U19-Bundesliga

Schalke 04 leitet Untersuchungen gegen Moukouko-Beleidiger ein

Stefan Bunse
19. Oktober 2020, 21:35 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Der FC Schalke 04 macht ernst. Nachdem sich Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider bereits im Namen des FC Schalke 04 für die rassistischen Vorfälle gegen den BVB-U19-Star Youssoufa Moukoko beim Derby am vergangenen Sonntag (2:3) entschuldigt hatte, soll es nun den Tätern an den Kragen gehen.

Die Königsblauen wollen die rassistischen Ausfälle gegen den Dortmunder Spieler Youssoufa Moukoko nicht hinnehmen. Nun hat der Verein Untersuchungen gegen die Täter eingeleitet. „Der FC Schalke 04 hat das ihm zur Verfügung gestellte Audio- und Videomaterial des Spiels ausgewertet und arbeitet nunmehr intensiv mit der Abteilung Fanbelange an der Identifikation der verantwortlichen Personen“, teilten die Knappen im Rahmen einer Erklärung über ihre Homepage mit.

Bei 300 Besuchern und personalisierten Tickets sollte die Identifizierung eigentlich kein Problem sein. Anders als bei den durch den Spieler von Hertha BSC Jordan Torunarigha öffentlich gemachten rassistischen Rufen in der Arena beim DFB-Pokalspiel im Februar, dürfte die Aufklärung diesmal deutlich einfacher werden. Damals waren die Rufe in der 84. Spielminute aus dem Block 55 der Südkurve gekommen.

Schalke leistet vorbildliche Arbeit im Kampf gegen Rassismus

Durch diese Vorfälle – auch die verbalen Entgleisungen des ehemaligen Aufsichtsratschef Clemens Tönnies in der vergangenen Saison gehörten dazu – wurde der Verein in der Vergangenheit mehrfach in ein schlechtes Licht gerückt. Dabei leisten die Schalker eigentlich seit Jahrzehnten vorbildliche Arbeit im Kampf gegen Rassismus. So erhielt die Schalker Faninitiative vor wenigen Wochen den Julius-Rumpf-Preis, weil sie sich seit mittlerweile mehr als 28 Jahren für Toleranz und gegen Ausgrenzung und Diskriminierung einsetzt. Der Verein selbst hat bereits vor mehr als einem Jahr die #stehtauf-Anlaufstelle ins Leben gerufen. Die Beratungsstelle dient als Anlaufpunkt für Menschen, die auf Schalke Opfer von diskriminierendem, rassistischem und sexistischem Verhalten oder Gewalt geworden sind.

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22.10.2020 - 14:04 - asaph

Manche Schalker leben noch im Jahr 1965 mit zig Zechen im Revier und zigtausend Kumpels und Knappen und an jeder Ecke eine Kneipe.
Die Zeiten sind vorbei! Dieses Ende habe Ich ca. 1985 meinem Kumpel, der mich mit in seine Kaue genommen hatte, und seinem Arbeitskollegen prognostoziert.
Die haben mich beide nur milde angelächelt....
Es ist Schicht am Schacht!
Für die Zechen schon seit Jahrzehnten und und für Schalke und den Profifussball -der Vor-Corona-Zeit- hoffentlich bald.
Es werden noch ein paar Platzhirsche wie Bayern und Barcelona übebleiben. Fragt sich nur wie lange...

21.10.2020 - 01:18 - Schalker1965

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20.10.2020 - 15:32 - vomFlankengott

Ob's rassistisch war oder nicht, da müsste man mal unseren Ehrenrat fragen. Da sitzen doch Profis, die es beurteilen können.

Der Ehrenrat wurde doch extra für solche Fälle installiert. Der hat nicht nur exklusive Expertise für solche Fälle sondern auch mal eine exklusive Einschätzung für solche Fälle.

Dat is Schalke!

GLÜCKAUF

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20.10.2020 - 12:19 -

Genau dieselben Gestalten haben schon eine Woche zuvor beim Spiel FC Schalke U23 - Wuppertaler SV beleidigt. Sprüche wie "Ich erschieß dich gleich" "Wi**er H****SOHN etc. gegen Wuppertaler Spieler, aber rassistisch waren diese nicht !

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20.10.2020 - 12:16 - frankiboy5l

Ich schrieb hier was über Vermarktungspraktiken bei einem Kind, der eigentlich in der C-Jugend, Regionalliga West, Staffel 1 spielen könnte.
Ich denke, dort wäre der verstörte S04 Zuschauer nicht aufgeschlagen.
Dann hätte RS die 14-fachen Eyecatcher nicht platzieren können und meine Meinungsäußerung "bekloppt", die ja mitunter auch nett gemeint sein kann, hätte nicht gelöscht werden müßen.
Und was an @Schalker1965 Post absoluter Mist sein soll, srschließt sich mir, als Nichteßener leider nicht.

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20.10.2020 - 08:10 - Spieko

Solche Blitzbirnen haben wirklich den Schuss nicht gehört.
Beleidigungen, Beschimpfungen und Rassismus haben in den Stadien und auf den Sportplätzen nichts zu suchen.
Es ist widerlich und beschämend,was diese asozialen Typen einem Jugendspieler an den Kopf werfen.Aber so ist ein Teil unserer Gesellschaft.
Privat und beruflich bekommen sie nichts auf die Reihe und so verbreiten sie ihren Neid und Hass woanders...auf den Sportplätzen und auch hier.
Hoffe,dass diese Typen erkannt und mit hohen Strafen belegt werden.

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20.10.2020 - 07:24 - memax

Die Blitzbirnen geben ja immer vor, ihren Verein zu lieben (leben). Das sollten sie jetzt einmal zeigen und sich stellen.

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20.10.2020 - 07:10 - Llord33

Grüß mich!

Ihr beiden seid auch richtige Spezialisten.
Der eine, dessen Kommentar zum Glück gelöscht wurde, kann es nicht ertragen wenn Reviersport über 15 jährige mit den besten Veranlagungen schreibt.
Und der andere gibt einen Quark wieder, der absoluter Mist ist - nachts um 2:36.
Naja, so ist halt die Gesellschaft.

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20.10.2020 - 02:36 - Schalker1965

Laut WDR-Berichterstattung soll es während des Spiels zwar Beleidigungen, jedoch keine rassistischen Ausfälle gegen den Dortmunder Spieler Youssoufa Moukoko gegeben haben.

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19.10.2020 - 23:16 - frankiboy5l

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