Flanke „Abi“, Tor Fischer. So war es früher, als die beiden S04-Legenden für den Fußball-Bundesligisten Schalke 04 die Stiefel geschnürt haben und ganz Deutschland verzückt haben. Heute machen sich beide große Sorgen um ihren Verein.

S04

Schalke: Fischer und Abramczik machen Werbung für Ausgliederung

Stefan Bunse
21. Mai 2020, 18:46 Uhr
Klaus Fischer wäre beim FC Schalke für eine Ausgliederung des Profibereiches (Foto: firo).

Klaus Fischer wäre beim FC Schalke für eine Ausgliederung des Profibereiches (Foto: firo).

Flanke „Abi“, Tor Fischer. So war es früher, als die beiden S04-Legenden für den Fußball-Bundesligisten Schalke 04 die Stiefel geschnürt haben und ganz Deutschland verzückt haben. Heute machen sich beide große Sorgen um ihren Verein.

In einem Interview mit „Sport1“ haben die beiden Schalke-Legenden Rüdiger Abramczik und Klaus Fischer erklärt, dass sie eine Ausgliederung des Profibereiches aus dem eingetragenen Verein FC Schalke 04 befürworten würden. Der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies hatte das bei vielen S04-Fans stark umstrittene Thema nach der 0:4-Pleite bei Borussia Dortmund ins Spiel gebracht. In der derzeitigen Lage müsse diese Diskussion nochmal angestoßen werden, sagte Tönnies nach dem Abpfiff bei Sky. 

 
Es gehe nun darum, neben der kurzfristig und aktuell zu meisternden Auswirkungen der Corona-Krise den S04 auch mittel- und langfristig aufzustellen. Und da dürfte man eben auch aus eigentlichen Tabu-Themen kein Tabu mehr machen, wenn man den Verein nicht nur verwalten, sondern managen will. Die Fans wollen die Verantwortlichen auf dem möglichen Weg dahin mitnehmen.


Ausgliederung: 75 Prozent der Schalke-Mitglieder müssten im Rahmen einer Mitgliederversammlung zustimmen

„Es ist heute eine andere Zeit als vor 40 Jahren“, sagte Fischer bei Sport1. „Die Mannschaften, die heute an der Spitze stehen, sind alles ausgegliederte Vereine.“ Man müsse in der Lage sein, wichtige Spieler zu holen und darüber sprechen, das Beste für den Verein herauszuholen.


Auch Abramczik stimmt seinem ehemaligen Sturmpartner bei Sport1 zu: „Wenn wir international weiterkommen wollen, werden wir das wohl auf Dauer machen müssen.“ Er sei auch Mitglied und würde dafür stimmen.

Um eine Ausgliederung der Profiabteilung zu erreichen, müssten 75 Prozent der Schalke-Mitglieder im Rahmen einer Mitgliederversammlung zustimmen. Viele S04-Anhänger sehen die Ausgliederung jedoch traditionell kritisch und möchten das Alleinstellungsmerkmal der Rechtsform bezogen auf die Mannschaften im oberen Tabellendrittel der Bundesliga nicht aufgeben. 

Sie haben Sorge, dass sie dann nicht mehr der Souverän des Vereins sein könnten. Allerdings dürften auch sie gesehen haben, dass die wirtschaftliche Potenz des Klubs in den vergangenen Jahren im Vergleich zu anderen Kontrahenten nachgelassen hat und der S04 nun vielleicht am Scheideweg steht. Klaus Fischer und Rüdiger Abramczik sehen das jedenfalls genauso.   

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23.05.2020 - 19:31 - vomFlankengott

@ ali_hb

Danke. Sehr kluger Komnentar mit entsprechendem Weitblick. Also nicht nur von A nach B gedacht.

Hoffentlich fällt er auch auf fruchtbaren Boden.

Grüße und GLÜCKAUF

23.05.2020 - 17:45 - vomFlankengott

Bei keinem Schalker Spieler darf im Alter von 21 oder 22 Jahren ein Vertrag auslaufen. Das geht einfach nicht! Punkt. Ende. Aus. In diesem Alter müssen die Verträge Minimum eine Restlaufzeit von 2 Jahren haben, also bis 23 oder 24 Jahren.

Um dieses Ziel in jedem Fall auch zu erreichen - und das ist möglich!!! - muss der Spieler mit entsprechender Gehaltsaufbesserung im Alter von 19 oder spätestens (!) 20 ein entsprechend längerfistiger Vertrag angeboten werden, notfalls mit Ausstiegsklausel und festgeschriebener Ablösesumme.

Das heißt Schalke bietet den Jugendtalenten genau zweimal einen Vertrag. Einen Profivertrag im Alter von 17, 18 oder maximal 19 Jahren. Und ein weiteres mal wenn der Spieler sich erwartungsgemäß entwickelt kommt spätestens (!) 2 Jahre danach der Anschlussvertrag. Und mit ca. 22 Jahre ist Ende im Gelände. Tschüss. Abverkauf! Platz für das nächste Talent. Dazu muss es dann in der Kasse geklingelt haben, dass für das nächste Talent auch die Kohle da ist.

Hätte bei diesem System irgendetwas gefloppt, würde ich den Verantwortlichen niemals Mißmanagement vorwerfen. Das würde dann gewiss auch ein paarmal floppen, was auch nicht weiter schlimm wäre. Der nicht gefloppte Rest würde das dann locker kompensieren.

Aber entwickelte Jugendspieler im Alter von 21,22,23 Jahren ohne längerfristigen Vertrag bei Schalke 04 IST Mißmanagement. SORRY!!! Das ist das Alter des Abverkaufs zu den Top-Ten Europas. Schalke 04 kann ja nur dann wirklich Kasse machen. Oder gar nicht. Oder man verkauft die Schalker DNA gleich an die Großinvestoren. Dann machen die halt genau das, was man selbst nicht gebacken bekommen hat.

Guckt mal was die Pilllendreher oder Lüdenscheid-Nord macht. Die hamm's leider gerafft. Jetzt Havertz oder Sancho....

GLÜCKAUF

23.05.2020 - 14:31 - vomFlankengott

@ easybyter

Ich bestreite doch gar nicht, dass Schalke den genannten Spielern Vertragsangebote "an Grenzen der Machbarkeit" gemacht hat. Bei Matip und Kolasinac war es aber nicht so. Hier wurde schlicht gepennt.

Die Frage ist doch eine ganz andere: WANN wird ein Angebot "an den Grenzen der Machbarkeit" gemacht. Auf Schalke grundsätzlich viel zu spät. Zu dem Zeitpunkt zu dem dem Spieler dann schon ein Vertrag von einem Top-Verein winkt ist's natürlich zu spät! Vor allem weil Schalke wirtschaftlich und von der sportlichen Perspektive aus betrachtet eben dann nicht mehr konkurrieren kann.

Es ist ja nicht so, dass auf Schalke dieses Problem nicht bekannt wäre. Es war daher auch kein Versäumnis! Vielmehr war es eine bewusste Entscheidung innerhalb einer Kosten-Risiko-Abwägung gegen eine frühzeitigere (teuere) Vertragsverlängerung. Man wollte sich das Geld sparen und ging damit bewusst in ein gewisses Risiko. Mit dem gesparten Geld ging man dann (meist weniger erfolgreich) auf Einkaufstour. Das ist das Schalker Spiel mit "auf Kante nähen."

Grundsätzlich gibt es ja auch noch die Möglichkeit mit der "festgeschriebenen Ablösesumme." Dadurch kann man sich etwas von den laufenden Vertragskosten sparen, bekommt dafür dann aber später eine etwas geringere Ablösesumme. Daran sieht man einfach, dass es sich hier schlicht um eine Kosten-Risikoabwägung geht. Man kann also auch über dieses Modell etwas ins Risiko gehen in dem man eine realativ niedrige festgeschriebene Ablösesumme akzeptiert und sich im Gegenzug dann Gehaltszahlungen spart.

Durch das inzwischen 5-jährige Mißmanagement nach dem Abgang des (punktemäßig) besten Schalker Trainer (Jens Keller) aller Zeiten (da muss die Mannschaft dann wohl entprechend gut gewesen sein, wenn sie in 5 Jahren viermal in die CL kommt, in den letzten 5 Jahren war's dann aber gerade noch einmal) ist man nun sowohl sportlich uninteressanter (ein Huntelaar oder Raul würde sicher nicht mehr kommen wollen) als auch wirtschaftlich unfähiger (wegen der fehlenden vielen CL-Millionen) die richtig interessanten Spieler zu bekommen.

Meyer ist eine Sondersituation gewesen. Aus Schalker Perspektive war Meyer sportlich ausgereizt. Er war in einem Alter, in dem klar war, dass er sich sportlich sich nicht mehr weiter entwickeln würde. Dann ist es Unfug ihn vertraglich noch binden zu wollen. Er blockiert dann nur noch einen Platz im Profikader für einen Spieler mit weiterem sportlichen Entwicklungspotential (so wie im übrigen zur Zeit Gregoritsch bei Kutucu) und damit eine potentielle Schalker Geldquelle. Hier wurde es verpennt eine Ablösesumme zu generieren. Das wäre sehr wohl möglich gewesen! Es ist für mich zu komplex, das jetzt hier im Detail zu erklären. Selbst wenn die fehlende Ablöse sehr schmerzt, bin ich froh dass er das (viel zu hohe) Angebot nicht angenommen hat. Hier wurde dann mal klug reagiert: Mascarell ist sportlich besser UND viel billiger. Vielleicht war's auch gar nicht klug sondern einfach nur Glück, dass Meyer das Angebot nicht annahm. Sonst wäre der eins zu eins Ersatz Mascarell ja gar nicht gesucht worden. Dass Meyer sportlich ausgereizt war zeigt auch der Name des aufnehmenden Vereins: Crystal Palace. Da kann sogar Schalke noch mit der sportlichen Perspektive mithalten.

GLÜCKAUF

23.05.2020 - 12:33 - ali_hb

@
Was heißt denn, dass der Club bei einer Ausgliederung strukturell auf ganz andere Füße gestellt wird? Ich will Ihnen das gerne erklären: Heute besitzt der Verein mit seinen 150000 Mitgliedern 9 Gesellschaften, alle mit beschränkter Haftung. Diese werden vom Verein und von seinen gewählten Gremien kontrolliert. Wenn der Verein ausgliedert, ist auch der Profifußball in einer Gesellschaft. Das entscheidende ist aber, dass dann Anteile am Herzstück des Vereins verkauft werden sollen und damit kommen Typen wie Kühne, Kind, die den Verein zu Ihrem Spielzeug machen oder irgendwelche Konzerne, die die Ausstrahlung der Marke ausnutzen wollen und natürlich wirtschaftlich und indirekt auch sportlich mitbestimmen. Diese neue Struktur schießt keine Tore und generiert auch auf Dauer nicht mehr Geld. VfB Stuttgart, HSV, Hannover 96 haben ausgegliedert und spielen heute in der 2. Liga. Der gelb-schwarze Nachbar war nach der Ausgliederung einmal nahezu pleite und lange im sportlichen Mittelmaß. Gefragt ist eine kluge Transferpolitik, Geduld und ein kontinuierliches Weiterentwickeln der Infrastruktur.und des bisherigen Geschäftsmodells.

23.05.2020 - 10:18 - easybyter

@Flankengott
Die Ausgliederung ist kein Allheilmittel, aber es ist nicht nur frisches Geld, wie Sie schreiben, sondern es bedeutet, dass der Klub strukturell auf ganz andere Füße gestellt wird. Lassen Sie sich das einmal von einem Wirtschaftsfachmann erklären, wo da der Unterschied liegt. Was das Halten von Talenten angeht, so ist das schwieriger, als man sich das so vorstellt. Tatsache ist, dass kein Spieler gegen seinen Willen zum Unterschreiben eines Vertrages gezwungen werden kann. Man muß ihm auch nicht nur Geld, sondern auch eine Perspektive, d.h. Spiele auf höchsten Niveau bieten und beides kann Schalke zur Zeit nicht. Den Weggang von Matip, Kolasinac, Goretzka, Meyer Nübel dem Management anzulasten ist mir zu billig. Sowei ich weiß ist bei all diesen Spielern mit Angeboten, die an die Grenzen der Machbarkeit gingen versucht worden, die Leute zu halten. Aber was soll der Manager an Argumenten bringen, wenn z.B. ein Vertrag bei Liverpool oder Bayern winkt? Und Meyer wäre ja wohl auch nicht gerade der Garant für besseren Fußbal auf Schalke gewesen, der reißt doch auch in der Premier League keine Bäume aus. Dann scheinen Sie auch nicht bemerkt zu haben, dass durchaus auch Spieler geholt worden sind, die sich bewährt haben. Bei jedem Transfer besteht die Gefahr, dass der Spieler sich in der neuen Umgebung nicht zurecht findet, das kann auch ein noch so guter Manager nicht vorhersehen. Eins steht für mich jedenfalls fest: Ohne Ausgliederung und ohne finanziell bessere Möglichkeiten wird Schalke auf Dauer den Weg ins MIttelfeld antreten oder, wenn es ganz schlecht läuft auch mal in der 2. Liga landen. Die Zeiten haben sich einfach geändert ob man das nun gut findet oder nicht. Glück Auf!

23.05.2020 - 04:16 - Schalker1965

@vomFlankengott

Offensichtlich hat Juve in letzter Sekunde noch gekniffen. Typisch Italiener.

23.05.2020 - 00:36 - vomFlankengott

@ Schalker1965

Gestern habe ich gelesen, das Manuel Neuer zu Juventus Turin geht. Aber ich hab's vorher schon gewusst! Seit dem 14.04.2020 um 9:58 Uhr von einem der Ahnung hat. Ich informiere nur noch hier. Dann weiss ich's besser UND früher. Jetzt ist für Nübel der Weg frei in's Bayern Tor.

23.05.2020 - 00:22 - vomFlankengott

@ Bayerischschalke

Ist doch interessant: Wir diskutieren hier über Ausgliederung, also über Investoren und NIEMAND von den Verantwortlichen, ob jemand vom Aufsichtsrat incl. dem Aufsichtsratsvorsitzenden noch irgendein verantwortlicher Vorstand hat sich FÜR die Ausgliederung ausgesprochen. Wenn sich also ALLE o.g. Verantwortlichen NICHT für die Ausgliederung aussprechen, muss ich doch davon ausgehen, dass niemand die Ausgliederung will. Sonst würde er's doch sagen, oder?

Egal ob Geld verbrannt wurde oder nicht, jedenfalls kann man "Geld verbrennen", also beschissen investieren. Dass mit der Ausgliederung frisches Geld von Investoren reinkommt ist ja mal Tatsache. Was ich aber nicht verstanden habe, warum das frische Geld Schalke dann die Zukunft rettet. Auch dieses "frische Geld" kann ja schliesslich verbrannt werden, also beschissen investiert werden.

Es gibt im Fußballgeschäft exakt zwei (2) wesentliche Geldquellen. Die eine Geldquelle ist die Ausgliederung und damit Öffnung für Investoren. Und die andere Geldquelle ist die Entwicklung von Jugendtalenten hin zu gestandenen Buli-Profis UND den anschliessenden erfolgreichen Verkaufm Die zweite Variante wird natürlich versemnelt, wenn Spieler ablösefrei gehen: Matip, Kolidaniac, Goretzka, Meyer, Nübel. Man konnte keinen dieser Spieler zwingen den Vertrag zu verlängern. Aber ich habe in allen Fällen nicht mitbekomnen, dass Schalke 2 Jahre vor Auslaufen der jeweiligen Verträge die Vertragsvelängerung so richtig schmackhaft gemacht hätte. Zur Not mit festgeschriebener Ausstiegsklausel.

Natürlich gibt es weitere Geldquellen wie bspw. Merchandising oder Marketing. Aber diese anderen Geldquellen machen nicht DEN entscheidenden Unterschied aus. Dazu kommt als Geldquelle dann noch der sportliche Erfolg wie z.B. die CL-Teilnahme. Nur in diesen o.g. Bereichen entscheidet sich die Zukunft des ganzen Vereins.

Wenn man also
(1) zu viele Spieler ablösefrei verliert
(2) zu viele Spieler teuer einkauft und billig oder ablösefrei ziehen lässt (Konopljanka, Embolo, Bentaleb, Rudy) und
(3) in den letzten fünf Jahren nur einmal die CL-Teilnahme erreicht, dann ist das IN DER SUMME too much.
Und diese SUMME darf ich dann doch wohl noch als Mißmanagement bezeichnen. Warum das jetzt mit frischem Geld besser werden soll, kapiere ich nicht.

Diese 3 o.g. Umstände sind ja nicht auf die fehlende Ausgliederung zurückzuführen. Folglich sind sie auch nicht durch eine erfolgreiche Ausgliederung zu beheben.

Das Zurückblicken in die Vergangenheit ist deshalb so wichtig, weil dort die Ursachen der Malaise liegen. Die Fehler liegen ja nicht in der Gegenwart. Um die Zukunft besser zu gestalten, muss man ja die RICHTIGEN Lehren aus der Vergangenheit ziehen. Und NIEMAND von den Verantwortlichen behauptet dass die fehlende Ausgliederung das Problem in der Vergangenheit war (siehe 1.Absatz meines Kommentars oben) und offenbar fordert es deshalb auch niemand.

GLÜCKAUF

22.05.2020 - 23:38 - Schalker1965

"Bei solchen Entscheidern ist es doch ganz egal, ob ich nun e.V. oder ausgegliedert bin. Das Geld wäre eh weg."

Da bin ich bei dir. Jedoch solltest du den Kreis der "Entscheider" nicht auf Heidel beschränken. Kein Sportvorstand ist ohne Zustimmung des AR!!!!! befugt, derart hohe Summen auf dem Transfermarkt zu investieren. Wenn es also jemand Millionen in den Sand gesetzt hat, war es in letzter Konsequenz der AR als Aufsichts- und Entscheidungsgremium.

Und noch ein: Es ist doch völliger Unsinn, Heidel und Co. ständig vorzuhalten, versäumt zu haben, die Verträge mit Matip, Kola, Meyer, Goretzka, Nübel u.v.a. zu verlängern. Zu einem Vertragsabschluss sind regelmäßig z w e i Parteien erforderlich. Wenn die Spieler indes gar kein Interesse an einer Vertragsverlängerung haben bzw. die Berater nur an ihr eigenes Portemonnaie denken, ist es für einen Sportvorstand mit klammer Kasse und mäßigen sportlichen Perspektiven geradezu u n m ö g l i c h herausragende Talente mit einem langfristigen Vertrag auf Schalke zu binden. Die Konkurrenz hatte da sowohl finanziell, als auch sportlich die weitaus besseren Karten.

22.05.2020 - 23:17 - Bayerischschalke

Was meint Klaus Fischer eigentlich damit, bestimmte Spieler holen? Höhere Ablöse, mehr Gehalt, höhere Berater Honorare zahlen? Soll das der richtige Weg sein? Und wenn Abi eine " kluge Idee " hat, bin ich erst einmal für das Gegenteil.
Bei Matip war Heidel noch nicht zuständig, ansonsten hat er aber einige Personalien wirklich schön verpennt. Kolasinac und Meyer mal ganz vorn, wahrscheinlich auch bei Goretzka. Von Nübel mag ich gar nicht mehr reden. Der hat doch lieber Wände einreißen lassen, oder den Bauhelm aufgesetzt.
Der hat fast die komplette Ablöse von Draxler, Sane, Kehrer und noch ein bisschen Kleingeld ausgegeben und damit den Großteil des aktuellen Kaders zusammengestellt. Das würde ich schon Geld verbrennen nennen.
Bei solchen Entscheidern ist es doch ganz egal, ob ich nun e.V. oder ausgegliedert bin. Das Geld wäre eh weg.
Ich weiß nicht, was besser ist. Ich weiß aber noch, Schalke war immer gut, wenn die U - Mannschaften stark waren.
Schalke sollte hier wieder mehr investieren und auf seinen Nachwuchs setzen, was man ja auch als e.V. darf.

22.05.2020 - 23:02 - ali_hb

@easybyter
Embolo, Konoplyanka,, Bentaleb, Mendyl, Rudy usw.. Bitte einfach die Kosten für die Transfers und die Gehälter zusammenrechnen und dann die Erlöse durch Transfers abziehen. Da bleibt ein Betrag von weit über 50 Mio. der verbrannt wurde. Heidel war ein Zocker und wurde dabei noch schlecht beraten.

Investoren bringen Geld und wollen Einfluss. Geschenkt wird da nichts! Bitte auf den HSV und Hannover 96 schauen. Abhängig von einem Investor und in Liga 2. Da weiß man, wo das enden kann.
Für Erfolg muss klug transferiert werden. Es werden entwicklungsfähige Spieler gebraucht. Die können auch mal 10 Mio. kosten. Herr Reschke kann das. Noch wollen Talente zu Schalke 04, weil sie eine Chance auf Einsätze haben. Es muss gearbeitet werden es muss ausgehalten werden, dass der Erfolg nicht sofort kommt und spätestens in 2-3 Jahren wird wieder europäisch gespielt, auf einer soliden Basis.

Über die Rechtsform für die Bundesligamannschaft kann man nachdenken, aber wer dann Teile von Schalke 04 an Investoren verkauft, nimmt dem Verein das, was seinen Mythos ausmacht und der Marke ihr Alleinstellungsmerkmal gibt. Die 150 000 Mitglieder sind die Seele des Vereins, nicht irgendein Konzern. Dies gilt es im Marketing noch besser zu nutzen! Das Geschäftsmodell ist eben ein anderes als bei der AG des gelb-schwarzen Nachbarn und das macht Schalke 04 für mich und viele andere Fans gerade so sympathisch.

22.05.2020 - 21:34 - vomFlankengott

Bei den Kommentaren hier von einigen Schalkern wird mir schwindelig.

Nur mal zur Klarstellung:
In den letzten 5 Jahren waren wir genau einmal in der Champions League. Damals (im ersten Tedesco-Jahr) hatten bereits wenige Punkte im Tabellestand gereicht, weil der Rest der Liga so arg schwächelte. Der gebotene Fußball war aber auch damals eher mau. Meiner Meinung jedenfalls.

In den 5 Jahren davor waren wir viermal in der Champions League. Kleiner Unterschied.

Wegen der Nichtteilnahme an der CL hat aber auch Kohle gefehlt, dachte ich immer Diese fehlende Kohle soll also auf Schalke aber nie verbrannt worden sein, weil sie ja nie da war?! Aha! Danke @easybyter für die Info! Wenn wichtige Spieler ablösefrei gehen, wurde anscheinend auch keine Kohle verbraten. Ist Schiksal. Man kann ja keinen zwingen den Vertrag zu verlängern. Und frühzeitiger dem Spieler ein deutlich höheres Gehalt anbieten? Geht auch nicht, weil wir da nicht wettbwerbsfähig sind wegen der fehlenden Ausgliederung.

Jetzt noch was zur Ausgliederung: Im Sommer 2017 ist der VfB Stuttgart erst als Zweitligameister in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Kurz danach, ebenfalls im Sommer 2017, gab es dann beim VfB Stuttgart die erfolgreiche Ausgliederung, die mit der notwendigen 3/4 Mehrheit der Veteinsmitglieder beschlossen wurde.
Nochmals kurz danach, immer noch im Sommer 2017, wurde Reschke (sollte man als Schalker kennen) als Verantwortlicher installiert. Und dann...??? Ohne die Ausgliederung hätte der VfB Stuttgart keine Zukunft sagten die Befürworter der Ausgliederung damals im Sommer 2017 auch.

@Schacht 7
Wir waren sogar noch viel erfolgreicher: In den letzten hundert Jahren waren wir sogar siebenmal DEUTSCHER MEISTER! Wie erfolgreich werden wir dann erst sein, wenn die Ausgliederung abgeschlossen ist.

Zu den Altschulden: Ich hab' gar nicht mitgekriegt, dass die Schulden drücken. Die liegen bei ca. 200 Mio. Immer ungefähr gleichbleibend. Seit Jahren so. Bei den sinkenden Zinsen zahlen wir auch immer weniger dafür. Woran diese Schulden uns jetzt in den letzten Jahren an etwas gehindert haben, habe ich gar nicht mitgekriegt. Hab' auch nie vom Finanzvorstand Peters oder wem auch immer dazu etwas gehört, dass die drücken würden.

Hab' auch nie vom Peters oder Tönnies oder wem auch immer gehört, dass eine Ausgliederung sinnvoll wäre oder gar dass sie eine Ausgliederung befürworten würden. Wenn Sie jetzt auf einmal doch für eine Ausgliederung sein sollten, hätte ich gerne mal gewusst, wie sie zu diesem Geistesblitz gekommen sind. Also was im Sommer 2020 dafür spricht. Und warum diese Gründe z.B. im Sommer 2017 noch nicht gegolten haben als der VfB Stuttgart es uns mit der Ausgliederung vorgemacht hat wie's geht? Ich denke doch, dass diese klugen Leute das uns damals schon vorgeschlagen hätten, wenn's damals schon richtig gewesen wäre auszugliedern.

Ich bin eigentlich immer bestens informiert über unseren Verein, aber anscheinend kriege ich manches doch nicht mit. Mitgekriegt habe ich aber noch, dass Tönnies 2015 gesagt hat, dass es immer beim e.V. bleibt, so lange er bei Schalke 04 ist.

GLÜCKAUF

22.05.2020 - 19:29 - Nathan

Nach Schalke war Weinzierl beim VfB Stuttgart auch nur sechs Monate im Amt, dann durfte er gehen, daß spricht nicht gerade für ihn.
Jetzt ist er Kommentator bei Amazon
und demnächst vielleicht bei Sky.als Berater.
Embolo haben wir günstig bekommen 10 Millionen Euro, aber bisher ist er mehr Ergänzungsspieler als Stammkraft. Er ist Körperlich sehr robust hat aber starke technische Mängel und ist im Torabschluss verbesserungswürdig.
Damals hat ihn Stafylidis vom FC Augsburg übel verletzt. Ein Burgstaller hat besseres Zweitliga Format aber auch nicht mehr und Oczipka naja. Sahne , Caliguri, und Serdar sind eingeschlagen Uth bekommt bei den Geißböcken Spielpraxis und könnte eine Verstärkung bei euch werden.
Heidel ist ein besserer Autoverkäufer vielleicht gibt ihm ja sein Kumpel Aki einen Job.
Mission erfüllt auf Schalke :,-)

22.05.2020 - 15:21 - easybyter

@schacht 7
Weinzierl hatte mit Augsburg großen Erfolg, dass es es auf Schalke nicht gepackt hat, konnte niemand ahnen. Schalke ist eben schwer zu trainieren. Man schaue sich die lange Liste renommierter Trainer an, die es alle nicht gepackt haben. Embolo war kein schlechter Griff, leider hat ihn der Frankfurter so übel verletzt, dass er fast ein Jahr ausfiel, er scheint bei Gladbach ja gut reingekommen zu sein. Geis war anfangs auch super bis zu seinem üblen Foul; danach hat er nie mehr seine Form gefunden. Rudy passte leider nicht zu Schalke, aber so etwas kommt vor. Du hast vergessen, dass er auch Caligiuri, Stamblouli, Burgstaller, Harit, Uth, Serdar, Sané und Oczipka geholt hat, die ja allesamt nicht schlecht eingeschlagen sind. Außerdem hat er viel in die Infrastruktur von Schalke investiert, was sich in der Zukunft noch auszahlen wird. Im Nachhinein kann man immer sagen, er hätte den oder den eher verpflichten sollen. Goretzka hat die Schalker doch nur hingehalten, bei dem ist Heidel über die Grenzen hinausgegeangen, um ihn zu halten, Matip wollte ins Ausland, Kehrer auch. Wir alle wissen nicht, was da wirklich gelaufen ist und wenn ein Spieler weg will, dann verlängert er nicht und geht ablösefrei, das ist leider so, kann aber nicht immer dem Manager angelastet werden. Der Reiz, bei Schalke zu bleiben ist eben nicht mehr so hoch, die wirklich guten Spieler wollen sich in der CL beweisen. Wenn Schalke da wieder hin will, muss die Profiabteilung ausgelagert und müssen finanzkräftige Investoren gefunden werden. Schalke verliert sonst den Anschluss und dann ist es egal, wer die Geschäfte führt. Schalke muss den Verantwortlichen und den Spielern wieder Perspektiven bieten können, dann wird es auch wieder aufwärts gehen. Ich hoffe, dass die Mehrheit der Mitglieder das einsieht und die 75 % zusammen kommen, um die Vereinsstruktur zu verändern.

22.05.2020 - 12:10 - Schacht 7

@easybyter

Bei Heidel muß ich dir wiedersprechen der hat uns einiges gekostet auch an glücklosen Transfers beziehungsweise hat er es nicht geschafft Verträge von Talenten Vorzeitig zu verlängern.

Weinzierl ein absoluter Flop als Trainer, Embolo 26 Millionen, Sidney Sam,Bentaleb 22 Millionen, Geis 12 Millionen , Badstuber,Mendyl 7 Millionen, Rudy 16 Millionen,
mit Gehältern liegen wir locker bei über 100 Mil Euro.
Dann hat er es versäumt mit Goretzka vor dem Konföderation Cup zu verlängern nach dem guten Turnier hat er sich bei Bayern auf den Einkaufszettel gespielt , dann sind da noch Matip, Meyer und Kehrer allesamt seine Versäumnisse. Sane war nicht zu halten da gab es aber immerhin 50 Millionen + Bonus.

Insgesamt einene dürftige Bilanz auch wenn nicht alles schlecht war.

22.05.2020 - 11:50 - luko1944

nämlich.....Nenn Mir einen besseren M:S: zu seiner Zeit. Komm Mir jetzt nicht mit Gerd-Müller.

22.05.2020 - 10:26 - easybyter

Ich kann das Argument vom "Geld verbrennen" nicht mehr lesen. Nach Magath war gar kein Geld zum Verbrennen mehr da. Heldt konnte nie aus dem Vollen schöpfen, hat aus den Möglchkeiten eine Menge gemacht, die Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen. Heidel hat wichtige Investitionen in die Infrastruktur angestoßen, auch gute Spieler geholt, wie man jetzt sieht. Das Rühren in der Vergangenheit bringt niemanden weiter, da kann man schön und ausgiebig am Stammtisch drüber diskutieren. Man muss jedoch sehen, wie sich das Geschäft in den letzten Jahren verändert hat, was da für Ablösesummen und Gehälter gezahlt werden und da kann ein e.V. wie Schalke mit ca. 200 Mio Schulden einfach nicht mehr mithalten. Eine Ausgliederung der Profi-Abteilung allein ist noch kein Garant für Erfolg, aber sie gibt den führenen Leuten die Grundlage, im Konzert der Großen mitzuspielen. Ohne diese Maßnahme wird Schalke im MIttelmaß versinken. Wer das will, soll gegen die Ausgliederung stimmen. Vielleicht gelingt dann in einem guten Jahr mal ein Erfolg und man spielt in der EL oder gar CL, aber der Normalfall wird ein Platz zwischen 8 und 10 sein und wenn es nicht gut läuft, ist auch mal ein Abstieg drin Die Nostalgie hilft uns da nicht weiter und die Furcht, die Mitglieder könnten an Einfluß verlieren, ist auch kein Argument. Vielleicht ist es sogar gut, wenn die nicht so viel mitreden können. Ich werde jedenfalls auch für die Ausgliederung stimmen.

22.05.2020 - 09:35 - urs611

Ja... über die Ausgliederung ergebnisoffen zu diskutieren, ist richtig.
Richtig ist auch, dass die Mitglieder es in der Hand haben und es eine qualifizierte Mehrheit braucht, um diesen Weg zu gehen.
Wenn also >75% die Ausgliederung wollen sollten, hat das die Minderheit nach demokratischen Grundsätzen gefälligst zu akzeptieren - oder sie wird prüfen müssen, ob das noch ihr Verein ist... insofern ist Schalke da nichts Besonderes - wenn mir die Neuausrichtung meines örtlichen Sportvereins nicht passt, stehe ich auch vor dieser Frage.
Ich bin was die Ausgliederung angeht, noch unentschieden - es wird auf die konkrete Ausgestaltung ankommen.
Was mich stört, ist der Zeitpunkt... mitten in der tiefsten Krise wird man nicht im Ansatz den Wert erzielen, wie ihn anderen Vereine noch vor kurzem erzielen konnte - mit anderen Worten: sollte man jetzt oder zeitnah ausgliedern, wird der gewünschte Effekt, nämlich mehr wirtschaftliche Möglichkeiten, nicht oder nur unzureichend eintreten. Trotz aller Strahlkraft der Marke Schalke schätze ich, dass die gerne diskutierten Werte der Vereine aktuell komplett Makulatur sind - alle warten ab, Ablösen und Gehälter werden sinken....
In dieser Situation auszugliedern, ist nichts anderes als Geld verbrennen. Diskutieren ja, Denkmodelle entwicklen ja - aber entscheiden erst dann, wenn eine gewisse Sicherheit besteht, wohin die Reise des Profifussballs geht. Da die Entscheidung aber ohnehin nicht morgen fallen wird, sollten alle die Zeit nutzen und die Möglichkeiten ehrlich verproben.... bei der Gelegenheit könnte auch der eine oder andere seinen Blutdruck halbieren...

22.05.2020 - 07:35 - Schacht 7

Das Tönnies als Fan und Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke mit seinem Privatvermögen vor geraumer Zeit gebürgt hat ist hinlänglich bekannt.

Ohne Ausgliederung haben wir langfristig keine Chance auf die vorderen Plätze. Mit Veltins, R und V , Gazprom und Tönnies Fleisch sitzen Unternehmen im Boot die Milliarden Umsätze haben. Ein Investor zu finden dürfte nicht das Problem sein,die Mitglieder müssen dem zustimmen , sonst wird es schwer im Konzert der großen dauerhaft mitzuspielen.

Schalke hat im vergangenen Jahr trotz vorhergehender Grottensaison einen Wert von 765 Mio. €. Damit war Schalke der 14.wertvollste Club Europas laut Forbes Finanzranking.
Wir haben eine super Infrastruktur aber Altlasten von 190 Millionen Euro und das macht uns jetzt zu Corona Zeiten schwer zu schaffen.
Ein Investor oder eine AG bringt erstmal Kapital so das die Altlasten abgetragen werden und wir Schulden frei sind und nicht mehr in so eine Situation kommen wie jetzt.

In den letzten 20 Jahren haben wir 17 mal International gespielt davon 9* in der Champions League.
Und dieses Ziel müssen wir wieder erreichen das geht aber nur mit einer Ausgliederung.
Die fähigen Leute für einen Neuanfang nach dem EV haben wir mit Schneider , Reschke , Jobst usw.

22.05.2020 - 05:46 - nämlich

"... ganz Deutschland verzückt..."
nö, das stimmt nicht.

Beitrag wurde gemeldet

22.05.2020 - 01:58 - Nathan

Tief im nirgendwo,wer hat das Geld auf Schalke verbrannt?
Der Sportvorstand Schneider,Reschke und co sind seit 2019 im Amt und leisten soweit gute Arbeit,auch in der Verjüngung des Kaders.
Tönnies ist der Vorsitzende des Schalke-Aufsichtsrats und hat Schalke über eine Liquiditätslücke hinweg geholfen.mit seinem Privatvermögen ohne Sicherheit. Er ist ein Knallharter Geschäftsmanns mit radikalem Kostenmanagement und kann ohne Zustimmung des Aufsichtsrates gar nicht allein Entscheiden.
Auch die Kooperation zwischen Gazprom und Schalke hat er für den Verein eingefädelt.

Hast du ein Selbstwertproblem ? Sonst würdest Du nicht ständig über Schalke den größten Unsinn verbreiten.
Deine Biene Maja Welt lässt wohl nichts anderes zu so sind sie halt die Schwatzkes.

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

21.05.2020 - 20:35 - Tief_im_Westen

Das bringt aber nur etwas, wenn nicht die Leute das Geld verbrennen dürfen, die den Verein in die Situation gebracht haben. Geld und Möglichkeiten waren genug da und dennoch ist man heute dort, wenn man nun ist. Genau daran wird es scheitern, weil die Egos zu groß sind.

21.05.2020 - 19:24 - Schullek

Immer an den Bayern orientieren. Was die finanziell machen ist meistens richtig.