Bundesliga

Schalke-Boss Jobst: Bild mit Tönnies war "verheerend"

Justus Heinisch
12. Oktober 2020, 14:52 Uhr
Clemens Tönnies. Foto: dpa

Clemens Tönnies. Foto: dpa

Der FC Schalke 04 könnte in Zukunft einen anderen und neuen Weg einschlagen. Derzeit wird über eine Ausgliederung diskutiert. Klar ist: Clemens Tönnies wird dabei keine Rolle spielen.

Es ist hinlänglich bekannt, dass der FC Schalke 04 finanziell nicht auf Rosen gebettet ist. Der Vorstand um Jochen Schneider und Alexander Jobst erklärte zuletzt, Pläne für eine Ausgliederung voranzutreiben, um den Verein besser aufzustellen. S04 ist einer der wenigen Fußball-Bundesligisten, die noch ein eingetragener Verein sind und dessen Profi-Abteilung nicht in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert worden ist.

Welche Pläne Schalke 04 auch immer verfolgen wird - einer, der in den vergangenen Jahren das Bild des Klubs prägte, zuletzt aber zurückgetreten ist, wird bei diesen keine Rolle spielen: Clemens Tönnies. Das stellte Schalkes Vorstand im "kicker" klar.
 
So habe der neue Weg keinerlei Bezug zu Tönnies - "weder in einem Amt noch als potentieller Investor", sagte Jobst. "Er hat im Sommer entschieden, von seinem Aufsichtsratsvorsitz zurückzutreten, und hat seitdem keine offizielle Funktion mehr auf Schalke." Und auch keine inoffizielle: "Er zieht keine Fäden im Hintergrund und will das auch gar nicht", fügte Jobst an.

Jobst glaubt an erfolgreiche S04-Zukunft

Dass Tönnies beim Bundesliga-Auftakt gegen Bayern München neben der Schalker Führungsriege im Stadion saß, habe für ein "verheerendes" Bild gesorgt, gab Jobst zu: "Wir wollten jedoch keine Diskussion vor den Kameras." Es entstand eine Botschaft, die mit der Realität nichts zu tun gehabt habe.

Jobst blickt lieber in die Zukunft - ohne Tönnies. "Wenn sich dieser große Verein mit seiner Kraft auf das Wesentliche besinnt und nach vorne blickt, dann sehe ich eine erfolgreiche Zukunft für Schalke", sagte der 47-Jährige weiter.

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15.10.2020 - 19:00 - Schalker1965

15.10.2020 - 17:47 - soso

"Dank Tönes gabs jedes Jahr die Lizenz."

Woher hast du diese Kenntnis? Worin bestand denn die Leistung von CT, infolgedessen Schalke die Lizenz erhalten hätte? Bitte kläre uns doch mal auf!
Oder nur dümmliches unsubstantiiertes Geschwätz?

15.10.2020 - 17:47 - soso

Kein Mensch in Deutschland kennt diesen Jobst von Schalke.

Aber denn TÖnnes kennt jeder !
Dank Tönes gabs jedes Jahr die Lizenz. Die ist demnächst für Liga 2 noch fraglich !

Ach EW, abgeschrieben wird in der Schule: nur 10 Mio. Verlust ????
Klasse, wie die Leistungen aufm Platz.
Und was ist mit den 210 Mio. Schulden ???? Schon vergessen ?

14.10.2020 - 23:05 - Alles für Schalke

Dass Tönnies endlich weg ist, ist eines der wenigen Verdienste von Corona. Ansonsten freue ich mich einen fundierten und gut auf den Punkt bringenden Artikel von @E.W. hier zu lesen bekomme. Vielen Dank!

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13.10.2020 - 17:13 - E.W.

Alles Laber.
Finanziell sieht nämlich gar nicht so schlecht aus!
Die monatlichen Kosten wurden inzwischen reduziert durch Gehaltsverzicht
im Lizenzspielerbereich und Kurzarbeit.
Der Umsatz sank zwar im ersten Halbjahr 2020 von 150 auf 102 Millionen Euro.
Es fehlten entsprechende Zuschauereinnahmen, die Umsätze im Sponsoring und Catering.
Der Verlust verringerte sich dabei aber gleichzeitig fast um 50% nämlich
von 18,3 Millionen Euro auf 9,7 Millionen Euro im 1. Halbj. 2020.
Quelle: Ariva Börsenportal etc.

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13.10.2020 - 16:50 - E.W.

Ach ....
Das Problem sind doch nicht die sogenannten "Schulden". LOL
Die Kredite, die Verbindlichkeiten, entsprechen in ihrer Höhle dem Anlagevermögen.
Es besteht also gar keine Überschuldung bei Schalke. Das ist eher bei Wolfsburg der Fall.
Probleme gibt es bei S04 aber in der Gewinn und Verlust-Rechnung:
da wurde konstant viel zu viel für Spieler monatlich ausgegeben als eingenommen wurde.
Grund: Fehlende TV-Einnahmen bei zu hohen Spielergehälter.
Das ist das Problem.

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13.10.2020 - 14:38 - jso59

@Schalker1965
ist irreparabel!!!
Der Schaden der hier angerichtet worden ist
hat Schalke 200 Mio Schulden hinterlassen uuuuund
einen Metzger zum Milliardär gemacht.

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12.10.2020 - 22:10 - Bucklige Brotspinne

@ Clemens Tönnies...gehen Sie zu RWO...die wissen Sie zu schätzen...Sie können klein beginnen und Geschichte hinterlassen...schauen Sie sportlich nach vorne....und bleiben Sie sich treu im sportlichen Sinne....

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12.10.2020 - 22:06 - Bucklige Brotspinne

Was ein quatsch.... der Mann hat ein Fehler gemacht...hat sorry gesagt...und fertig...er hat Rechte...und die gönne ich ihm...er ist schlicht gesagt auch einfach nur ein Mensch...

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12.10.2020 - 20:49 - escudero68

@Flankengott
Es gibt tatsächlich EINEN halbwegs positiven Beitrag zu den damaligen Vorwürfen!

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/clemens-toennies-und-rassismus-wurst-und-wahn-kolumne-a-1281747.html

Der Autor - Thomas Fischer - war Vorsitzender Richter am 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs. Damals hatte ich mir die Finger wund geschrieben und den Artikel wie verrückt geteilt und die "Presse" angeschrieben mit der Bitte um Stellungnahme. ICH HABE NIE eine Antwort von irgendwem erhalten.
Meine Meinung habe ich nach dem Lesen angepasst, denn mit dem Artikel verbinde ich auch noch ein persönliches Erlebnis wie ich überhaupt an diesen Artikel gekommen bin. Ich hatte nämlich damals in einem Café das Gespräch von 3 Anwälten mitbekommen (weil es einfach nicht zu überhören war!). Wörtlich wurde da gesagt: "Wenn er "Afrika" gesagt hat, ist er "schuldig", falls er wie es auch Hr. Fischer schreibt nur "Afrika", dann ist er "unschuldig". Ich möchte noch anfügen, dass ja die ganze Diskussion mehrheitlich NUR von weissen Personen geführt wurde. Leider ist es mir nicht möglich diesen Artikel z. B. einem Gerald Asamoah zugänglich zu machen. Festhalten muss ich aber auch, dass die Presse einfach nur ihren "Einheitsbrei" (der eine hat vom anderen abgeschrieben und keiner hat irgendetwas geprüft) verkaufen wollte. Mit Erfolg, wie wir wissen.
Ich finde es sehr ärgerlich, dass dieser Artikel im "Blätterwald" untergegangen ist!
GLÜCK AUF!

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12.10.2020 - 19:33 - vomFlankengott

Als Marketingfachmann weiss Jobst selbstverständlich welche Bilder für Schalke schädlich sind.

Die Bilder vor seinem Rücktritt waren aber offensichtlich nicht schädlich für Schalke?

Das Presseecho in der Rassismusaffäre wegen Tönnies war jedenfalls sehr schädlich. Positives habe ich in den Medien diesem Zusammenhang nämlich überhaupt nicht gelesen! Abgesehen von DIESEN Kommentarseiten natürlich, was allerdings ja auch kein redaktioneller Inhalt war.

Ich verstehe diese Schalker Verantwortlichen einfach nicht!

GLÜCKAUF

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12.10.2020 - 18:43 - Schalker1965

Jede Ablichtung des Konterfeis des ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies im Zusammenhang mit dem FC Schalke 04 ist verheerend. Bedauerlicherweise kommt die Erkenntnis des Vorstandsmitglieds Jobst viel zu spät. Der Schaden, den CT dem FC Schalke 04 zugefügt hat, dürfte irreparabel sein.

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