Bundesliga

Schalke: Darum ist Ralf Fährmann die neue Nummer eins

Andreas Ernst
03. Januar 2021, 10:45 Uhr
Ralf Fährmann stand in Berlin im Schalke-Tor. Foto: dpa

Ralf Fährmann stand in Berlin im Schalke-Tor. Foto: dpa

Es war die große Überraschung in der Schalke-Aufstellung in Berlin: Ralf Fährmann ist Stammtorwart. Das sind die Gründe für die Entscheidung.

Torwart-Wechsel gab es in den vergangenen Jahren viele beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04. Erst löste im Januar 2019 Alexander Nübel Ralf Fährmann ab. Dann gab es etliche Wechsel zwischen Nübel und Markus Schubert in der Saison 2019/2020, und Schalkes Ex-Trainer Manuel Baum gab schließlich Frederik Rönnow den Vorzug vor Ralf Fährmann. Nun wieder die Rolle rückwärts: Vor dem Spiel bei Hertha BSC (0:3) ernannte der neue Trainer Christian Gross Fährmann wieder zur Nummer eins.


Schon vor der ganz kurzen Weihnachtspause hatte Fährmann im Tor gestanden - aber nur, weil Rönnow wegen einer Verletzung gefehlt hatte. Vor dem Berlin-Spiel hatte sich der Däne fit zurückgemeldet. Gross blieben nur fünf Trainingstage, bevor er die Entscheidung treffen musste. Nach dem Berlin-Spiel begründete er sie so: „Ralf hat mehr Erfahrung auf Schalke, er hat mehr Erfahrung als Führungsspieler, er kommuniziert aus meiner Sicht mehr, was in dieser Situation extrem wichtig ist.“ Doch er ließ sich eine Hintertür offen, was einen erneuten Wechsel angeht: „Das heißt aber nicht, dass Frederik das in Zukunft nicht auch machen kann.“

Doch erst einmal wird es dazu nicht kommen. In Berlin musste Fährmann drei Gegentore durch Matteo Guendouzi (36.), Jhon Cordobo (52.) und Krzystof Piatek (80.) hinnehmen - aber an allen Treffern war er schuldlos. Er verhinderte mit etlichen Glanzparaden weitere Berliner Tore, zum Beispiel in der 23. Minute, als Dodi Lukebakio frei vor ihm aufgetaucht war.

Fährmann auch in Liga 2 auf Schalke

Fährmanns Zukunft dürfte auch bei einem Abstieg in die 2. Bundesliga auf Schalke liegen, sein Vertrag gilt noch bis Juni 2023. Das gilt für Rönnow und den dritten Torhüter Michael Langer nicht. Rönnow kehrt am Saisonende zu Eintracht Frankfurt zurück, Langers Vertrag endet.

Nach 14 Spielen haben die Schalker nun 39 Gegentore kassiert - das ist schlimm, aber kein Rekordwert. Tasmania Berlin stand in der Saison 1965/66 zu diesem Zeitpunkt schon bei 46 Gegentoren...

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04.01.2021 - 19:48 - ali_hb

Rönnow ist im Spielaufbau mit Ball am Fuß besser. Fährmann mit Ball am Fuß und bei seinen ungenauen Abschlägen ein Risiko. Baum hatte mehr Plan als Gross. Lässt sich jetzt schon sagen. Seine Körpersprache (Finger) vor der PK vor Hertha sprach schon Bände. Der Abstieg ist nun vorprogrammiert. Statt links teuer Kola als AV zu holen, wäre rechts ein neuer AV nötig gewesen. Das wird nichts mehr. Erst finanziell und sportlich ruinieren, dann aufkaufen und zur Marke für Würstchen machen, das könnte der Plan sein.

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04.01.2021 - 14:53 - WCL

@S04Fs71

Ich ziehe bei dem Trainer Gross nicht alles in Zweifel. Allerdings müßte es selbst der letzte Antifussballer bemerkt haben das Rönnow wesentlich besser und genauer im Spielaufbau ist, als Fährmann. Auf der Linie tun sie sich beide nichts. Aber heutzutage ist der schnelle/genaue Spielaufbau des Torwarts der Grundstein für die Offensive. Und da ist Fährmann für mich Tabellenletzter in der Rangliste der Bundesligatorhüter. Ok du kannst jetzt sagen das passt doch dann zu Schalke aber als Schalke Fan sieht man es anders.

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03.01.2021 - 23:31 - S04Fs71!

Der Herr Groß trifft die Entscheidungen und Basta!

Natürlich sind hier Spieler unter Vertrag, die limitiert und überbezahlt sind! Das ist Ihm nicht anzulasten und er muss mit dem Chaos zurechtkommen!
Wer Christian Groß ein wenig verfolgt und seine Pressekonferenzen im Ganzen betrachtet, sollte eigentlich ein anderes Bild von Ihm haben.

Seine Arbeit war bisher immer überall professionell und tadellos - er hat nach meiner Meinung eine Arbeitsweise, die an den Jahrhunderttrainer Huub Stevens erinnert!
Man sollte Ihm vertrauen und nicht schon wieder Alles in Zweifel ziehen!

Danke und Glückauf!

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03.01.2021 - 20:37 - WCL

Damit zeigt der neue Trainer das er kein Interesse an einen schnellen und guten Spielaufbau hat.

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03.01.2021 - 15:21 - It's man

Die Torwartfrage ist dermaßen unwichtig gerade ..., aber sie zeigt m. E. wie unglücklich Gross in seinen ersten Tagen agiert - vom öffentlich vorgetragenen Spielerwunsch, über die Nachlese zum 0:3 bis eben zu einem Bekenntnis dritter Klasse und mit Hintertür für Fährmann. Sehr enttäuschend.

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03.01.2021 - 12:32 - S04Charly

Im Endeffekt fing diese ganze SCHEISSE an als wir die torrochade angestoßen haben....
Bis dahin gab zwar auch immer was zu meckern, aber nach der Goretzka und Meyer Posse bei Nübel
Daran anzuknüpfen war der Anfang vom Ende.
Fährmann ist wenigstens Schalker, vielleicht geer für nen angepassten Lohn mit runter,
Klar ist er Fußballerisch nicht im oberen Drittel der Liga, aber auch nicht im unteren....
Der Torwart soll Tore verhindern...
De Av Aussenspieler stören. Etc.
Der Trainer die besten elf aufstellen und der Manager entsprechend einer in Der DNA des Vereins verankerten Werte und Spiel philosophie entsprechend Spieler und staff zusammen stellen.
Wenn jedes Zahnrad ins andere greift kann es nur funktionieren.
Bei uns fehlen jeder Position die Kern und Fachkompetenz. Und die Spieler beherrschen das gesamte a,b,c des Auserwählten Berufes nicht mehr..... nicht mehr, weil es nicht immer so war

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03.01.2021 - 11:36 - mazeppa

Fährmann hat den Vorteil, dass er beim Herausholen des Balles aus dem Tornetz ein stabiles Nerbenkostüm hat. Dieser Vorzug ist bei Schalke in dieser Saison als Kernkompetenz unabdingbar.

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03.01.2021 - 11:10 - Herold

Wer Fährmann zur Nr. 1 macht, hat keinen Überblick über die in dieser Saison gezeigten Leistungen :-((

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03.01.2021 - 11:01 - Uli aus Kamen

Die Entscheidung ist falsch, mit dem Fährmann als Nummer 1 steigen sie unweigerlich ab. Die Vorzüge, die aufgeführt sind können die fussballerische Unfähigkeit nicht wett machen. Spielaufbau eine Katastrophe. 98% seine Anschläge landen beim Gegner! Sowas sollte der Trainerstab erkennen! Hat der denn früher nicht beim Neuer abgeguckt?

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03.01.2021 - 10:54 - Majo2008

Mit Fährmann wird man keinen Neuanfang in der 2. Liga, falls man dafür überhaupt eine Lizenz erhält, machen können.
Fußballerisch wie auch im Spielaufbau ist er ein Fossil aus dem letzten Jahrtausend.

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