Schalke ist auch in Berlin in der Bringschuld

25.01.2019

Bundesliga

Schalke ist auch in Berlin in der Bringschuld

Foto: Firo

Schalke 04 hat sechs Punkte in Folge geholt, ist aber heute auch im Auswärtsspiel bei Hertha BSC weiter gefordert.

Kurz vor dem Spiel gegen Schalke 04 (20.30 Uhr, Olympiastadion) ließ sich Hertha BSC-Trainer Pal Dardai nicht in die Karten schauen. “Die Startelf hat letzte Woche gut funktioniert. Wir haben hoch verteidigt und wenig zugelassen. Wir müssen und wollen öffentlich aber vor einem Spiel keine Mutmaßungen über die Aufstellung abgeben und dem Gegner die Aufgabe erleichtern.” Personell kann Dardai nahezu aus dem Vollen schöpfen.


Das sieht bei Schalke anders aus. Die Königsblauen müssen neben dem gelbgesperrten Weston McKennie weiterhin auf ihre Stürmer Guido Burgstaller (Achillessehnenprobleme) und Breel Embolo (Rehatraining nach Mittelfußbruch) verzichten. Auch Amine Harit, der im Vorjahr zu den wichtigsten Offensivspielern zählte, ist noch kein Thema.

Tendenz bei Schalke 04 ist positiv

Beim Marokkaner geht es nicht nur um die Erlangung der körperlichen Fitness nach seinem Muskelfaserriss, sondern auch um das generelle Arbeitsverhalten. S04-Trainer Domenico Tedesco: “Harit hat genug trainiert, er ist pünktlich und arbeitet an seinen Defiziten. Wichtig ist, dass es keine Phase ist, sondern ein Dauerzustand.”

Nach dem 3:1-Sieg, den Schalke kurz vor Weihnachten beim VfB Stuttgart eingefahren hat, und dem 2:1 zum Restrunden-Auftakt gegen den VfL Wolfsburg ist die Tendenz beim Malocherklub positiv. Tedesco weiß allerdings, dass ein Zwischenhoch noch nicht viel bringt. Nach wie vor muss der amtierende Vizemeister seinen kolossalen Fehlstart mit fünf Pleiten in Serie korrigieren. Tedesco: “Wir müssen punkten. Damit haben wir gegen Wolfsburg angefangen. Und wir wollen das fortsetzen.”

Dass die Hertha für Schalke ein schwieriger Gegner ist, wurde bereits im Hinspiel deutlich. Bei der 0:2-Niederlage wurde S04-Mittelfeldstratege Sebastian Rudy von Berlins Duda komplett aus dem Spiel genommen. “Nach dem Hertha-Spiel war es schon sehr präsent, dass Duda Rudy bis auf die Toilette verfolgt hat. Das gehört zum Fußball dazu, dem müssen wir uns stellen”, bilanziert Tedesco und sagt: “Natürlich beschäftigen wir uns mit dem Gegner, aber nicht zu einem größeren Prozentsatz als mit uns.” Der Deutsch-Italiener gibt sich kämpferisch: “Hertha ist eine gute Mannschaft, aber wir haben viel gelernt aus dem Trainingslager, sind guter Dinge, haben neues Selbstvertrauen, haben eine gute Gruppendynamik. Wir wollen unser Potenzial auf den Platz bringen. Von Woche zu Woche mehr.”

Autor: Thomas Tartemann

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25.01.2019 - 20:33 - Alles für Schalke

@hoelwil: Was für eine pessimsitische Einstellung! Bist Du Bayern Fan, dass Du so von Siegen verwöhnt bist? Mit so einer Einstellung kann man keinen Blumentopf gewinnen. Würden Spieler so denken, müsste man die sofort auf die Tribüne verbannen. Ach nein, nicht Tribüne, dann wären sie ja noch im Stadion. Ganz raus mit denen! Wenn wir mittelmäßig spielen und gewinnen ist das glücklich. Und wenn wir gut spielen und verlieren, sind wir zu doof und nicht abgezockt genug. HALLO!? Wie wäre es denn damit:

Wenn wir mittelmäßig spielen und gewinnen, dann sind wir einfach abgezockt genug. Und wenn wir gut spielen und verlieren, haben wir wenigstens gut gespielt, darauf läßt sich aufbauen! Und DAS ist die Wahrheit!

Und Schalke ist mitnichten in der Bringeschuld gegen Hertha. Wir haben nun zweimal hintereinander gewinnen können und haben nun ein schweres Spiel gegen einen Verein, der EL oder CL spielen möchte. Wenn wir da ein Unentschieden holen, ist das ein großer Erfolg!

Und zu Hause gegen Gladbach wäre unentschieden oder ein Sieg ein Erfolg und möglich. Gegen Bayern kann man über ein Unentschieden froh sein, da muss man realistisch sein, also weder Pessimist noch Optimist. Die haben sich wieder gefangen, das wird nicht leicht.

Aus den drei Spielen wären 2 bis 4 Punkte realistisch und völlig in Ordnung.

25.01.2019 - 17:13 - hoelwil

Ehrlich gesagt,wars gegen die Wölfe glücklich.Das Ergebnis hätte genau so gut andersrum lauten können.Jetzt gibts 3 Niederlagen hintereinander und dann muss die Zeit von Tedesco und Heidel auch vorbei sein. Das Fussball- Verhinderungskommando muss gehen, da gibts keine 2 Meinungen.Steffen Baumgart sollte der Nachfolger sein.Niemand hat mit weniger Etat in den letzten 3 Jahren mehr Torerfolge produziert. Der ist der Richtige und dann rappelt es auch wieder im Karton auf Schalke.

25.01.2019 - 15:57 - easybyter

Was für eine Binsenweisheit! Jede Mannschaft ist in jedem Bundesligaspiel gefordert. Hertha darf auch nicht verlieren, denn sonst beträgt der Unterschied zu Schalke noch 4 Punkte. Schalke muss möglichst punkten, denn man will weiter nach oben und es folgen Gladbach und Bayern, auch beides keine Punktelieferanten. Also werden beide versuchen, auf keinen Fall zu verlieren. Noch einmal wird die Masche von Dardei mit der Manndeckung nicht funktionieren, den Rudy hat sicher konditionell zugelegt und Tedesco wird sicher ein Gegenmittel gefunden haben, denn auch Manndeckung kann man aushebeln.

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