09.10.2018

Auswärtsfahrer

Schalke-Fans mit Saisonrekord

Foto: Thomas Tartemann

Trotz des schwachen Saisonstarts beim FC Schalke 04 entschlossen sich am Samstag tausende Fans dazu, ihre Mannschaft zum Auswärtsspiel in Düsseldorf zu begleiten. Damit sorgten sie schon früh in der Saison für einen Rekord, der nur schwer zu brechen sein dürfte.

Es war ein beeindruckendes Bild, das sich am Samstagnachmittag nach Schlusspfiff in der Düsseldorfer Arena ergab: Nicht nur der Gästeblock, sondern auch große Teile der angrenzenden Tribünen feierten lautstark den dritten Schalker Sieg binnen einer Woche. 


Weil sich schon während des Vorverkaufs abzeichnete, dass sich zahlreiche Schalker mit Karten für die Bereiche neben dem offiziellen Gästeblock eindecken würden, entschieden die Fortuna-Verantwortlichen kurzerhand, einen weiteren Block als offiziellen Gästeblock zu deklarieren. Doch nicht nur dort, sondern auch weit darüber hinaus fanden sich zahlreiche königsblaue Anhänger ein. Letztendlich war es laut Angaben der Schalker Abteilung Fanbelange die stolze Anzahl von 14.000 Fans, die ihre Mannschaft bei der Fortuna unterstützte und für echte Heimspiel-Atmosphäre sorgte. 

Mehr Anhänger als Schalke 04 brachte in der noch jungen Saison bislang kein Verein mit in ein gegnerisches Stadion. Laut dem Portal Fussballmafia.de folgen mit großem Abstand in dieser Bilanz der FC Bayern München und Borussia Dortmund. 8.500 Fans begleiteten die Bayern nach Berlin, die gleiche Anzahl folgte dem BVB nach Hannover - an einem Freitagabend wohlgemerkt. 

Im Hinblick auf die Zahlen der vergangenen Jahre dürften die 14.000 Schalker Auswärtsfans dennoch eine Marke sein, die in dieser Saison nur schwer zu knacken sein wird. Bereits in der vergangenen Saison sorgten die königsblauen Anhänger für den Top-Wert, als sie zum Saisonstart mit 9.000 Fans in Hannover aufschlugen. In der Spielzeit davor stellten die Fans des FC Bayern mit 10.000 Anhängern beim Gastspiel in Berlin eine Bestmarke auf. 

Getoppt werden diese Zahlen in den letzten Jahren nur von den Dynamo-Dresden-Fans: Im Dezember 2016 begleitete die unglaubliche Zahl von bis zu 26.000 Dresdnern ihre Mannschaft zum Auswärtsspiel bei 1860 München. 

Während sich die Schalker nach ihrem miserablen Saisonstart sportlich also erst mühsam aus dem Tabellenkeller kämpfen müssen, haben die Fans schon früh für die Führung in der Tabelle der Auswärtsfahrer gesorgt. Bleibt abzuwarten, ob es eine andere Fanszene schafft, die Königsblauen in dieser Hinsicht noch zu übertrumpfen. fn

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09.10.2018 - 18:50 - am Zoo

@ Staublunge: Hast in allen Punkten Recht!!!!! Trotzdem riesen Respekt für Euch und eure Anhänger!!!!!
Hier aus dem Tal waren auch viele in Ddorf, weil man für eure Heimspiele ja nie Karten bekommt :-)

09.10.2018 - 18:26 - Staublunge

Beides hat Gründe. Auch wenn das Märchen vom arbeitslosen Schalker total an der Realität vorbei geht, hat Schalke in der gebeutelten Kernregion im Schnitt nunmal sicherlich nicht die zahlungskräftigsten Fans, was man niemandem vorwerfen kann und sollte.

Für die Auftaktpartie gegen Porto, war der Besuch (für Schalker Verhältnisse - andere wären stolz) außergewöhnlich schwach, was sicherlich auch mit dem Termin unter der Woche und der Preisgestaltung zu tun haben dürfte.
Gegen Galatasaray, aber auch beim letzten Gruppenspiel gegen Lok Moskau wird es wieder ausverkauft sein.

Und Düsseldorf war für die reisefreudigen Schalker nicht nur die kostengünstigste, sondern auch kartentechnisch wohl die beste Möglichkeit, die Lust auf "Schalke auswärts" auszuleben.

Festzuhalten bleibt: Nicht die schiere Zahl der Schalker in Düsseldorf war eine einzige Machtdemonstration, sondern der Zeitpunkt und die äußeren Umstände! Das machte das Ganze umso bemerkenswerter. Wenn ein Meisterschaftsanwärter mit Mann und Maus auswärts auftrumpft, ist daran nichts Besonderes.

Aber wer würde nach dem verpatzten Saisonstart mit einem Sieg aus sechs Spielen von 14000 Auswärtsfans zum Sieg getrieben? Kaum ein Klub! Doch Schalke spürt gerade diesen unglaublichen Zusammenhalt im Umfeld, der die jetzige Situation trotz der Parallelen zum Fehlstart unter Weinzierl in keinster Weise vergleichbar macht!

09.10.2018 - 18:01 - Kuk

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