In den vergangenen Wochen setzte sich RevierSport mit Top-Torschützen und Tordebütanten auseinander. Doch wie sieht es eigentlich mit den Torhütern des FC Schalke 04 aus? Die folgenden Keeper spielten in den letzten 20 Jahre am häufigsten zu Null.

Bundesliga

Schalke: Die „zu Null“-Könige der letzten 20 Jahre

Chris McCarthy
09. Mai 2020, 21:30 Uhr
Ralf Fährmann hielt 2017/2018 13 Mal für Schalke die Null. Foto: firo

Ralf Fährmann hielt 2017/2018 13 Mal für Schalke die Null. Foto: firo

In den vergangenen Wochen setzte sich RevierSport mit Top-Torschützen und Tordebütanten auseinander. Doch wie sieht es eigentlich mit den Torhütern des FC Schalke 04 aus? Die folgenden Keeper spielten in den letzten 20 Jahre am häufigsten zu Null.

Manuel Neuer, 2009/2010: 15 Mal zu Null

Nachdem Manuel Neuer sämtliche Jugend-Mannschaften des FC Schalke 04 durchlief, rückte er 2006/2007 hinter Frank Rost zur Nummer zwei vor. Nach neun Spieltagen entschied sich Trainer Mirko Slomka dazu, Neuer das Vertrauen zu schenken und Rost flüchtete zum Hamburger SV.

In 27 Spielen hielt Neuer 13 Mal die Null, verhalf Schalke zur Vizemeisterschaft und etablierte sich als jüngster Stammtorhüter der Bundesliga. Der Keeper entwickelte sich immer weiter, im Kasten aber auch als passsicheres und gedankenschnelles Bindeglied im Aufbauspiel.

Neuer machte mit seiner modernen Spielweise in der Bundesliga und der Champions League auf sich aufmerksam, verhalf den Königsblauen mit 15 weißen Westen 2009/2010 zur nächsten Vizemeisterschaft, ehe er als frisch gebackener Kapitän und DFB-Pokalsieger 2011 zum FC Bayern wechselte.

In München wurde der mittlerweile 34-Jährige sieben Mal Deutscher Meister, gewann 2013 die Champions League und vier weitere Male den DFB-Pokal. 2014 wurde er als Rückhalt der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister.

Oliver Reck, 2001/2002: 15 Mal zu Null

Nach zwei Meisterschaften und zwei Pokalsiegen mit dem SV Werder Bremen, wechselte Oliver Reck im Sommer 1998 im Alter von 33 Jahren zum FC Schalke 04.

In seiner dritten vollen Saison entwickelte sich Reck zum Punktegarant, hielt 13 Mal die Null, ehe 2001/2002 gar 15 weiße Westen folgten. In dieser Zeit verhalf er Schalke zu zwei DFB-Pokal-Siegen und zum Einzug in die Champions League.

Im Februar 2002 markierte er beim 4:0 über den FC St. Pauli sein einziges Profitor per Strafstoß. Im Sommer 2003 beendete Reck im Alter von 38 Jahren seine Karriere. Frank Rost, der ihn bereits in Bremen beerbte, hatte bereits seine Nachfolge angetreten.

Nach Trainertätigkeiten bei Schalke, Duisburg und Fortuna Düsseldorf ist Reck seit Januar 2020 Cheftrainer beim Nord-Regionalligisten SSV Jeddeloh. 

Ralf Fährmann, 2017/2018: 13 Mal zu Null

Ralf Fährmann wurde beim FC Schalke 04 Profi und gab ausgerechnet gegen Borussia Dortmund sein Bundesliga-Debüt, als sowohl Manuel Neuer als auch Matthias Schober ausfielen. Als Nummer eins etablierte er sich allerdings bei Eintracht Frankfurt. In Gelsenkirchen sah er 2009 keine Perspektive und vollzog daher den Wechsel.

Nach zwei Jahren bei der Eintracht kehrte Fährmann 2011 zum FC Schalke 04 zurück. Zum Stammtorhüter der Königsblauen wurde er allerdings erst 2014. Nach etlichen Verletzungen setzte er sich endgültig gegen Timo Hildebrand durch.

Fährmann avancierte er zum sicheren Rückhalt der Mannschaft, wurde 2017/2018 sogar zum Kapitän befördert und wahr mit seinen 13 weißen Westen maßgeblich an der Vizemeisterschaft beteiligt. Nur ein halbes Jahr später wurde er in einer schwächelnden Schalke-Mannschaft von Alexander Nübel verdrängt.

Auf der Suche nach Spielpraxis ließ sich Fährmann vergangen Sommer an Norwich City verleihen. Da er dort allerdings gegenüber Tim Krul das Nachsehen hatte, ließ er sich im März an den norwegischen Erstligisten Brann Bergen weiterverleihen. Auf Schalke besitzt der 31-Jährige noch einen Vertrag bis 2023.

Frank Rost, 2005/2006: Zwölf Mal zu Null

Frank Rost kam im Sommer 2002 vom SV Werder Bremen und löste Oliver Reck als Stammtorhüter ab. Die vierfache Nationaltorhüter war vier Jahre lang die klare Nummer eins, verhalf Schalke zur Vizemeisterschaft 2005 und zum Halbfinaleinzug im UEFA-Cup 2006.

Ausgerechnet nach seiner statistisch besten Saison, als er 2005/2006 zwölf Mal die Null hielt, wurde er 2006/2007 von Manuel Neuer verdrängt und wechselte zum HSV.

Nach vier Jahren in Hamburg ließ er seine Karriere 2011 bei den New York Red Bulls ausklingen und beendete mit 39 Jahren seine Karriere. 

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