10.10.2018

Petition

S04-Ultras fordern Videobeweis-Ende

Foto: Thomas Tartemann

"Zurück zum Ursprung" wollen die Ultras Gelsenkirchen - und daher den Videobeweis abschaffen. Helfen soll dabei eine Online-Petition, die die Gruppe gestartet hat. 

Mit einem "Fußball spielen statt diskutieren"-Banner hatten die Schalker Ultras in der Vergangenheit schon mehrfach gegen den Video-Assistenten protestiert - zuletzt beim Auswärtsspiel in Düsseldorf. Mit einer Online-Petition wollen sie ihrer Forderung nun Nachdruck verleihen.


Jeder, "der diesen Sport liebt" müsse sich eingestehen, "dass auch nach Ablauf einer gesamten Spielzeit keine klare Linie bei den Entscheidungen zu erkennen ist", begründen die Ultras ihre Forderung. "Die unterschiedlichen Auslegungen vergleichbarer Spielsituationen machen das Spiel nicht gerechter als vermeintliche Fehlentscheidungen des Schiedsrichters auf dem Feld."

Vielmehr würde der Videobeweis für unnötige Störungen und Unterbrechungen sorgen,  "in denen niemand im Stadion oder auf dem Platz so richtig weiß, was nun geschieht." Der Fußball lebe jedoch "vom Auf und Ab und von seinem Emotionen".

Mit ihrer Online-Petition wollen die Ultras nun nicht weniger versuchen, als den Videobeweis vollständig abzuschaffen. Kurz nach dem Start haben bereits mehr als 2.000 Personen die Petition unterzeichnet. Nun hat die Gruppe noch sechs Wochen Zeit, um das ehrgeizige Ziel von 50.000 Unterschriften zu erreichen. fn

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12.10.2018 - 10:11 - easybyter

Die Tatsache, dass der Video-Beweis oft nicht sachgerecht und manchmal willkürlich ausgelegt wird, bedeutet nicht, dass er abgeschafft werden soll. Bei der WM hat er doch super funktioniert. Der Schiedsrichter auf dem Platz muss dabei das Heft des Handelns behalten und der Video-Assistent darf nur bei klaren Fehlentscheidungen eingreifen, nicht jedoch, wenn er evtl. anders entschieden hätte, denn damit untergräbt er die Autorität des Schiedsrichters. Es muss da eine klare Richtlinie geben und dafür geschulte Assistenten. Was sich z.B. ein Herr Stark geleistet hat, der zwei mögliche Entscheidungen aus Köln korrigiert hat, darf sich nicht wiederholen. Dazu sollte transparent gemacht werden, was da gerade geprüft wird, damit die Zuschauer das nachvollziehen können. So könnte der Video-Beweis tatsächlich zu mehr Gerechtigkeit führen. Er darf aber auf keinen Fall ein Instument sein, mit dem sich ein Video-Assistent in Köln zum Oberschiedsrichter macht.

11.10.2018 - 14:04 - asaph

Ein Bild - wie das obige- sagt mehr als 1000 Worte...

11.10.2018 - 07:19 - Rattenfänger

Ultras abschaffen!

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