Trainer David Wagner hat trotz des Negativlaufs beim FC Schalke 04 eine Jobgarantie bekommen. 

Bundesliga

Schalke: Schneider spricht Trainer Wagner Jobgarantie aus

28. Mai 2020, 13:37 Uhr
Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider. Foto: dpa

Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider. Foto: dpa

Trainer David Wagner hat trotz des Negativlaufs beim FC Schalke 04 eine Jobgarantie bekommen. 

Laut Sportvorstand Jochen Schneider will der Revierclub die Saison auf jeden Fall mit dem 48-Jährigen beenden. „Wir werden gemeinsam mit David Wagner zur neuen Saison diesen roten Faden wieder aufnehmen und damit weitermachen, wo wir im Januar, Februar unterbrochen wurden“, sagte Schneider am Donnerstag bei Sky Sport News HD.

Die Königsblauen sind seit zehn Spielen sieglos und nach dem 1:2 am Mittwoch bei Fortuna Düsseldorf das schlechteste Rückrundenteam der Liga. Nur angesichts der starken Hinserie mit 30 Punkten ist Schalke mit 37 Zählern aus bislang 28 Spielen nicht in akuter Abstiegsgefahr.

„Im Moment sind wir nicht in der Lage, den Fußball zu spielen, der uns in der Hinserie ausgezeichnet hat. Diesen roten Faden haben wir verloren. Dafür gibt es aber Gründe“, sagte Schneider weiter nach einem Gespräch am Morgen mit Wagner. „Er ist gefestigt und angriffslustig“, berichtete Schneider. dpa

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren

29.05.2020 - 15:24 - Schalker1965

Hier geht's doch gar nicht mehr um die Frage, ob Wagner gehen muss, sondern nur noch darum, wann seine Ablösung erfolgt. Da in vielen Ligen die Spielzeiten bereits beendet sind, könnte es mit der Neuverpflichtung schnell gehen. Möglicherweise schon am Wochenende im Falle einer Klatsche gegen Werder?

28.05.2020 - 23:13 - impossible.mission

Der eindeutige Tenor ist hier wohl den Trainer nicht zu wechseln. Ich denke aber , es macht eher Sinn jetzt einen Cut zu vollziehen. Es wird nur eine kurze Sommerpause geben. Geld für Neuverpflichtungen ist nicht da und die erhoffte Kohle für verliehene Spieler wird auch deutlich niedriger ausfallen. Abzuwarten nur um dann festzustellen das es doch nicht passt heißt natürlich auch dem neuen Trainer keinen einfluss auf die Kaderplanung zu haben und keinerlei Möglichkeiten etwas auszuprobieren. Die hätte er jetzt sehr wohl da es eh um nix mehr geht.

28.05.2020 - 20:46 - gerdstolli

Auf Schalke ist das mit dem Anspruch anders, yaqyabinx, das müsstest du wissen. Bei der Bekanntgabe des Kaders werden anspruchsvolle Ziele zu Beginn der Saison auf Schalke gesetzt und unter den Fans weitergegeben. Das seht man an den schriftlichen Äußerungen nicht nur im Reviersport. Begeisterung hin oder her, Realismus und vorsichtiger Optimismus und Geduld sollte auf Schalke zur Maxime werden, aber ob ich das noch erlebe?!?!

28.05.2020 - 20:45 - BallaBalla

Den Trainer vor Saisonende zu entlassen macht keinen Sinn. Die europäischen Plätze sind futsch, von den Abstiegsplätzen ist man weit genug entfernt. Dem Stadion bleibt keiner zusätzlich fern, wird eh vor leeren Rängen gespielt. Fernseher kann man auslassen. Wenn man immer von "einem Trainer Zeit geben" spricht dann ist genau dies die richtige Situation. Abgekürzt: Er kann nix mehr kaputtmachen, kann zeigen dass er in einer solchen Phase die Kurve bekommt. Bekommt er sie nicht... Adios.
Die Saison ist eh dahin, aufregen bringt nichts. Vielleicht findet man noch ein paar faule Eier bzw. Leistungsverweigerer die man direkt mit raus wirft. Aber wer weiß, möglicherweise geht es ja auch wieder bergauf, dann sind wieder alle glücklich. Das nennt man Ergebnissport.

28.05.2020 - 19:44 - yayabinx

Mag schon sein das ich die Blau-Weisse Brille habe. ich bin halt Fan dieses Clubs.
Anspruch ist etwas das normalerweise wachsen muss im Laufe einer Saison. Wir hatten in der Vorrunde 2 mal die Möglichkeit auf Platz 1 zu springen. Ich glaube einfach nicht das alles in der Mannschaft schlecht ist. Wir werden viele Spieler verkaufen. Kabak, McKennie, Harit und Sane. Andere werden nicht verlängern wie Caligiuri. Warum dann nicht einen Neuanfang im kommendan Jahr mit Eigengewächsen wie Mercan, Boujellab, Matondo und Kutucu. Dazu ein paar Spieler mit Potenzial wie Jamie Leweling, Niklas Dorsch und Kevin Ehlers. Als erfahrene Spieler würde ich versuchen Mascarell, Oczipka und Stambouli zu behalten. Ich habe keine Ahnung ob der Schubert das schafft im kommenden jahr die Nummer 1 zu werden. Er hat halt 0 Strafraumbeherrschung. Ralle hat dafür 2 linke Füße. Das wird eine Monsteraufgabe für Reschke und Schneider.

28.05.2020 - 19:36 - Schalker1965

Was Schneider sagt und denkt ist doch völlig egal. Auf Schalke bestimmt einzig und allein der "Boss". Wenn ich schon höre, dass die Offiziellen das Wort "Jobgarantie" in den Mund nehmen, bedeutet dass nichts anderes, dass man auf Schalke längst einen neuen Trainer sucht. Ich erinnere an das Jahr 2014. Tönnies im Sport 1 Doppelpass und gibt Keller die sog. Jobgarantie. Nur wenige Wochen später muss der letzte Schalker Erfolgstrainer Keller seinen Hut nehmen, weil Tönnies' Größenwahn darin gipfelt, mit Di Mateo einen Trainer auf Schalke zu verpflichten, der die CL gewonnen hat. Ich zitiere die FAZ vom 07.10.2014:

"Was ist das für eine sportliche Führung, die die Leistungsfähigkeit ihres Trainers manchmal im Monats-, manchmal im Wochenrhythmus neu bewertet? Die Rechnung geht nicht auf. Schalke hat ein Führungsproblem.

Endlich ist das unwürdige Spiel zu Ende. Schalke 04 hat Jens Keller seines Trainerpostens enthoben. Seit der 43 Jahre alte Fußball-Lehrer aus Schwaben am 16. November 2012 den Job übernommen hatte, stand er auf der Kippe. Sein Stuhl hörte nur dann zu wackeln auf, wenn die Schalker eine Erfolgsserie genossen. Das kam in den knapp zwei Jahren seines Wirkens immer wieder einmal vor. Doch schon nach dem ersten Rückschlag erwachten wieder die Zweifel. Gerade zwei Wochen sind seit dem glanzvollen Derbysieg über Borussia Dortmund und dem ehrenvollen 1:1 beim FC Chelsea in der Champions League vergangen.
Was ist das eigentlich für eine sportliche Führung, die die Leistungsfähigkeit ihres Trainers manchmal im Monats-, manchmal im Wochenrhythmus neu bewertet? Es ist eine Führung, die von ihrer Entscheidung nicht überzeugt war, den damaligen Jugendtrainer Keller zum Cheftrainer zu machen.
Es ist eine Führung, die dann ihre Meinung und Kommentare der vor Begeisterung oder Enttäuschung kochenden Schalker Volksseele anpasste. Keller durfte nie gewiss sein, dass der starke Schalker Mann, Aufsichtsratschef Clemens Tönnies, und Sportdirektor Horst Heldt davon überzeugt waren, dass er ein guter Trainer ist. Dennoch arbeitete er unverdrossen weiter, dennoch erarbeitete er sich ein gutes Standing bei der Mannschaft.

Die nackten Resultate konnten sich sehen lassen. Keller brachte Schalke in der Bundesliga bei einem Schnitt von 1,61 Punkten pro Spiel auf die Ränge drei und vier und damit in die Champions League. Dort überstand die Mannschaft jeweils die Gruppenphase, scheiterte dann jeweils im Achtelfinale.

Eine Bilanz, die realistischen Erwartungen entsprach, die königsblaue Träume aber nicht erfüllte. Das „Normale“ ist auf Schalke nicht genug, es sei denn, es wird dem hochemotionalen Fußballvolk durch eine charismatische Figur verkauft. Das war Keller nie und wird es auch nicht werden. Der Punkt, der ihn zudem angreifbar werden ließ, war die Spielweise der Mannschaft.

Auch während der Erfolgsserien war nur in seltenen Fällen ein klares System oder so etwas wie eine Handschrift des Trainers zu erkennen. Triumphe kamen vornehmlich zustande, wenn das Team einen außergewöhnlichen Kampfgeist mobilisierte oder die individuelle Klasse der Starspieler durchschlug.
Von denen leistet sich Schalke eine Menge. Was sich Schalke nicht leistet, ist eine kompetente sportliche Führung, die genau weiß, was sie will und mit wem sie es erreichen will. Ergebnis gut = Trainer gut, Ergebnis schlecht = Trainer schlecht, diese Gleichung geht nicht auf, wenn man ganz Großes will, nämlich die Bayern herausfordern und die Dortmunder überrunden. Dazu braucht man ein Konzept. Mehr als der Trainer steht die Führung der Erfüllung der Schalker Träume im Weg."

Der Kommentar der FAZ hat an seiner Gültigkeit bis heute nichts eingebüßt. Und dann stelle hier noch einmal jemand in Frage, dass Tönnies irgendetwas mit dem Schalker Niedergang zu tun habe. Tönnies und seine Schulterklopfer im AR tragen am Ende des Tages die Verantwortung für das, was wir heute bejammern. Aber eins ist auch klar, Tönnies ist mit Schalke noch nicht fertig. Traurige Aussichten auf Schalke!

28.05.2020 - 19:28 - AloaGoa

6 Spieltage vor Saisonende den Trainer zu wechseln, wäre das Dümmste was man machen könnte. Hatten wir nicht letztes Jahr unter einem anderen Trainer eine ähnliche Situation? Da liegt doch Vermutung nahe, dass es eher am Spielermaterial liegt als am Trainer. Diese Mannschaft würde größtenteils von Heidel und seiner Gefolgschaft zusammengestellt. Das Problem auf Schalke liegt ganz woanders, aber garantiert nicht bei Wagner oder Schneider.

Beitrag wurde gemeldet

28.05.2020 - 19:00 - Libuda63

Was Herr Wagner nach dem Spiel geäußert hat, ist schon bitter. 25% Ballbesitz in Düsseldorf waren geplant. Das was da geleistet wird läuferisch und spielerisch, reicht in der Bundesliga gegen gar keinen. Da fehlen 3 wichtige Spieler, die Probleme haben andere auch. Wegen Experten wie dem Metzger, Schneider und Co. steht Schalke da wo sie stehen. Das war letzte Saison schon unterirdisch und irgendwann ist das Glück mal vorbei. Siehe HSV. Den Trainer kann man jetzt auch behalten, da diesmal nichts passieren mehr wird.

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

28.05.2020 - 18:27 - gerdstolli

@yayabinx
Deine blau-weisse Brille in Ehren, aber übersiehst du nicht etwas? Welcher Anspruch steht hinter dem so teuren Team. Jetzt von Vermeidung des Abstiegs zu reden entspricht zwar der Realität, aber das kann es doch nicht sein, was diesem Team mit diesen hochbezahlten Stars entspricht. Da muss mehr kommen und vor allem muss sich die Einstellung einiger Spieler gewaltig ändern. Hoffentlich kriegen sie die Kurve!

28.05.2020 - 17:01 - DerSportbeobachter

... Im Grunde nachvollziehbar. Die bräuchten schon Harry Potter, der vielleicht aus Scheiße Gold zaubern könnte.

28.05.2020 - 16:38 - yayabinx

Ich finde gut was JS gesagt hat. Der Trainer bleibt bis zum Saisonende mindestens. Sonst gibst Du der Mannschaft ein Alibi. Wenn es nicht läuft ist eh der Trainer schuld. Ich finde auch richtig was DW gemacht hat. Er hat die Mannschaft, zum Aufbau von verlorenem Selbstvertrauen, sehr defensiv eingestellt. Dieser Plan wurde von der Mannschaft zu 95% umgesetzt. Bis zum 1:0. Dann kamen 2 Faktoren hinzu. Düsseldorf hat einen Zahn draufgepackt und ist noch aggressiver zu Werke gegangen. Unsere hingegen haben gedacht sie haben jetzt wieder alles im Griff. Da es im Fußball keine Auszeiten gibt, konnte der Trainer danach nicht mehr wirklich eingreifen. Ich hätte anders aufgestellt aber ich muss sagen die meisten von denen die ich weggelassen hätte haben eigentlich bis zum Tor keine Fehler gemacht. Außer Burgi. Der Mann kann einem im Moment nur Leid tun so wie er sich über den Platz schleppt. Beim 1:1 gebe ich Schubert übrigens keine Schuld. Der hätte genau gepasst und war im Eck wo die Mauer stand. Den musst Du erstmal halten. Nastasic aber MUSS das Tor verhindern. Wir werden wohl keine offensiv ausgerichtete Schalkemannschaft mehr zu sehen bekommen in dieser Saison. Aber wenn sie es hinbekommen den Plan der ersten Stunde mit zum Ende des Spiels zunehmender Aggressivität durchzuziehen, werden wir den Abstieg verhindern können. Zur neuen Saison werden die Karten mit viel weniger Geld neu gemischt. Es ist übelst bitter dann schon die zweite Saison nacheinander ohne Europapokal auskommen zu müssen. Da möchte ich mich nicht daran gewöhnen. Kann aber sein, dass das für immer und ewig vorbei ist.

28.05.2020 - 15:42 - westkurver

Recht so, Herr Schneider. Konsequenterweise sollten sie auch Wagners Vertrag sofort um mindestens 3 Jahre verlängern.
Das schafft Vertrauen und macht ihn noch gefestigter und angriffslustiger. Na komm, mindestens 5 Jahre! :-)))))

28.05.2020 - 15:29 - Micki1805

Leute - die Aussage vom Herrn Schneider geht gar nicht.
Vielleicht sollte Herr Schneider mal über seinen Job nachdenken.
Der sitzt auf der Tribüne und sieht die Spiele - dann frage ich mir nur, was der für Spiele sieht.
So was schlechtes was wir zur Zeit spielen, dass geht doch gar nicht.
Herr Schneider machen Sie sich mal Gedanken um Ihren Job.
Den Herrn Resch kann man sofort mit ins Paket packen - der hat auch keine Ahnung - hat auch nur überall Chaos hinterlassen.
Warum bekommen wir immer die blinden, die keiner mehr haben will? ;(
GLÜCK AUF

28.05.2020 - 13:59 - Schacht 7

Wir reden von dieser Saison alles weitere wird man dann sportlich sehen und erläutern mit Wagner.
Sollte es keinen erkennbaren sportlichen Fortschritt geben muss es einen Cut geben.
Bei anderen Bundesligisten gibt es ja auch Trainer Diskussionen deshalb sollte die Kirche erstmal im Dorf bleiben.

Glück Auf