Weston McKennie, Profi des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04, schläft gerne aus. Dafür musste der US-Amerikaner nun Kritik von S04-Vereinslegende Klaus Fischer einstecken. 

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Schalke: Klaus Fischer kritisiert McKennie - "Frechheit"

27. Mai 2020, 07:54 Uhr
Klaus Fischer ist Rekordtorschütze des FC Schalke 04. Foto: Ralf Rottmann

Klaus Fischer ist Rekordtorschütze des FC Schalke 04. Foto: Ralf Rottmann

Weston McKennie, Profi des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04, schläft gerne aus. Dafür musste der US-Amerikaner nun Kritik von S04-Vereinslegende Klaus Fischer einstecken. 

Anfang Mai hatte sich Weston McKennie als Langschläfer geoutet. „An freien Tagen stehe ich um 13 Uhr auf, bin um 14 Uhr auf der Couch, um 15 Uhr schaue ich Netflix, und erst am Abend trainiere ich“, meinte der Mittelfeldspieler von Schalke 04 gegenüber Goal zu seinem Tagesablauf während der Corona-Zeit.

Bei Schalkes Vereinslegende Klaus Fischer sind die Worte des 21-Jährigen allerdings nicht gut angekommen. „Diese Aussage ist eine Frechheit“, sagte er in der Mittwochsausgabe der Sport Bild. „Bis 13 Uhr im Bett liegen, hallo? Wo gibt es denn so etwas? Wo leben wir? Er spielt Fußball für Schalke, wird dafür bezahlt.“ Der S04-Rekordtorschütze (334 Spiele, 210 Tore) betonte weiter: „Ich erwarte von einem Profi, dass er nicht bis 13 Uhr schläft, sondern trainiert.“ 

Klaus Fischer vermisst Einsatz- und Laufbereitschaft bei Schalke

An Schalkes derzeitiger Krise mit neun Bundesliga-Partien ohne Sieg in Serie trägt auch McKennie seinen Anteil. Bei der 0:3-Heimpleite gegen den FC Augsburg führte ein Ballverlust des US-Amerikaners in der eigenen Hälfte zu einem Freistoß, aus dem das 0:1 resultierte. 


Auch interessant: Vor Schalke-Wiedersehen: Wie geht es mit Skrzybski weiter? 

An McKennie allein will Klaus Fischer den Schalker Abwärtstrend aber nicht festmachen. Er sieht andere Probleme als ausschlaggebend: “Wenn es spielerisch nicht läuft, dann müssen die Einsatzbereitschaft und das Läuferische passen“, sagte der 70-Jährige. „Ich sehe nichts davon. Alles, was uns in der Hinrunde stark gemacht hat, ist weg.“

Schalke am Mittwochabend bei Fortuna Düsseldorf

Mittlerweile sind die Knappen auf den achten Tabellenplatz abgerutscht, stehen aber immer noch in Reichweite zu den Europa-League-Rängen. Mit einem Sieg im Gastspiel bei Fortuna Düsseldorf am Mittwochabend (20.30 Uhr) könnte S04 bis auf zwei Punkte an den VfL Wolfsburg auf Platz sechs heranrücken. 



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27.05.2020 - 18:57 - KB1904

@IchDankeSie1907 (g*)

Die Beckenbauer & Co sind damals im Schnitt 3-4 km im Spiel (ja es sind immer noch 90 Minuten g*) gelaufen. Im Vergleich zur heutigen Zeit laufen die Feldspieler ca.11.km im Schnitt. Selbst ein Manuel Neuer im Tor läuft im Schnitt (4,5km) mehr als die damaligen Feldspieler. Ja Beckenbauer und Co waren früher unsere Idole, allerdings wären sie in der heutigen Zeit auf dem Spielfeld nur wie die berühmten Hütchen beim Training die man umdribbelt. Keiner der Spieler von früher würde auf Grund seiner damaligen Fitness / Taktikqualität heute bei dieser Schnelligkeit in der Bundesliga mehr mitkommen.

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27.05.2020 - 17:52 - IchDankeSie1907

Ich denke die guten Spieler damals würden auch in den heutigen Mannschaften bestehen. Schnelligkeit, hin oder her. Nur weil der Sil ein anderer ist, heißt es ja nicht, dass die Fähigkeit mit dem Ball umzugehen verschwindet. Allerdings glaube ich, würde ein „heutiger“ Stürmer per Zeitmaschine in die damalige Zeit versetzt, hätte er einige Probleme. Ein Lorant, Höttges, Rehagel, Schwarzenbeck oder Berti Vogts hätten sich das Rumgehampele“ eines Sané oder Gnabrys vielleicht ein-, zweimal angeguckt und dann ein Zeichen gesetzt!
Aber die guten Spieler beider Generationionen hätten sich immer durchgesetzt, auch Gnabry oder Sane. Sie hätten einfach anders gespielt.
Ein McKenny allerdings nicht, wegen mangelnder Einstellung zu seinem Beruf. Aber das ist mir völlig egal.

27.05.2020 - 17:52 - IchDankeSie1907

Ich denke die guten Spieler damals würden auch in den heutigen Mannschaften bestehen. Schnelligkeit, hin oder her. Nur weil der Sil ein anderer ist, heißt es ja nicht, dass die Fähigkeit mit dem Ball umzugehen verschwindet. Allerdings glaube ich, würde ein „heutiger“ Stürmer per Zeitmaschine in die damalige Zeit versetzt, hätte er einige Probleme. Ein Lorant, Höttges, Rehagel, Schwarzenbeck oder Berti Vogts hätten sich das Rumgehampele“ eines Sané oder Gnabrys vielleicht ein-, zweimal angeguckt und dann ein Zeichen gesetzt!
Aber die guten Spieler beider Generationionen hätten sich immer durchgesetzt, auch Gnabry oder Sane. Sie hätten einfach anders gespielt.
Ein McKenny allerdings nicht, wegen mangelnder Einstellung zu seinem Beruf. Aber das ist mir völlig egal.

27.05.2020 - 12:51 - Mystique

Der heutige Fußball mag vielleicht athletischer und temporeicher sein, dafür ist er auch umso langweiliger. Jede Mannschaft spielt taktisch nur noch den gleichen Einheitsbrei. Mit der heutigen Generation an Spielern kann man sich auch nicht so richtig identifizieren. Vielleicht würden Beckenbauer und Breitner heute nur noch die Rücklichter sehen, dafür waren es aber richtige Typen, die heute größtenteils fehlen. Dazu hat Bayern München ein Dauerabo auf die Meisterschaft. Die Bundesliga ist nur noch zum Einschlafen.

27.05.2020 - 12:40 - KB1904

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27.05.2020 - 12:33 - AloaGoa

Ich würde gerne einmal unsere Weltmeisterelf von 74 gegen unsere jetzige Bundesligamannschaft spielen sehen. Breitner und Beckenbauer würden sicherlich nur die Rücklichter unserer Spieler sehen. Der heutige Fußball ist mit dem Gekicke aus den 70ern in Bezug auf Technik, Tempo und Athletik überhaupt nicht vergleichbar. Dazwischen liegen Welten.

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27.05.2020 - 11:55 - DerSportbeobachter

Klaus Fischer ist ein sympathischer Zeitgenosse, der sicher die Voraussetzungen hat, solche Aussagen
zu tätigen. Aber, von einem Profi sollte man auch verlangen können, dass er nicht " bescheißt". Und Leute,
die deswegen verurteilt wurden könnten sich dann auch mit solchen Einwürfen zurückhalten.

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27.05.2020 - 11:01 - KB1904

@Xxxxxxxx1965
"Ich denke das frühre Training wo der Klaus noch aktiv war hätte der McKennie die ganze Woche auch ohne Schlaf geschafft.belegen, dass sie von Fußball offenkundig überhaupt keine Ahnung bzw. selbst nie aktiv Fußball gespielt haben. Auch zu Zeiten von Klaus Fischer wurde nicht minder hart trainiert. Der Ball war auch schon damals rund und das Spiel dauerte 90 Minuten. Vielleicht sind die Spieler dank moderner Trainingsmethoden neben dem Platz athletischer geworden. Das Training im Bereich Kondition und Technik hat sich jedenfalls kaum verändert"

Kurz und knappe Antwort:
Es sollte nicht jeder denken der mit dem Maxchen mal auf der Wiese Fussball gespielt hat das er aktiver Fussballer war. g*

Am lustigsten finde ich die Aussage von dir:

"Das Training im Bereich Kondition und Technik hat sich jedenfalls kaum verändert".

Diese Aussage disqualifiziert dich eigentlich hier um über Fussball zu schreiben . Tja so ist es mit den Wald und Wiesenkickern so wie du einer bist. g*
Du musst mal wieder aufwachen (g*). Es gibt keinen Libero oder Vorstopper mehr und die Pfosten sind auch nicht mehr aus Holz und die Bälle erst recht nicht mehr aus Leder. Wer solch eine Aussage macht schaut sich die heutigen Spiele scheinbar immer in Zeitlupe an.g*

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27.05.2020 - 10:40 - Schalker1965

Klaus Fischer kritisiert zu Recht die Einstellung eines Spielers, der fehlende Professionalität an den Tag legt und das auch noch dümmlicherweise ausposaunt. McKennie sollte sich mal kritisch hinterfragen, ob seine Einstellung und das, was er Woche für Woche auf dem Platz abliefert, in Einklang zu bringen ist. In welchem Fitness-Zustand sich McKennie tatsächlich befindet, kann ich nicht beurteilen. Darauf kommt es aber auch gar nicht an. Der Spieler vermittelt den Eindruck der schon in früheren Zeiten viel diskutierten "Wellnessoase" auf Schalke. Solange die Spieler - insbesondere McKennie einen solchen Scheiß abliefern, wie am letzen Sonntag gegen Augsburg (McKennie und viele andere sind im Vergleich zur Hinrunde einfach nicht mehr wieder zu erkennen), ist der Trainer gefordert, die Zügel massiv anzuziehen. Und dann ist vormittags und nachmittags eine Trainingseinheit anzusetzen, um den den Herren Fußball-Millionären notfalls mal richtig den Arsch aufzureißen. So kann es auf Schalke jedenfalls nicht weitergehen.

Leute mit Aussagen wie beispielsweise

"Ich denke das frühre Training wo der Klaus noch aktiv war hätte der McKennie die ganze Woche auch ohne Schlaf geschafft."

belegen, dass sie von Fußball offenkundig überhaupt keine Ahnung bzw. selbst nie aktiv Fußball gespielt haben. Auch zu Zeiten von Klaus Fischer wurde nicht minder hart trainiert. Der Ball war auch schon damals rund und das Spiel dauerte 90 Minuten. Vielleicht sind die Spieler dank moderner Trainingsmethoden neben dem Platz athletischer geworden. Das Training im Bereich Kondition und Technik hat sich jedenfalls kaum verändert.

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27.05.2020 - 10:32 - AloaGoa

Im Endeffekt sind beide Interviews unglücklich.

McKennie gibt in der momentan misslichen Lage seine Schlafgewohnheiten preis, was ihm natürlich unweigerlich um die Ohren fliegen muss. Das hatte der Junge wohl nicht wirklich auf dem Schirm. Wenn es sportlich besser laufen würde, würde diese Aussage niemanden interessieren.

Schlimmer finde ich eigentlich die Reaktion von Klaus Fischer, wodurch das ganze Thema unnötigerweise noch einmal hochgepusht wird.

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27.05.2020 - 10:07 - Schacht 7

Klaus Fischer drückt das aus was der arbeitende Teil der Bevölkerung über Fussball Millionäre denkt. McKennie war in den beiden Spielen unter den Pandemie Bedingungen Grottenschlecht. Kaum ein Ball fand den Weg zum Mitspieler, ist auch nicht verwunderlich wenn man auch die ganze Nacht zockt an der Konsole mit seinen Kumpels aus der NBA und Meisterschaften ausspielt.
Dann schläft man halt eben länger auch bis 13:00 Uhr.
Schalke ist sein Arbeitgeber und er bekommt ein Millionen Gehalt da ist eine professionelle Einstellung gefragt
hätte er seine gewohnte Leistung gebracht wäre dieses Thema auch nie aufgekommen.
Wagner sollte ihn sich mal zu Brust nehmen..... oder ein Denkpause auf der Ersatzbank hat auch schon Wunder bewirkt.


Glück auf nur der S04

27.05.2020 - 09:18 - schaengelschalker

Ich halte diese Aussage von Fischer für eine Frechheit. Mckennie ist in fast jedem Spiel
der laufstärkste Schalker Spieler. Mangelnden Einsatz oder fehlende Fitness kann man
dann wohl nicht vorwerfen. Natürlich kann man darüber diskutieren , ob es klug ist,
seine Schlafgewohnheiten in einem Interview öffentlich zu machen. Aber wie heißt es
doch: Wichtig is auf`m Platz.

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27.05.2020 - 09:12 - KB1904

Ich mag den Klaus Fischer. Allerdings hätte er sich dieses Interview sparen sollen. Wenn es in einer Mannschaft augenscheinlich nicht läuft dann sind solche Interviews wo Spieler genannt werden, kontraproduktiv. Es sagt doch auch keiner etwas wenn die Mannschaft gut spielt wann der eine oder der andere Spieler aufsteht. Ich denke das frühre Training wo der Klaus noch aktiv war hätte der McKennie die ganze Woche auch ohne Schlaf geschafft.

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