23.10.2018

CL

Schalke simuliert Stimmung in Instanbul

Foto: Reuters

Domenico Tedesco hat vor dem Champions-League-Spiel bei Galatasaray Istanbul (21 Uhr/DAZN) nichts unversucht gelassen, damit seine Mannschaft am Mittwochabend in der „Hölle von Istanbul“ besteht.

Die Anhänger des türkischen Rekordmeisters gelten als eine der lautesten Fanszenen der Welt, die Stimmung im Türk-Telekom-Stadion ist überwältigend.


Das weiß auch Domenico Tedesco, der deshalb die letzte Einheit vor dem Abflug nach Istanbul in die Veltins-Arena verlegte. Dort überraschte der 33-Jährige seine Mannschaft dann inmitten der Einheit, als er Tonsequenzen von lauten Gesängen der Galatasaray-Fans über die Stadionlautsprecher abspielte. Schalkes Stürmer Guido Burgstaller verriet: „Als der Einspieler kam, dachten wir, dass das Stadiondach aufgeht. Wir haben mit der CD nicht gerechnet, nach einer Zeit war es unangenehm.“ 

Tedesco kündigte an, dass er seine Spieler in der letzten Mannschaftssitzung vor der Partie erneut auf die Lautstärke und die hitzige Atmosphäre im Türk-Telekom-Stadion hinweisen will. Im Stadion von Galatasaray wurde bereits eine Lautstärke von 131 Dezibel gemessen. Gheorge Hagi, Spielerlegende beim türkischen Rekordmeister, sagte über die Atmosphäre dort einmal: „Unsere Fans erwecken Tote wieder auf.“

Bedenken, dass Torwart Alexander Nübel, der den verletzten Stammkeeper Ralf Fährmann am Mittwochabend vor der speziellen Kulisse in Istanbul vertreten wird, Nervenflattern bekommen könnte, haben weder Tedesco noch Guido Burgstaller. „Alex hat es gegen Bremen, auch wenn die verloren haben, gut gemacht. Er ist ein mutiger Torwart, das braucht es auch hier in Istanbul“, sagte Tedesco. 

Guido Burgstaller lobte den 22 Jahre alten deutschen U21-Nationaltorwart in den höchsten Tönen. „Das ist nichts anderes für uns, als wenn Ralle im Tor stehen würde. Wir haben volles Vertrauen in ihn. Er ist ein Toptalent und im Training hält er manchmal Bälle, bei denen ich mich frage, wie er die gehalten hat. So etwas sieht man selten.“

Autor: Thomas Tartemann

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