Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat Schalkes Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies gegen seiner Meinung nach überzogene Kritik im Zuge des massiven Corona-Ausbruchs in dessen Fleischbetrieb verteidigt. 

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Schalke: Hoeneß steht Tönnies bei: Nicht alles „in Schutt und Asche“ reden

29. Juni 2020, 08:55 Uhr
Foto: firo

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Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat Schalkes Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies gegen seiner Meinung nach überzogene Kritik im Zuge des massiven Corona-Ausbruchs in dessen Fleischbetrieb verteidigt. 

„Teilweise erinnert es mich an meine Zeit mit der Steuersache. Ich glaube, wenn man mal in so einer Maschinerie drin ist, dann versucht da jeder, den anderen noch zu überholen mit seiner Kritik“, sagte der 68 Jahre alte Hoeneß in der Sendung „Blickpunkt Sport“ des Bayerischen Fernsehens am Sonntagabend.

Er steht Tönnies (64), dem er schon lange freundschaftlich verbunden ist, bei. „Ich muss ehrlich sagen: Wenn Fehler gemacht wurden, muss man dazu stehen. Das tut er ja. Wenn Dinge zu ändern sind, dann muss man das auch tun. Ich gehe davon aus, dass er das tut, wenn es notwendig ist“, sagte Hoeneß. „Aber dass man dann alles, was er so geleistet hat, was er für eine große Firma aufgebaut hat, jetzt plötzlich in Schutt und Asche redet, das kann es nicht sein. Das ist aber ein Zeichen unserer Gesellschaft. Wenn du dran bist, dann gibt es kein Halten mehr. Und das erlebt er jetzt gerade am eigenen Leib.“



Tönnies steht als Firmenchef und als Boss des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 aktuell massiv unter Druck. Im Stammwerk des Tönnies-Fleischkonzerns im Kreis Gütersloh hatten sich weit über 1000 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Deshalb gab es heftige Kritik an den Arbeitsbedingungen im Unternehmen von Tönnies. Viele Schalke-Fans fordern einen Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden bei den Königsblauen.

Uli Hoeneß, Sohn eines Metzgers, hat in seinem Leben selbst eine Wurstfabrik aufgebaut. Die Firma in Nürnberg wird aber inzwischen seit vielen Jahren von seinem Sohn Florian geleitet. dpa

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30.06.2020 - 08:50 - dr. breitner

Vermeintlich Fehler begangen ????
Offensichtlich mit ganz genauem Wissen extra Fehler begangen !!!!
Sowohl Hoeneß als auch Tönnies in ihrem persönlichen Grössenwahn.
Es sind keine Spekulationen sondern erwiesene Tatsachen, dass Uli Hoeneß Steuern in einem hohen zweistelligen Millionenbetrag
hinterzogen hat und Tönnies ganz bewusst die Auflagen in seinen Betrieben verletzt hat, um Profit daraus zu schlagen.

Ich gebe dir Recht, dass man trotzdem nicht verbal draufhauen muss, aber:

Hoeneß hat mitnichten die Konsequenzen aus seinem Tun gezogen, sondern nach seinem Bußgang wieder ein Amt übernommen, kein Normalbürger würde
sich so schnell wieder rehabilitieren nach so einer Straftat.
Tönnies äussert sich öffentlich rassistisch und zieht keinerlei Konsequenzen ausser mal kurz aus der Öffentlichkeit abzutauchen und im Hintergrund seinen
Schmu in der Firma weiterzutreiben. Jetzt hat er "ups" gemerkt, dass er schon wieder Fehler gemacht hat. Aber er zieht seine persönlichen Konsequenzen....
Das heisst selbstverständlich nicht Rückzug aus der Firma, wie es seine eigene Familie fordert, sondern "Lernen aus Fehlern".
Wir reden hier nicht von Teenagern oder Menschen in vorübergehenden Lebenskrisen, die Fehler begehen und daraus lernen, sondern von
Menschen, die bewusst und strategisch Fehler begehen, um daraus Profit zu schlagen.

Trotzdem sollte man nicht draufhauen, aber man kann durchaus auch verstehen, dass es Mitbürger gibt, die mit "Schaum vorm Mund" darauf reagieren.

Sich dann als Hoeneß so weinerlich darauf zu reagieren und auch noch die "Opferrolle" rauszukehren empfinde ich persönlich als peinlich und beschämend.

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29.06.2020 - 16:45 - fussballnurmi123

Was soll ich sagen: Uli Hoeneß hat Recht!
Es ist eine übliche Reaktion der Öffentlichkeit (und mit Vorliebe aus der Anonymität des Internets heraus!), Menschen niederzumachen, die vermeintlich Fehler begangen haben und immer weiter verbal draufzuschlagen. Herr Tönnies hat definitiv Fehler begangen - ob es nun seine rassistischen Bemerkungen waren oder seine Firmenpolitik, mit Subfirmen billige osteuropäische Leiharbeiter in seiner Massenschlachtfabrik schuften zu lassen. Und für den damit verbundenen Corona-Lockdown im Kreis Gütersloh wird er hoffentlich zur Rechenschaft gezogen werden. Aber diese krankhafte Lust daran, Menschen verbal zerstören zu wollen, geht gar nicht!

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29.06.2020 - 11:48 - Stan56

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29.06.2020 - 10:07 - Schalker1965

... eine echte Männerfreundschaft zwischen den Metzgersöhnen.

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29.06.2020 - 09:52 - Red-lumpi

Die Schweinebarone halten zusammen.....

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