezogen. Nein viel schlimmer: DT hat Uth fehlenden "Charakter" vorgeworfen. Ab diesem Zeitpunkt war das Verhältnis zwischen Trainer und Spieler irreparabel belastet. Da mag es auch nicht Verwundern, dass der Spieler an dem darauffolgenden Training unter diesem Trainer nicht mehr teilnehmen wollte. Nachdem die Lage auf Schalke dann eine solche Negativ-Dynamik entwickelt hatte, die sich ja dann auch im Spiel gegen City offenbarte, war es die einzig denkbare Entscheidung, diesen Chaos-Trainer zu feuern. Insoweit war es nun das gute Recht des Spielers, sich ebenfalls öffentlich zu äußern und zu rechtfertigen.
Viele rechnen die Vizemeisterschaft immer noch DT an. Das ist falsch! Schalke wurde "trotz" DT Vizemeister. Wir hatten einfach Glück, dass viele andere Mannschaften eine schlechte Saison erwischt hatten. Und DT profitierte von einem einigermaßen funktionierenden Team mit Typen wie Naldo und Goretzka, die den Laden zusammengehalten haben. Dazu kam auch das glückliche 4:4 im Derby, was die Truppe enger zusammengebracht hat. Alles das kein Werk des Anfängertrainers DT. Dass DT tatsächlich unfähig bzw. völlig überfordert war, nach den Abgängen von Goretzka, Meyer und Kehrer ein neues Team aufzubauen, offenbarte sich schon nach wenigen Spielen. Die Schwäche des Trainers mit Spielern umzugehen, zieht sich schon durch die ganze Saison und endete damit, dass er wohl den überwiegenden Teil der Mannschaft gegen sich aufgebraucht und verloren hatte. Das Ergebnis sieht man heute in der Tabelle und auf dem Platz. DT hat einen Scherbenhaufen hinterlassen, den andere nun zusammenkehren dürfen. Hoffentlich gelingt es. Glück auf!

30.03.2019 - 10:56 - Fan04

Uth ist mit Sicherheit kein schlechter Spieler und ganz bestimmt nicht Charakterlos.

Malocher gab es noch in den 90er Jahren auf Schalke. Aber heute in keinem Fussball Verein mehr Dank der Globalisierung.
Geld regiert die Welt mittlerweile.

Die Mannschaft hat Potential genug das wird man demnächst wieder sehen das geht aber nicht von heute auf morgen. Tedesco hat in dieser Saison die Mannschaft total verunsichert und einen Scherbenhaufen hinterlassen.


Das Thema ist hier Marck Uth und nicht Tönnies.

Das ist schon armselig von einigen hier, werdet Vereinsmitglieder dann könnt ihr Mitbestimmen.

Glück Auf

29.03.2019 - 23:42 - Alles für Schalke

@rwo oldie: Nun ja, in Teilen gebe ich Dir Recht. In dem Punkt, dass der Aufsichtsrat endlich mal zur Verantwortung gezogen werden sollte z.B. Nach 22 Trainern in 18 Jahren Regentschaft hat TÖNNIES ausgedient.

Tönnies hat aber nicht ausgedient, weil er Heidel geholt hat, sondern weil er es nicht geschafft hat ihn zu halten und weil er es nie schaffte, Kontinuität auf dem wichtigen Posten des Trainers hinzubekommen.

Wo ich Dir widerspreche: Ja, wir SIND ein Ausbildungsverein. Besser als Mainz, dank unserer Knappenschmiede. Aber mehr auch nicht. Unser Platz ist zwischen Platz 8 und 12. Die Zukunft gehört schon langen den ausgegliederten Vereinen. 2007 gab es mal einen e.V. als Meister, seitdem nicht mehr. Wollen wir auch mal über Erfolge jubeln, müssen wir zwingend ausgliedern! Es ist doch kein Zufall, dass die beiden Vereine, die um die Meisterschaft spielen, beides Aktiengesellschaften sind!

In einer Urabstimmung, wo jedes Schalke Mitglied abstimmen kann und nicht nur die, die am Lautesten sind, und dann wird endlich ausgegliedert und Schalke steht dann in wenigen Jahren da, wo wir hingehören: Auf Platz 1!

Und zu Uth: Das ist ein feiner Kerl, der sich nun ein wenig Luft macht und durch den von der Presse (wo war da Tönnies!?!?!) angeschossenen Trainer zu einem Kollateralschaden wurde. Das sollte man nicht überbewerten. Uth ist ein Guter, das wird er bei uns noch beweisen - oder woanders. Hoffentlich bei uns!

Glückauf!

29.03.2019 - 21:27 - RWO-Oldie

Also ich fand, das Naldo einer der Garanten für die Vizemeisterschaft war und glaube nicht, dass er innerhalb von drei Monaten das Fußballspielen verlernt hat. Vor allem, welcher Verteidiger war denn besser als Naldo?

@Menas - so sehe ich das auch.
Heidel wollte wieder der große Trainer-Entdecker sein - wie in Mainz mit Tuchel und Klopp. Nur hat Heidel auch hier vergessen, dass Schalke nicht mit Mainz vergleichbar ist. In Mainz hätte Tedesco sich auch im Biotop zu einem guten Trainer entwickeln können. Auf Schalke hat man keine Zeit als Ausbildungsverein zu fungieren.

Letztlich hat der Aufsichtsrat den Fehlgriff Heidel zu verantworten und damit die Gesamtsituation auf Schalke.

29.03.2019 - 19:44 - Menas

Tatsache ist, dass Tedesco aufgrund fehlender Erfahrung (unter anderem auch in Personalführung) überfordert war. Nur das kann man ihm schlecht zum Vorwurf machen. Heidel hat sich schließlich für einen Neuling entschieden. Authentisch kam Tedesco allerdings auch zu keiner Zeit rüber.

29.03.2019 - 18:18 - Noah1

@RWO-Oldie: In Sachen Höwedes, Fährmann und Naldo muss ich dir dann aber auch leider vehement widerspechen: hier hat dieser Trainer echt guten Charakter gezeigt, denn für alle gilt das Leistungsprinzip, wer sich dem nicht stellen will, ist nicht professionell, das scheint beim RW0-Oldie nicht so recht angekommen zu sein. Die Leistungsbereitschaft die Uth in den von mir angesprochenen beiden Spielen gebracht war unterirdisch, da scheints du widerum wenig Ahnung zu haben, kommt übrigens bei mir auch von einem ehemals Aktiven. " Der schafft es eben nicht das Optimum aus dem Potenzial herauszuholen", welch eine schlechte Analyse für das erste Jahr, wo er nochmals 120% aus diesem limitierten Kader geholt hat. Es ist und bleibt billiges Nachkarten zu einer Zeit, in der man meinen müsste, das es wichtigere Dinge gibt, als der Bildzeitung Munition zu liefern, er soll einfach nur liefern, wünsche ich ihm ja auch. Irgendwie siehst du offenbar eine andere Mannschaft wenn du glaubst dass in Gelsenkirchen ein Top-Team trainiert werden kann, das glaubt ja nicht mal der Huub. Bete mal lieber, dass es der Jahrhunderttrainer noch mal hinbekommt, in der 2. Liga umjubelt den lieben Uth nämlich keiner.

29.03.2019 - 14:41 - escapado

Diese Phänomen gegen den Trainer zu spielen gibt es nur bei Fans und Journalisten. Natürlich gibt es das gibt natürlich wieder keiner zu .

29.03.2019 - 13:35 - RWO-Oldie

Tut mir leid Noah1, aber deiner Interpretation muss ich vehement widersprechen.
Ich kenne Marc persönlich noch aus seiner Zeit beim FC Köln. Es gibt kaum einen Fuballler, der so klar und anständig ist, wie Marc.
Ja, vielleicht war er etwas sensibel. Aber, wenn Dir indirekt durch den Trainer Charakterschwäche unterstellt wird, dann ist das ein persönlicher Angriff - der nichts mit sportlicher Kritik zu tun hat. Welchen Charakter hat denn Herr Tedesco gezeigt - Höwedes, Fährmann, Naldo?

Woher weißt Du, dass Marc gegen den Trainer gespielt hat? Du hast leider keine Ahnung vom aktiven Fußball.
Diese Phänomen gegen den Trainer zu spielen gibt es nur bei Fans und Journalisten.

Wenn Spieler bzw. eine Mannschaft schlecht spielt liegt es am Trainer - fertig. Der schafft es eben nicht das Optimum aus dem Potenzial rauszuholen. Tedesco war da ein unerfahrener Jungtrainer, der noch viel zu viel mit sich selbst zu tun hat und noch nicht soweit ist, ein Top-Team zu führen.

Wenn Marc Uth nun im Interview versucht, seine Haltung zu erklären und sich auch für das geschwänzte Training zu entschuldigen und Reue zeigt - was ist dagegen einzuwenden?

Warum hat sich Heidel blenden lassen? Hast Du dir die Karriere von Uth mal genau angesehen? In der kommenden Saison mit einem neuen Trainer werden die Schalker Uth umjubeln. Wetten?

29.03.2019 - 10:43 - Noah1

Ganz schlechter Stiel von Uth: hat wohl noch die Zeit, sich diesem Käseblatt zu offenbaren und nachzukarten. Wer aus familiären Gründen ein Spiel verpasst und dies nicht formgerecht kommuniziert, wird vom Dienst suspendiert, wer in diesen Tagen, wo es um die Existenz des Vereins geht, so einen Scheiss als Angestellter in die Welt setzt, mit dem sollte ebenso verfahren werden. Er ist einer, der in Mainz und Düsseldorf ganz klar gegen den Trainer gespielt hat. Da hat Heidel sich auch von den 14 Toren blenden lassen und ganz vergessen, dass in Hoffenheim in der Offensive viele besser waren und er seine Tore in der Regel nur als Joker gemacht hat Er zählt bestimmt nicht zu Malochertypen, die diesen Club vor dem Abstieg bewahren sollen.