Im Sport1 Doppelpass hat sich Schalkes ehemaliger Trainer Peter Neururer zu einer möglichen Ausgliederung der Profiabteilung geäußert. Er sieht in diesem Schritt die einzige Möglichkeit, Königsblau konkurrenzfähig zu halten.

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Schalke 04: Ex-Trainer Peter Neururer fordert Ausgliederung

Tizian Canizales
24. Mai 2020, 16:05 Uhr
Ex-Trainer Peter Neururer rät dem FC Schalke 04 dazu, seine Profiabteilung auszugliedern. Foto: FUNKE Foto Services

Ex-Trainer Peter Neururer rät dem FC Schalke 04 dazu, seine Profiabteilung auszugliedern. Foto: FUNKE Foto Services

Im Sport1 Doppelpass hat sich Schalkes ehemaliger Trainer Peter Neururer zu einer möglichen Ausgliederung der Profiabteilung geäußert. Er sieht in diesem Schritt die einzige Möglichkeit, Königsblau konkurrenzfähig zu halten.

Beim FC Schalke 04 ist es im Moment das am heißesten diskutierte Thema: Soll der Verein seine Profi-Abteilung ausgliedern oder nicht? Im Sport1 Doppelpass hat sich Peter Neururer am Sonntagmorgen klar dafür ausgesprochen. "Im Augenblick sehe ich es als alternativlos an. Die Gedanken sind schon seit Jahren da. Nur müssen 75 Prozent der Mitglieder dafür stimmen", erklärte der 65-Jährige, der zuletzt als Sportlicher Leiter beim Regionalligisten SG Wattenscheid 09 aktiv war. Doch auch auf Schalke hat er eine Vergangenheit. Neururer trainierte die Knappen von 1989 bis 1990. 

Ausgliederung nötig "um wieder Meister zu werden"

Nun sieht er also die Zeit für eine Veränderung bei Königsblau gekommen. "Es ist natürlich eine Überlegung, auszugliedern und mit strategischen Partnern zu arbeiten. Schalke ist bei einer Öffnung weiterhin sehr gut aufgestellt mit Gazprom und Tönnies", erklärte er. 


Neururer wittert die Gefahr, dass der FC Schalke 04 ohne eine Ausgliederung auf lange Sicht nicht mehr im Konzert der ganz Großen mitspielen kann. "Viele reden von Tradition. Aber diesen Schritt muss ich machen, um wieder konkurrenzfähig zu werden. Um wieder Meister zu werden. In dieser Situation als eingetragener Verein ist das nicht möglich", stellte er seine Sicht der Dinge klar. 

Beim jüngsten 0:3 gegen den FC Augsburg schickten sich die Knappen auch nicht gerade an, Neururers Position zu widerlegen. 

Jochen Schneider hält dagegen

Das tat dafür Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider in der Halbzeitpause des Spiels am DAZN-Mikrofon. "Nein, die Tradition muss nie jemand opfern. Sie gehört zu unserem Verein, zu 100 Prozent, das ist doch völlig klar", sagte er und stellte sich somit gegen Neururers Forderung ein paar Stunden zuvor. 


Das speziell nach der 0:4-Derbypleite gegen Borussia Dortmund aufgekommene Thema wird den FC Schalke 04 aber wohl noch eine ganze Weile beschäftigen. Vor allem, wenn sie nicht schnellstmöglich aus der Krise herauskommen. 

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25.05.2020 - 17:12 - Micki1805

Ich weiß echt nicht was der Neururer sich immer wieder einmischt. Der hat seit Jahren schon keinen Trainerjob mehr - redet bei Sport 1 auch nur noch Mist und meint er wäre der Fußballprofessor. Hat in Wattescheid nichts auf die Kette bekommen - nur jeden Monat richtig Kohle bekommen für nichts - für Dummlabern.
Man lasst den Mann aus dem Fernsehen und aus den Medien - echt schlimm - so einen braucht keiner mehr.
Soll Golf spielen gehen und nicht den Leuten am Fernsehe auf den Sack gehen - ich schalte jedes mal um, wenn ich den im TV sehe.

24.05.2020 - 23:29 - vomFlankengott

Wenn unsere Schnarchnasen im Aufsichtsrat das nächste mal aufwachen, werden sie erschrecken: Auch in der nächsten Saison wird's keine Zuschauereinnahmen geben. Huch!! Bei dem riesigen Gehaltskostenblock. Nochmals Huch!! (Also das was Schneider "Vorerkrankung" nennt, könnte man aber auch Größenwahn nennen, aber egal)

WIR BRAUCHEN SOFORT FRISCHE KOHLE!! Nur woher jetzt? Man wird's dem Aufsichtsratsvorsitzenden verklickern. Der hat einen Geistesblitz: AUSGLIEDERUNG!! Also erzählt er uns, dass wir ohne Ausgliederung als Schalker keine Zukunft haben. Stimmt, sonst wären wir nämlich sofort pleite.

Damit die Schalker Tradition fortlebt werden alle Schalker fûr die Ausgliederung stimmen müssen. Wer für den e.V. ist, ist gegen die Schalker Tradition.

Hab' heute nacht diesen Albtraum gehabt.

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24.05.2020 - 16:59 - lappes

Wir zieh'n vergnügt und froh dahin,
schwarz-gelb ist unsere Tracht.
Wir haben stets einen heiteren Sinn,
sind lustig, nie verzagt.
Wir kennen eine Feindschaft nicht,
wir schaffen Hand in Hand.
Stets ruhig Blut, ein froh' Gesicht
ist jedem wohlbekannt....

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24.05.2020 - 16:55 - rotweissliebe

Ich finde jetzt hilft nur noch eine Verpflichtung von "Peter den Großen". Man sollte jetzt ganz schnell reagieren und ihn für die nächsten 5 Jahre verpflichten, dann ist Meisterschaft und CL-Sieg fast schon sicher. Es würde ganz Europa neidisch nach Gelsenkirchen schauen, Merchandising würde explodieren, jeder würde noch mit Neururer-Flock rumlaufen, dagegen wäre eine Verpflichtung von Ronaldo Kindergeburtstag. Sollte es diese Saison abstiegstechnisch noch mal knapp werden, könnten sie ja noch ein bisschen bescheissen, da kennt man sich ja mit aus und hat ja auch eine gewisse Tradition.

Dazu fällt mir eigentlich nur noch ein alter Schlager ein: Der Tag an dem der FC Scheixxe starb und alle Eesener sangen....

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