Premier League

Schalke: So unglücklich lief das Kabak-Debüt beim FC Liverpool

Tizian Canizales
13. Februar 2021, 15:45 Uhr
Ozan Kabak (rechts) gewinnt ein Kopfballduell gegen Jamie Vardy. Foto: dpa

Ozan Kabak (rechts) gewinnt ein Kopfballduell gegen Jamie Vardy. Foto: dpa

Bei seinem Startelf-Debüt für den FC Liverpool musste der ehemalige Schalke-Profi Ozan Kabak eine 1:3 (0:0)-Niederlage gegen Leicester City hinnehmen. Daran war er nicht ganz unschuldig.

Nachdem Ozan Kabak in den vergangenen zwei Ligaspielen noch nicht den Weg in die Startelf des FC Liverpool gefunden hat, war es gegen Leicester City nun soweit. An der Seite von Jordan Henderson bildete der ehemalige Schalke-Profi das Innenverteidigerduo bei den Reds, das in dieser Form so natürlich zum ersten Mal zusammenspielte. 


Lange Zeit ging das Experiment mit dem nominellen Mittelfeldspieler und dem Neuzugang aus Gelsenkirchen in der Abwehrzentrale gut. Durch ein Tor von Mohamed Salah (67.) steuerte das Team von Jürgen Klopp den so wichtigen Auswärtssieg im Spitzenspiel an. Durch den Dreier wären die Reds punktgleich mit den drittplatzierten Foxes und würden den FC Chelsea um Thomas Tuchel, Kai Havertz und Timo Werner auf Distanz halten. 

Drei Gegentore in sieben Minuten, Kabak unglücklich beteiligt

Dass daraus schlussendlich nichts wurde, lag auch am ausgeliehenen Schalker Ozan Kabak. Zwischen der 78. und 85. Minute kassierte der FC Liverpool noch drei Gegentore, gab den Dreier leichtfertig aus der Hand. Beim 1:1 durch James Maddison (78.) noch unbeteiligt, hat das türkische Innenverteidigertalent seine Aktien bei der Leicester-Führung durch Jamie Vardy (81.). Bei einem langen Ball von Tielemanns stimmte die Kommunikation zwischen Kabak und seinem Schlussmann Alisson nicht. Beide stießen bei ihren Klärungsversuchen zusammen, sodass Vardy nur noch einschieben musste. 


Auch das 1:3 durch Harvey Barnes (85.) fiel aus Kabaks Sicht unglücklich. Nach einem Liverpooler Ballverlust in der Vorwärtsbewegung stürmte Barnes auf Alisson zu. Kabak verfolgte ihn zwar, konnte ihn jedoch nicht mehr entscheidend am Abschluss hindern. 

Ozan Kabak hatte den FC Schalke 04 am Deadline-Day des Wintertransferfensters auf Leihbasis gen Liverpool verlassen. Die Engländer besitzen eine Kaufoption. Sollten sie diese im Sommer ziehen, darf sich der FC Schalke 04 über eine Gesamtsumme von rund 30 Millionen Euro freuen.

Weitere News zum FC Schalke 04

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren

15.02.2021 - 13:27 - vomFlankengott

Diese sog. KaufOPTIONEN mit "festgeschriebener" Ablösesumme sind nix anderes als Zockerei.

Diese Zockereien können gut gehen (vermutlich bei McKennie/Juventus) oder auch schieflaufen (noch völlig offen bei Kabak/Liverpool) Bei Bentaleb/Newcastle ging's ja auch tatsächlich mal so richtig schief.

Selbstverständlich hätte man die Spieler auch sofort verkaufen können (vielleicht auch mit einem um ein Jahr hinausgeschobenen Zahlungstermin). Dann würde man sich halt mit einer geringeren Ablösesumme zufrieden geben müssen. Aber Schneider zockt halt gern. Ich glaub' das war immer Einstellungsvoraussetzung beim Fleischzerleger.

Jetzt hamma den Salat.

GLÜCK AUF

13.02.2021 - 17:19 - It's man

Blöd für uns. Nur ein starker Kabak bringt am Ende der Saison einen guten Deal und etwas Startkapital für Liga 2.

13.02.2021 - 16:53 - PepAncelotti

@S04Charly
Das kann gut sein. S04 wird den Abstieg wohl leider nicht mehr verhindern können. Der Punkterückstand ist zwar groß, aber nicht unmöglich.
Allerdings hat das spielerische Niveau durch die Neuen sich nicht großartig verbessert.

13.02.2021 - 16:36 - S04Charly

Ich fand ihn auch immer zu dick, überbewertet und zu leichtsinnig....wenn wir wirklich abgehen, wonach aussieht, zieht liverpool NICHT die Option und hofft beim SSV billiger dran zu kommen...
Gemeint ist unser SchalkerSchlussVerkauf

13.02.2021 - 16:28 - PepAncelotti

Stuttgart war vor 2 Jahren mit dem abgestiegen und Schalke steht in dieser Saison auch wegen ihm ganz unten.
Wo gibt er da mehr Stabilität in der Abwehr? Vollkommen überschätztes Talent.