Schalke reist mit Sorgen zurück

11.01.2019

1. Liga

Schalke reist mit Sorgen zurück

Schalkes Trainer Domenico Tedesco. Foto: firo

Salif Sané hat sich eine Oberschenkelverletzung zugezogen. Schalkes Innenverteidiger war eigentlich fest für die Rückrunde eingeplant.

Der FC Schalke 04 reist am Samstagmittag mit Sorgen zurück nach Deutschland. Im Trainingslager im spanischen Benidorm hat sich ausgerechnet ein Spieler verletzt, der felsenfest für die Rückrunde in der Fußball-Bundesliga eingeplant ist. Beim 2:2 am Freitag im Testspiel gegen den belgischen Erstligisten KRC Genk musste Innenverteidiger Salif Sané kurz vor Schluss mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden. Sein rechter Oberschenkel war bereits von den Physiotherapeuten dick bandagiert worden, als der 28 Jahre alte Senegalese vom Rasen humpelte.

Trainer Domenico Tedesco erklärte unmittelbar nach dem Abpfiff: „Salif hat ein Ziehen im Oberschenkel gespürt. Wir gehen nicht davon aus, dass er länger ausfällt. Aber es ist immer schlimm, wenn sich ein Spieler verletzt. Vor allem auf einer Position, auf der wir unterbesetzt sind.” Nach Naldos Abschied ist die Personaldecke in der Verteidigung besonders dünn.

Sané wird in Deutschland untersucht

Endgültige Klarheit werden die Schalker aber wohl erst zu Wochenbeginn haben. Bis dahin soll Sané genau untersucht werden. Da der Rückrundenstart gegen den VfL Wolfsburg bereits am Sonntag (20. Januar) ansteht, könnte es für den Abwehrspieler aber eng werden.

Bei der Generalprobe für das Wolfsburg-Spiel stellte Tedesco eine Mannschaft auf, die zu großen Teilen auch die Startelf beim Rückrundenstart sein könnte. Vor Stammtorwart Ralf Fährmann verteidigten Daniel Caligiuri, Salif Sané, Matija Nastasic und Bastian Oczipka in der Viererkette. Im defensiven Mittelfeld begann Benjamin Stambouli an der Seite von Sebastian Rudy. Auf den Außenpositionen spielten Alessandro Schöpf und Yevhen Konoplyanka. Im Sturm liefen Steven Skrzybski und etwas zurückgezogen Mark Uth auf. Konoplyanka bekam von Tedesco sogar ein Sonderlob: „Er war mutig, hat viele Eins-gegen-Eins-Situationen gesucht. Er hat oft geflankt und viele Torschüsse gehabt. Das war gut.

Nach elf Minuten fühlten sich die rund 300 Schalke-Fans aber zunächst an das letzte Spiel vor Weihnachten beim VfB Stuttgart erinnert, als Ralf Fährmann den Ball verlor und beinahe ein Tor verschuldet hätte. Nach einem Rückpass von Salif Sané missglückte die Ballannahme, sodass Gano Zinho freie Schussbahn hatte. Matija Nastasic klärte den Ball vor der Linie. Neues Jahr, altes Problem.

Alexander Nübel löst Ralf Fährmann ab

Fünf Minuten später ging Genk in Führung. Nach einem Eckball gewann Sébastien Dewaest das Kopfballduell gegen Salif Sané und traf. Mark Uth glich nach 19 Minuten aus auf Freistoß-Vorarbeit von Daniel Caligiuri aus. Der Stürmer stand am langen Pfosten und drückte den Ball über die Linie. Leandro Trossard brachte Genk mit einem Traumtor aus gut 20 Metern Torentfernung nach einer halben Stunde erneut in Führung.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit veränderte Domenico Tedesco seine Mannschaft auf zwei Positionen. Alexander Nübel löste Ralf Fährmann im Tor ab. Für Mark Uth kam Weston McKennie. Die Kapitänsbinde von Fährmann übernahm Benjamin Stambouli. Ob Stambouli der Nachfolger des zu Monaco abgewanderten Vizekapitäns Naldo wird, ließ Tedesco noch offen: „Wir hatten zuletzt andere Themen. Die Frage haben wir noch nicht entschieden.” Auf Vorarbeit von Yevhen Konoplyanka gelang Alessandro Schöpf durch einen herrlichen Volleyschuss das 2:2 (57.).

Domenico Tedesco gefiel, was er im Stadion in Benidorm zu sehen bekam:„Mir hat das Spiel ganz gut gefallen“, sagte er „Das Thema des Trainingslagers war zu 70 Prozent offensiver Natur. Das Schöne ist, dass man das, unabhängig vom Ergebnis, gesehen hat. Die Jungs haben das richtig gut gemacht. Wir sind oft im letzten Drittel angekommen und haben uns viele Torchancen erarbeitet. Es hat Spaß gemacht.“

Autoren: Christoph Winkel und Thomas Tartemann

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12.01.2019 - 12:56 - Majo2008

Wenn nicht zeitnah Nübel zur Nummer 1 gemacht wird, dann werden wir einen Top Torwart im Sommer verlieren.
Aber das scheint ja TD und Heidel nicht zu interessieren. Die Fehlerquote steigert sich bei Fährmann immer mehr und seine fußballerischen Defizite werden schlimmer und offensichtlicher.
Die Zeit ist überreif für einen Torwartwechsel.
Aber unter DT friert eher die Hölle zu.
Wann ist die Groteske TD endlich Geschichte?

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