Bundesliga

Schalke: Riether über Gross, Harit und eine mögliche Serie

Leon Peters
11. Januar 2021, 20:30 Uhr
Traut dem FC Schalke 04 eine Serie zu: Lizenzspielerchef Sascha Riether. Foto: firo

Traut dem FC Schalke 04 eine Serie zu: Lizenzspielerchef Sascha Riether. Foto: firo

Der Knoten ist geplatzt: Am vergangenen Spieltag hat der FC Schalke 04 durch das 4:0 über die TSG Hoffenheim den ersten Bundesligasieg nach knapp einem Jahr eingefahren. Lizenzspielerchef Sascha Riether weiß die Situation allerdings angemessen zu bewerten.

Das Gefühl, das im gesamten Umfeld des FC Schalke 04 nach dem ersten Sieg nach einem knappen Jahr und dem Nicht-Einstellen des ewigen Sieglos-Rekordes von Tasmania Berlin überwiegt, ist Erleichterung. Der 4:0-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim soll der Brustlöser sein für einen beherzten Schalker Abstiegskampf, an dessen Ende um jeden Preis der Klassenerhalt stehen soll.


"Wir alle haben uns nach diesem Moment gesehnt. Das war der Sieg, den wir gebraucht haben und der hoffentlich den Stein ins Rollen gebracht hat. Dieser Sieg war unfassbar wichtig, um die Köpfe frei zu bekommen. Nichtsdestotrotz haben wir noch 19 extrem wichtige Spiele vor uns", gibt sich Lizenzspielerchef Sascha Riether im "Sport1"-Interview gleichsam befreit und warnend. 

Der 37-Jährige, der sein neues Amt bei Königsblau seit Juli 2019 bekleidet und auf 249 Bundesligaeinsätze, davon 23 im Schalker Trikot, kommt, macht darauf aufmerksam, dass auch die anderen Teams im Keller punkten. "Wir trauen uns zu, eine Serie zu starten. Wir sehen aber, dass auch die Konkurrenz nicht schläft. Bielefeld gewinnt beispielsweise gegen Hertha. Wir müssen daher auf uns schauen und vor allem unsere Hausaufgaben machen." Die nächsten Schalker Gegner sind Frankfurt, Köln, Bayern, Bremen und Leipzig.

Riether: Gross hat eine "wahnsinnige Ausstrahlung"

Der Einfluss, den Schalkes neuer Trainer Christian Gross auf die Mannschaft hat, sei laut Riether durchweg positiv. "Er hat eine wahnsinnige Ausstrahlung. Wenn er in die Kabine kommt, füllt er automatisch den Raum und es herrscht erstmal Ruhe. Seine Art kommt bei den Spielern wahnsinnig gut an - auch, weil er verschiedene Sprachen spricht", erklärt ehemalige rechte Verteidiger. 


Die Spieler im Fokus gegen die TSG waren neben Dreifach-Torschütze Matthew Hoppe auch Amine Harit, der an allen vier Treffern beteiligt war, und Rückkehrer Sead Kolasinac, der das Team direkt als Kapitän aufs Feld führte. "Amine ist sicherlich ein Gewinner des Trainerwechsels. Christian Gross weiß, wie er ihn anpacken muss. Er ist ein herausragender Spieler, der den Unterschied machen kann", sagt Riether über den Marokkaner. Und auch über Kolasinac verliert er nur lobende Worte. "Sead tut uns in allen Bereichen gut. Seo lebt Schalke. Er reißt jeden einzelnen mit seiner unfassbaren Energie mit."

Trotz der Gala-Vorstellung von Hoppe gegen Hoffenheim ist es kein Geheimnis, dass S04 sich aktuell noch auf dem Transfermarkt umschaut. Auch Gross hatte zuletzt wiederholt den Wunsch nach neuen Offensivkräften geäußert. Sein Kollege Riether über die Personalplanung: "Es muss passen und Sinn ergeben."

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12.01.2021 - 18:07 - vomFlankengott

@ Bayerischschalke

Das ist nicht nur Deine Wahrnehmung. Das ist auch tatsächlich so.

Es gibt genau 2 Möglichkeiten wo der Schuh drückt.

Entweder wir sind nicht wettbewerbsfähig weil uns ausreichende finanzielle Mittel fehlen wegen nicht erfolgter Ausgliederung. So sehen es viele Schalker, dass Schalke nicht mehr zeitgemäß aufgestellt sei.

Oder aber die finanziellen Mittel wurden nicht effizient eingesetzt. Hauptsächlich weil sportliche Kompetenz fehlt für intelligente (beim Einkauf bereits den gewinnbringenden Verkauf bedenken) Zukunftsinvestitionen in Spieler. Es ist eine objektive Tatsache, dass auf Schalke der Spieleretat in krassem Mißverhältnis zum sportlichen Ergebnis steht. Lange Zeit hatten wir den drittgrößten Etat aber ein nicht adäquates sportliches Ergebnis. Einen solchen Etat kann man sich aber NUR dann leisten, wenn man regelmäßig die CL-Teilnahme schafft. Sonst refinanziert sich das einfach nicht. Die Folgen sind nun - logisch erst zeitverzögert - zu besichtigen. Corona noch on top.

Es gibt nun 2 Lösungen: Mehr Geld ins System, z.B. mit einer Ausgliederung. Oder mit dem zur Verfügung stehenden Geld endlich mal effizienter umgehen.

Ich persönlich bin der Nostalgiker der gern Bratwurst frisst und deshalb gegen die Ausgliederung ist. So sieht's der ehemalige Aufsichtsratvorsitzende Langhorst.

In Wahrheit bin ich der Auffassung, dass genau die Leute wie Langhorst im Augsichtsrat nicht effizient (zwangsläufig mit immer begrenzten finanziellen Mitteln) wirtschaften können. Und dass die unfähigen Leute im Aufsichtsrat bequemerweise Sündenböcke (wie z.B. die Ultras) suchen um von ihrem eigenen Versagen ABZULENKEN.

Und dieses Ablenken gelingt auch.
Wir haben Spieler zu mit hohen Ablösen verkauft. Bspw. Neuer, Draxler, Leroy Sane
Und wir haben Spieler abgegeben, die hohe Ablösen hätten bringen können. Bspw. Matip, Kolasinac, Goretzka, Meyer

Wenn man die versemmelten Ablösen plus die tatsächlich erzielten Ablösen zusammenzählt und die daraus erzielten sportlichen Ergebnisse ansieht, DANN sieht man wie INEFFIZIENT Langhorst & Co. wirtschaften. Logische Konsequenz: ABLENKEN

Und es gibt hier auf Schalke dankbare Abnehmer für solcherlei Unfug. Der Witz schlechthin ist, dass gerade viele der Ausgliederungsbefürworter sich über die vielen überbezahlten Spieler (=Söldner) wie blöd aufregen. Immer über die Spieler, aber nie über die Dödel im Aufsichtsrat, die noch jeden Blödsinn abgesegnet haben. (Super-Blödsinn: Wie will man einen Rudy in diesem Alter bein16,5 Mio Ablöse wieder mal gewinnbringend verkaufen??)

Es sind Leute wie Langhorst oder jetzt auch der Fleischzerleger (mit der völlig blödsinnigen Forderung nach Einstimmigkeit) die den Verein spalten. Bei fast 160.000 Mitgliedern ist eine plurale Meinung in der Anhängerschaft völlig normal. Das bildet sich, LOGO, AUCH im Aufsichtsrat ab, wat denn sonst? Wenn man dann einen Teil als "Ewiggestrige" o.ä diffamiert betreibt man bewusst die Spaltung. Der Niedergang liegt nicht daran, dass ein Teil der Schalker Anhängerschaft die FALSCHE Meinung hat, sondern dass Schalke die falsche Führungsmannschaft hat.

Damit kein Mißverständnis aufkommt. Ich hab nix mit den Ultras am Hut und ich bin auch gar nicht grundsätzlich gegen eine Ausgliederung. Meine Auffassung ist einfach nur wesentlich differenzierter als mancher Schalker sich das offensichtlich vorstellen kann. Das ist aber schon auch alles.

GLÜCK AUF

Beitrag wurde gemeldet

11.01.2021 - 23:33 - Bayerischschalke

Was macht Riether eigentlich grad? Nach der Trennung von Reschke habe ich gelesen, er ist auch mitzuständig für die Kaderplanung. Hat man da noch nicht gewusst, dass man nach guten Angreifern sucht? Oder fängt man jetzt erst mit der Suche an, wundern würde es mich nicht.
Ganz bestimmt nichts gegen Riether, Asamoah, oder dem einem oder anderen. Aber was für Aufgaben haben die eigentlich so genau?? Ich habe nicht das Gefühl, dass sich in unserem Verein wirklich jemand auf dem Spielermarkt auskennt und gute Kontakte hat. An den wirklich wichtigen Stellen hapert es bei uns gewaltig. Ist aber nur meine Wahrnehmung.

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

Beitrag wurde gemeldet

11.01.2021 - 22:20 - Aki Lütkebohmert

Ich bin so froh, daß wir den Sascha RIETHER haben ... !!! <würg>

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