Bundesliga

Schalke 04: Rönnow gibt sich vor Stuttgart-Spiel kämpferisch

Stefan Loyda
27. Oktober 2020, 16:23 Uhr
Schalke-Torwart Frederik Rönnow geht optimistisch ins Duell gegen den VfB Stuttgart. Foto: firo

Schalke-Torwart Frederik Rönnow geht optimistisch ins Duell gegen den VfB Stuttgart. Foto: firo

Schalkes Schlussmann Frederik Rönnow gibt sich vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart kämpferisch. Ob er die Nummer eins bleibt, wenn Ralf Fährmann zurückkehrt, will er jedoch nicht bewerten.

Kaum war er im Team, schon musste er ran. Frederik Rönnow war erst kurz vor dem Ende des Transferfensters von Eintracht Frankfurt im Gegenzug mit der bisherigen Schalker Nummer zwei ins Ruhrgebiet gekommen. Nur wenige Tage später: Der erste Einsatz. Beim Debüt von Manuel Baum als Cheftrainer der Königsblauen hatte sich sein Konkurrent Ralf Fährmann verletzt, musste zur Pause runter. An der 0:4-Niederlage gegen das Bundesliga-Top-Team konnte aber auch er wenig machen.

Ob es nun bei der Rangfolge bleibe, wenn Fährmann wieder zurückkehrt, dazu vermochte der 28-Jährige gegenüber der dpa nichts sagen: „Da bin ich der falsche Ansprechpartner. Ich konzentriere mich nur auf meine eigene Leistung. Klar will ich jedes Spiel machen. Aber am Ende ist es nicht meine Entscheidung“, hielt er nach dem Training am Dienstag fest.

Sieglos-Serie hinter sich lassen

Am Freitag geht es für Rönnow und seine Kollegen ins nächste Bundesliga-Heimspiel. Dann treffen die Knappen auf den Aufsteiger VfB Stuttgart (20.30 Uhr bei DAZN und bei RS im Liveticker).„Ich sehe eine Menge Qualität in unserem Kader. Und ich bin sicher, dass bald auch die Ergebnisse kommen werden“, sagte der Däne. Das Duell der beiden Bundesliga-Traditionsklubs habe zwar Signal-Charakter, aber es sei „kein Finale“, wie Rönnow festhielt. Die Sieglos-Rekordserie von mittlerweile 21 Spielen ohne Sieg müsse die Mannschaft endlich mal hinter sich lassen: „Wir müssen immer nach vorne schauen. Ich sehe eine positive Entwicklung in den vergangenen Wochen. Wir brauchen Selbstvertrauen und ein Erfolgserlebnis. Gegen Stuttgart müssen wir mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen, den Kampf annehmen. Dann holen wir auch ein gutes Ergebnis und können darauf aufbauen.“

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28.10.2020 - 14:24 - PottIn

-Gemare
So sieht es aus, wir haben keine Führungsspieler. In so einem Fall muss der Trainer die Truppe in allen Trainingseinheiten heiß machen, vor allem Mascarell, Uth, (Rönnow macht es schon), müssen es auf dem Platz übernehmen. Er und seine Co. Trainer müssen beim Spiel von der Außenlinie ständig pushen. Ohne Zuschauer ist das auf jeden Fall möglich. Die kriegen auf dem Platz alles mit. Irgendwann fangen die Spieler sich untereinander zu motivieren und zu pushen. Die ersten Impulse müssen vom Trainer kommen. Anders wird es nicht funktioniert. Anders sind sie jetzt schon abgestiegen. Ich weiß aber nicht welche Sprache bei uns während der Spiele untereinander gesprochen wird. Ist es deutsch, französisch, spanisch, englisch oder alles gleichzeitig. Die machen auf mich den Eindruck, als ob man sich sowieso nicht soviel untereinander unterhalten würde.
Baum muss es jetzt versuchen, ist aber für diese Aufgabe vom Grundsatz der völlig falsche Trainertyp. Schneider sah es anders.
GlückAuf

28.10.2020 - 12:35 - Gemare

@Pottin
Gebe dir Recht!
Aber wer soll auf dem Platz das Kommando übernehmen...????
Keine Leit und Führungsfigur mehr da.

28.10.2020 - 10:21 - PottIn

E.W. ; Gemare
Auf jeden Fall ist das Publikum wichtig und würde eine gewisse Atmosphäre erzeugen. Mit Publikum wäre Wagner schon vor der Sommerpause entlassen worden. Aber, die Probleme auf dem Platz sind soo eklatant, dass auch der 12. Mann nicht helfen würde. Wenn die am Freitag nicht anfangen zu kämpfen und den Gegner von der ersten Minute an kämpferisch unter Druck zu setzen, dann wird es NIX. Die Spiele werden nicht einfacher, die Verunsicherung immer größer. Das Freitagspiel ist entscheidend. Beim Training in dieser Woche müssen die Fetzen fliegen, es muss ein anderer Ton her. Die müssen alle wach geschrien werden.
GlückAuf

28.10.2020 - 10:00 - E.W.

@Gemare ja, es fehlt der 12. Mann
und ein Mann in der Mitte, der von hinten die Fäden sicher nach vorne zieht.

28.10.2020 - 09:07 - Gemare

Es ist schlimm mit anzusehen das Mannschaften wie Stuttgart und Mainz als echte Herausforderungen für Schalke gelten müssen.
Ich sehe im Gegensatz zu Rönnow nicht die ganz Grosse Qualität in der Mannschaft.Das war in der Vergangenheit auch der Fehler der meisten Mannschaften die dann später auch abgestiegen sind! Wir haben viel zu viel Qualität um abzusteigen.(siehe HSV)
Es braucht einen Kraftakt um gegen Stuttgart und Mainz die nötigen Punkte einzufahren.
Jetzt schon wieder Abends,ohne Zuschauer,keine Stimmung.Ich bin ja mal gespannt.Viele glauben ja das es für Schalke zur Zeit besser ist OHNE Publikum zu spielen!
Na klar würden sich die Spieler bei so einer Spielweise das ein oder andere anhören müssen!
Andererseits hat es sich schon oft bewährt wenn das Publikum als 12.Mann da war.Gerade bei uns !!

28.10.2020 - 08:56 - PottIn

Rönnow gefällt mir auf dem Platz und außerhalb, wenn ich seine Aussagen jetzt lese. Wie er als Torwart die Truppe während des Spiels versucht zu motivieren, hat mir sehr imponiert. So muss das auch sein. Dass ausgerechnet ein Neuzugang der Motivator innerhalb der Mannschaft zu sein scheint, sagt alles über den Rest der Truppe aus. Den Abstiegskampf hat die Mannschaft noch nicht kapiert, angenommen oder wurde nicht ausgerufen. Jochen Schneider hat es bis heute nicht kapiert, worum es bei S04 momentan geht. Abstiegskampf Pur!!! Er holt auch einen Trainer, der Abstiegskampf nicht kann. Deswegen wurde er in Augsburg ersetzt. Nichts gegen Baum. Er ist ein Fachmann, weiß, was er will und versucht einigermaßen Strukturen in der sog. Mannschaft wieder herzustellen. Ich glaube aber, dass er der falsche Trainer für die jetzige Situation auf Schalke ist. Er kann eine funktionierende Mannschaft übernehmen und dort junge, talentierte Spieler einbauen. Das kann er.
-easybyter stimme ich zu und wir werden vielleicht noch vor der Winterpause einen erneuten Trainerwechsel haben. Sollte es so kommen, kann (muss) Jochen Schneider ebenfalls seinen Spind räumen. DAnn wird man hoffentlich einen Feuerwehrmann bis Saisonende verpflichten, der auf Kämpfen, Beißen, Spucken und Gras fressen setzt. Ich sehe keine schreienden Spieler während der Spiele auf dem Platz, ich sehe keine gelben Karten, ich sehe keine dreckigen Shorts und Trikots, ich sehe keine Spieler (außer Rönnow), die sich gegenseitig pushen und laut motivieren. Da ist absolut NICHTS! Baum muss das jetzt angehen, Spieler, die das nicht wollen bzw. können, werden uns nicht weiterhelfen. Er muss eine Mischung (auch aus U23) finden, die nicht schön spielt, aber läuft, kämpft, keinen Ball verloren gibt und sich ständig pusht. Nur so kann und wird man die überlebenswichtigen Punkte einfahren.
GlückAuf

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27.10.2020 - 20:41 - gerdstolli

@Schalker 1965
Du bist ein Superschlauer, hast noch nicht gemerkt, dass damit die Vorschusslorbeeren von Baum gemeint sind. Alles noch klar?
Über die finanzielle Situation des S 04 brauchst d u uns nicht aufzuklären.

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

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27.10.2020 - 20:23 - Schalker1965

27.10.2020 - 17:43 - easybyter

"und das Kapital von Baum ist dann auch langsam verspielt."

Welches Kapital? Schalke ist pleite!

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

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27.10.2020 - 17:43 - easybyter

Die Qualität im Kader sieht man leider nicht auf dem Platz. Den Kampf annehmen, ja ganz genau das ist es, was zur Zeit noch fehlt und ich fürchte, dass das noch nicht alle kapiert haben oder dass es Leute in der Truppe gibt, die das gar nicht wollen. Natürlich ist das Spiel gegen Stuttgart noch kein Finale, aber es wird die Weichen stellen, ob man erst einmal vollends im Tabellenkeller verschwindet oder Anschluß ans Mittelfeld hält. Geht das Spiel auch noch verloren, wird keine Truppe mehr Respekt vor Schalke haben und das Kapital von Baum ist dann auch langsam verspielt.

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