Der FC Schalke 04 unterlag am Samstag im Revierderby der Fußball-Bundesliga bei Borussia Dortmund mit 0:4 (0:2). Dementsprechend unzufrieden war S04-Trainer David Wagner.

Nach 0:4 beim BVB

Schalke-Trainer: "Schütteln und schleunigst besser machen"

16. Mai 2020, 19:44 Uhr
Blicke sagen oft mehr als Worte: Schalke-Trainer David Wagner war mit dem Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden. Foto: firo

Blicke sagen oft mehr als Worte: Schalke-Trainer David Wagner war mit dem Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden. Foto: firo

Der FC Schalke 04 unterlag am Samstag im Revierderby der Fußball-Bundesliga bei Borussia Dortmund mit 0:4 (0:2). Dementsprechend unzufrieden war S04-Trainer David Wagner.

Der Re-Start des FC Schalke 04 nach der wochenlangen Corona-Pause ist mächtig in die Hose gegangen. Ausgerechnet beim Erzrivalen Borussia Dortmund gerieten die Gelsenkirchener mächtig unter die Räder. 0:4 hieß es nach 90 Minuten. Dabei hätte das Ergebnis vielleicht sogar höher ausfallen können. Die Schalker waren eigentlich nur in den ersten zehn bis 15 Minuten stark genug für den BVB.

Ansonsten fehlte es S04 beim Geisterspiel im Signal Iduna Park allen voran an den so elementaren Grundtugenden wie Kampf- und Einsatzbereitschaft. Auch Schalke-Aufsichtsratschef legte den Finger in die Wunde. "Unsere Mannschaft hat nicht wie gewöhnlich gespielt. Irgendwie hat der Kampf gefehlt. Ich habe keine Erklärung dafür. Aber irgendwie denke ich, dass sich unsere Jungs an die Atmosphäre gewöhnen müssen. Dass wir sofort mit dem Derby starten mussten, war vielleicht ein Nachteil. Das darf und sollte aber keine Entschuldigung sein", resümierte Clemens Tönnies beim Bezahlsender "Sky".

David Wagner will die Derbypleite schnell abhaken

Klar, auch Trainer David Wagner, der schon vor der Corona-Pause mit Schalke kriselte, hatte sich einen gänzlichen anderen Auftritt im so brisanten Derby gewünscht.

"Wir haben kein gutes Fußballspiel gezeigt und zu ungünstigen Zeitpunkten die Gegentore bekommen – kurz vor und kurz nach der Pause. Es war insgesamt nicht mutig genug. Wir haben Dortmund die Räume geboten, um ihr Spiel aufzuziehen. Die Gegentore waren relativ einfach zu verhindern. Wir hatten kein Gefühl dafür, wo wir stehen. Im Defensivverhalten war das nicht gut und deshalb haben wir das Spiel verdient verloren", bilanzierte Wagner auf schalke04.de.

Trotzdem: Der 48-jährige Fußballlehrer, der mit Schalke seit sieben Pflichtspielen auf einen Sieg wartet, wollte die Niederlage auch nicht zu hoch hängen und blickte schnell wieder nach vorne: "Es gilt, sich zu schütteln und es schleunigst besser zu machen. Die Mannschaft hat – trotz des Ergebnisses – viel Entwicklungspotential. Ich möchte da nach solch einem Tag nicht alles kleinreden."

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17.05.2020 - 16:13 - vomFlankengott

@ Schalker 1965

Wieder 99% Zustimmung

Bei Schubert würde ich mich etwas mehr zurückhalten in der Bewertung. Du könntest aber trotzdem Recht behalten, weil er momentan, so hat's den Anschein, eventuell verheizt wird. Die Äußerungen von Schneider bezüglich Schubert vor dem Spiel waren sicherlich gut gemeint aber halt suboptimal. Habe ich hier auch schon vor dem Spiel geschrieben.

Schneider sollte sich aus dem sportlichen Trainergeschäft konsequent raushalten! Und Tönnies sollte gar nix sagen. Beides würde Schalke mehr nützen. Arbeiten nicht Labern...

Der ganze Rest des Kommentars trifft den Nagel auf den Kopf! Aber bei Prognosen wo Schalke am Ende der Saison landet, wäre ich etwas vorsichtiger. Vor allem wenn sie in die Zukunft gerichtet sind. Speziell noch in die Corona-Zukunft.

GLÜCKAUF

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17.05.2020 - 14:36 - Schalker1965

Mangels Sachverstand handelt Tönnies nicht rational. Seine Entscheidungen sind unberechenbar und nur darauf gerichtet, von eigenen Fehlern und Versäumnissen abzulenken. Seit seiner einsamen und völlig unverständlichen Entscheidung, den letzten Schalker Erfolgstrainer Jens Keller rausschmeissen zu lassen, geht es rapide bergab. Wagner wird als schwächstes Glied in der Kette das nächste Bauernopfer sein. Offen ist nur noch, wann der "Boss" das Kommando gibt. Am Ende wird ein Tabellenplatz zwischen 10 und 14 herausspringen. Mehr ist mit diesem wird zusammengewürfelten Kader nicht drin. Ursachen gibt es viele.
Im Sturm fehlt die individuelle Klasse: Ein Knipser mit der Qualität eines Huntelaar oder Sand ist wohl derzeit unbezahlbar. Auch auf den Außenpositionen konnten die Abgänge wie Farfan, Draxler oder zuletzt Sane nie ersetzt werden. Die Matondos, Kutucus und wie sie alle heißen, brauchen einfach noch Zeit, um sich zu entwickeln. Anderen Spielern wie z.B. Harit fehlt die Kostanz und sind in der Rückrunde nur noch ein Schatten der Hinrunde.
Das starke Mittelfeld der Hinrunde mit Serdar, McKennie, Mascarell wurde aufgrund der vielen Verletzungen auseinandergesprengt. Adäquate Alternativen sind nicht vorhanden.
Auch die starke Abwehr der Hinrunde mit Kenny, Sané, Kabak und Oczipka wurde verletzungsbedingt auseinandergerissen. Zwar stehen mit Todibo und Nastasic durchaus gleichwertige Alternativen zur Verfügung. Aufgrund der vielen Wechsel kommt es jedoch immer wieder zu Abstimmungsproblemen.
Ein weiteres großes Problem ist die Torhüterposition. Seitdem klar ist, dass Nübel zu den Bayern wechselt, hat er bei einem Großteil der Fans, aber offenkundig auch bei den Offiziellen jedweden Kredit verloren. Bei jeder Gelegenheit tobt der Mob. Dass das bei einem jungen und unerfahrenen Nachwuchstorwart nicht ohne Folgen bleiben kann, dürfte klar sein. Dabei ist Nübel im Schalker Tor ALTERNATIVLOS. Warum haben die Bayern wohl diesen Torwart verpflichtet? Sicher nicht, weil er die letzte Graupe ist. Der Junge hat ein Riesenpotential und hat uns im letzten Jahr in den entscheidenden Spielen gegen Hannover und Nürnberg den Arsch gerettet. Schubert hat allenfalls Zweitliganiveau. Mehr konnte man von dem ehemaligen Dresdner auch nicht erwarten. Leider fehlt den Schalker Verantwortlichen der Mumm, sich gegen die Widerstände von innen und außen durchzusetzen und sich klar und unmissverständlich für den besseren Torhüter auszusprechen. Dieses unsägliche Rumgeeier schadet Spielern und sportlicher Führung gleichermaßen.

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17.05.2020 - 13:04 - ali_hb

Ob mit oder ohne Zuschauern vor Ort, es bleibt ein sportlicher Wettkampf den Schalke gegen einen besseren Gegner verloren hat. Eigentlich kann die erste Elf, wenn alle in Form sind im oberen Tabellendrittel mitspielen, dahinter klafft aber doch eine große Lücke. Bei ein oder zwei Spielern mit Formschwäche oder Verletzungen bricht das Gebilde auseinander (Beispiel: Omar Mascarell, Torwart). Da nützen auch einzelne hochtalentierte Spieler wenig. Einen Kader der mindestens 16 gleichwertige Spieler hat, die unabhängig vom Spielsystem in der ersten Elf stehen können, hat Schalke nicht. So kann sich der Gegner zumeist vorher schon ausrechnen, wer spielt und wie man sich aufstellt. Da nützt es nichts, Raman in die Spitze oder McKenny auf die 6 zu stellen. Beides gute Spieler aber eben nicht unbedingt in dieser Rolle. Ich denke David Wagner macht das Beste aus der Situation. Realistisch gesehen, ist der Kader von ein paar Ausnahmen abgesehen nicht besser als Freiburg, Köln oder Union. Reschke und Schneider können nicht mal eben das reparieren was Heidel am Kader strukturell verbockt hat, das Pulver ist leider verschossen. Ich stelle mich gedanklich auf Mittelmaß und Abstiegskampf ein.

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17.05.2020 - 07:26 - Gemare

Ich habe mir dieses Fussballspiel !!!!!! keine 10 Minuten angesehen. So will ich Fussball nicht sehen.Das Ergebnis war mir hinterher auch egal.

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17.05.2020 - 06:20 - hoelwil

An Wagner liegts nicht. Ohne den guten und manchmal glücklichen Start wärs wieder Abstiegskampf. Der Kader gibt nicht mehr her. Sane und Todibo waren nicht nur körperlich schwerfällig sondern auch kognitiv langsam. Schubert muss die Treffer 2 und 3 auf seine Kappe nehmen und Matondo hat noch nie was vom abspielen gehört. Waren das noch schöne Zeiten als Belgier , Holländer und Dänen die Mannschaft verstärkt haben. Die haben angepackt wenns um die Wurst ging. Kein Vergleich zu den heutigen Einkäufen.

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17.05.2020 - 00:10 - Alles für Schalke

Wagner zu feuern wäre der größte Fehler, den man machen kann. Es liegt nicht am Trainer und nicht an den Trainern der letzten Jahre. Die einzige Konstante und hauptverantwortlicher Funktionär ist Tönnies. Wenn das Gefühl aufkommt, dass Wagner gescheitert sei, ist in Wahrheite Tönnies erneut gescheitert und muss endlich weg.

Sponsor kann er ja bleiben. Kein Sponsor nimmt Einfluss in das operative Geschäft und wenn Tönnies Schalke wirklich liebt, dann reiht er sich ein die Riege der Sponsoren und hält sich aus dem operativen Geschäft ein für alle mal raus!

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16.05.2020 - 22:38 - K.P.Schmidt

Zum Glück ist der Geldbeutel leer, sonst würden wir in zwei bis drei Wochen wieder um einem neuen Trainer disputeren.

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16.05.2020 - 21:20 - Schalker1965

"Es gilt, sich zu schütteln und es schleunigst besser zu machen. Die Mannschaft hat – trotz des Ergebnisses – viel Entwicklungspotential. Ich möchte da nach solch einem Tag nicht alles kleinreden."

Dieses traurige Lied singt Wagner nun schon die ganze Rückrunde. Bis auf den Sieg gegen schwache Gladbacher am Anfang der Rückrunde gibt's nur noch Rumpelfußball einer ganz schwachen Truppe. Besserung nicht in Sicht. Wagner scheint sein Pulver schon verschossen zu haben. Mal schauen, wann der "Boss" die Notbremse zieht und den nächsten Trainer rausschmeißen lässt. Zumindest insoweit kann man sich auf Tönnies verlassen.

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