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Schalke-Manager über seinen Vertrag und Tönnies

Thomas Tartemann
21. Januar 2019, 13:17 Uhr

Foto: firo

Schalkes Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies kam nach dem 2:1-Heimsieg über den VfL Wolfsburg gut gelaunt aus dem Kabinenbereich. 

„Gibt es jemanden, der sich nicht freut, dass wir gewonnen haben“, fragte Tönnies in Richtung der wartenden Medienvertreter, die Tönnies gerne zu der Diskussion um Manager Christian Heidel befragt hätten. Dazu kam es nicht. Tönnies verabschiedete sich Richtung Auto: „Ich fahre jetzt nach Hause.“ Dafür nahm sich Christian Heidel Zeit, um zur sportlichen Themen und auch über sein Verhältnis zu Tönnies Stellung zu beziehen. 


Christian Heidel über die Entscheidung, Alexander Nübel anstelle von Kapitän Ralf Fährmann aufzustellen: „Es war keine mutige Entscheidung, weil wir wissen, dass Alex Nübel ein guter Torwart ist. Das haben wir vorher schon gewusst. Mut im Hinblick auf das, was da vielleicht diskutiert wird, ist ein anderes Thema. Die Trainer haben es sportlich entschieden, das war Domenico Tedesco nicht alleine. Es hatte niemand Bedenken, wenn Alex im Tor steht, weil er es vorher auch schon gezeigt hat. Es ist eine sportliche Bewertung getroffen worden, die hat dazu geführt, dass jetzt eben Alex im Tor steht.”

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Christian Heidel über das Verhalten von Ralf Fährmann: „Dass Ralf lieber im Tor gestanden hätte, ist doch völlig klar. Ich kann jetzt nicht sagen, der hat sich riesig gefreut. Ich habe auch gesehen, wie er Alex dann nach dem Spiel gratuliert hat. So muss das sein.”


Christian Heidel über das Verhältnis zu Clemens Tönnies: „Ich kann nur eines zu meinem Verhältnis zu Clemens Tönnies sagen. Wir haben ein sehr, sehr freundschaftliches Verhältnis. Offener, als wir zwei miteinander reden, geht es überhaupt gar nicht. Wir haben schon vor ganz langer Zeit gesagt: Wir zwei werden keinen Krach bekommen. Jetzt da teilweise zu unterstellen, er wäre sauer auf mich, das ist wirklich komplett an den Haaren herbeigezogen. Genauso wenig war ich sauer auf ihn, als damals dieser Beraterkram kam. Wir haben darüber gesprochen und haben uns später in den Armen gelegen. Es wird zwischen Clemens Tönnies und mir niemals ein Problem auftauchen.

Christian Heidel über die Zusammenarbeit grundsätzlich: „Wer mich kennt, weiß, wie ich ticke. Es geht einfach darum, beide Seiten müssen entscheiden, ob der Weg, den wir gehen wollen, der richtige ist. Dass wir Dellen bekommen, haben wir von Anfang an gesagt. Wenn eine der beiden Seiten den Eindruck hat, dass das nicht der richtige Weg ist, dann setzen wir uns zusammen. Und dann finden wir sofort eine Lösung. An mir wird es niemals scheitern. So bin ich überhaupt nicht gestrickt. Wenn ich das Gefühl hätte, dass die Leute im Klub nicht hinter mir stehen, dann weiß ich, was ich mache.”

Christian Heidel über seine Zukunft auf Schalke: “Ich habe einen Vertrag, der geht noch 17 Monate. In meinem ganzen Leben käme ich nicht auf die Idee, mir Gedanken zu machen, was eigentlich am 1. Juli 2020 wird. Also da gehöre ich zu einer anderen Partei. Ich sitze nicht bei mir im Büro und denke: Hoffentlich ruft mal einer an, um mit mir über den Vertrag zu reden.”

Autor: Thomas Tartemann

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22.01.2019 - 18:54 - easybyter

Goretzka hätte auf Schalke gut verdienen und CL spielen können, aber er wollte unbedingt zu Bayern wo er nicht nur gut, sondern verdammt gut verdient. Der war einfach weg und Meyer wollte wie ein Weltklassespieler besoldet werden, was er definitiv nicht ist. Kolasinac wurde erst nach der Systemumstellung von Weinzierl gut und wollte dann auch nach England. Schalke kann da nicht mit den Millionen herumwerfen und mithalten, wenn solche Klubs sich für die Spieler interessieren und die pokern jetzt und kassieren ein Handgeld, wenn sie ablösefrei gehen können. Der Kader von Schalke ist gut aufgestellt, leider hat die Verletzungsmisere gerade in dem Moment begonnen, in dem man anfing, wieder Fuß zu fassen. Der mißlungene Start hängt wie ein Mühlstein um den Hals der Spieler. Statt da immer nur zu nörgeln, sollte man anerkennen, dass es sichtbar aufwärts geht.

22.01.2019 - 18:50 - easybyter

Wer Bild liest, ist immer gut informiert. Was haben die nicht alles schon geschrieben, besonders in den Pausen, dann saugen die sich was aus den Fingern, dass sich die Balken biegen. Ich kann diese Miesmacherrei von Bayrischschalke nicht mehr lesen. Er verbiegt die Fakten und tut so, als hätten all die Spieler, die Schalke verlassen haben, gehalten werden können. Ist im Nachhinein immer total schlau. Gut, dass der auf Schalke nichts zu sagen hat. Die Vizemeisterschaft war reines Glück oder was? In der CL hat man die Gruppenphase überstanden, man ist noch im Pokalwettbewerb und hat die letzten 2 Bundesligaspiele gewonnen. Alles Mist oder?

21.01.2019 - 22:54 - Bayerischschalke

Ich lese neben Reviersport und Kicker, u.a. auch regelmäßig die Sportnachrichten der Bild und gerade im Fußball finde ich sie ganz gut aufgestellt.
Weiterhin finde ich die Diskussion über das Vertragsende von Heidel nicht unnötig, sondern zwingend notwendig, was sicherlich einige im Verein auch so sehen. Ich glaube auch nicht, dass darüber diskutiert wird, ob der Vertrag 2020 verlängert wird, sondern ob er 2020 ausläuft, oder 2019 beendet wird. Allein das Geld durch die Verkäufe von Draxler, Sané und Kehrer, also ca. 120 Mio., hat dieser Manager ausgegeben, um diesen mittelmäßigen Kader zusammenzustellen. Viel schlechter hätte ich das auch nicht hinbekommen, ehrenamtlich, in meiner Freizeit natürlich. Dazu die ablösefreien Abgänge von Meyer, Goretzka und Kolasinac. Na klar, er hat allen tollen Angebote vorgelegt. Die Frage ist doch, zu welchem Zeitpunkt hat er die tollen Angebote vorgelegt? Und was konnte er einem Goretzka, außer Geld, noch bieten? Der wusste ganz genau, das er bei einer Vertragsverlängerung in einer mittelmäßigen BL Mannschaft spielen würde.
Über seine Trainer Verpflichtungen möchte ich hier gar nicht näher eingehen, da kann ich auch nichts gutes erkennen.
Jetzt sucht man nach offensiven Außenspielern. Hat man im letztem Sommer nicht bemerkt, das keine, oder zu wenige im Kader sind? Hat man mit der Suche nach solchen Spielern erst nach dem letztem Hinrundenspiel begonnen?
Ich könnte mir gut vorstellen, Heidel macht bis 2020 Projekte wie den Gelände Umbau und ab Sommer kommt ein Neuer für den sportlichen Bereich.
Alles zusammen, ich hoffe sehr, die Bild hat recht.

21.01.2019 - 14:39 - easybyter

Diese unnötige Diskussion ist ja auch von einer Zeitung in die Welt gesetzt worden, die nicht zimperlich mit ihren Annahmen ist, wenn es gilt die Auflage zu steigern. Wieso sollten 17 Monate vor Vertragsende auch Verhandlungen um eine Verlängerung geführt werden? Das wäre doch für beide Teile unsinnig.